<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261</id><updated>2012-01-29T11:11:57.577-08:00</updated><category term='Kampf'/><category term='Lichtkreis'/><category term='Buntes Treiben'/><category term='Kelor'/><category term='Spürer'/><category term='Juron'/><category term='Kater'/><category term='Häuschen'/><category term='Margot'/><category term='Drachenodem'/><category term='Beobachten'/><category term='Alef'/><category term='Chrasinius'/><category term='Lauschen'/><category term='Rückweg'/><category term='Flucht'/><category term='Schlaflosigkeit'/><category term='Jagd'/><category term='Kummer'/><category term='Wildhauer'/><category term='Braten'/><category term='Dareck'/><category term='Beginn'/><category term='Panik'/><category term='Gücksfall'/><category term='Augen'/><category term='Kind'/><category term='Erlösung'/><category term='Marius'/><category term='Arena'/><category term='Xarabos'/><category term='Wald'/><category term='Vorwort'/><category term='Stille'/><category term='Geburt'/><category term='Lager'/><category term='Feuer'/><category term='Bison'/><category term='Wiedersehen'/><category term='Kosch'/><category term='Hexe'/><category term='Syrill'/><category term='Keilerei'/><category term='Schwärze'/><category term='Tod'/><category term='Magie'/><category term='Kälte'/><category term='Katze'/><category term='Olinga'/><category term='Margit'/><category term='Posten'/><category term='Glutaugen'/><category term='Glühstein'/><category term='Fragen'/><category term='Traum'/><category term='Brand'/><category term='Chester'/><title type='text'>Morgendämmerung</title><subtitle type='html'>eine Fantasygeschichte - ein Hobbyautorenblog</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>35</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-8686351698604939475</id><published>2012-01-29T11:09:00.000-08:00</published><updated>2012-01-29T11:11:57.589-08:00</updated><title type='text'>3. Kapitel Teil 2 - Nach oben</title><content type='html'>Wie durch ein Wunder konnte Syrill das Gleichgewicht halten, als sich vor ihm plötzlich diese menschliche Lücke auftat. Der Moment genügte, dass er ein, zwei tiefe Atemzüge nehmen konnte, doch sogleich schloss sich die Öffnung in der Menge auch schon wieder. Der Druck nahm erneut zu und Syrill wurde hilflos mal hierin, mal dorthin gepresst. &lt;br /&gt;Auf einmal spürte er einen nicht nachgebenden Widerstand in seinem Rücken. Er sah sich um, so gut es ihm möglich war und erkannte, dass er bis an eine der Hauswände, die die Straße säumten, gedrängt worden war. Er meinte schon, das Geschiebe würde erneut los gehen, doch dann kam die Menge endlich wieder zum Verharren, wie er mit Erleichterung feststellte.&lt;br /&gt;In diesem Moment dachte Syrill zum ersten Mal wieder an Melton und seinen Vater. Hatte er sich zuvor nur Sorgen um sich selbst gemacht, bekam er nun Angst, wenn er an die beiden oder auch die restliche Truppe dachte, die sich auf den Weg zur Eröffnungsansprache gemacht hatte. Er wusste nicht, wie weit sich diese verdichteten Leiber ausgeweitet hatten, beziehungsweise, ob es noch an anderen Stellen zu ähnlichen, katastrophalen Zuständen gekommen war. Auch fragte er sich, wie lange dies noch gehen könne. Irgendwann müssten doch die Nachrückenden merken, dass es nicht voran ging und umkehren, oder sich zumindest einen anderen Weg suchen.&lt;br /&gt;„Hey Junge. Meinst du, du kommst da hoch?“ &lt;br /&gt;Syrill wurde aus seinen Gedanken gerissen. Neben ihm stand ein Mann mittleren Alters in einer hellen Robe, die einen leicht bläulichen Ton hatte und der nach oben zeigte. Die Haare waren sorgfältig geschoren und selbst die Augenbrauen restlos entfernt. Um den Hals trug er ein Medaillon mit dem Zeichen Aequillions. Drei gewellte Linien in einem Dreieck. Syrill war nicht unbedingt bewandert, in den Göttern und deren Zuständigkeiten, doch über Aequillion wusste er Bescheid. Der Gott stand für das ausgleichende Wasser, das immer wieder in die Waagrechte kam. Keine offizielle Rechtsprechung vor einem Richter konnte ohne die Anwesenheit, eines Angehörigen seines Ordens stattfinden und kleinere Streitigkeiten wurden oft direkt ihrem neutralen Schiedsspruch anvertraut und in der Regel akzeptiert. Aequillions männliche, wie weibliche Priester trugen der Gleichheit wegen, alle die selbe Kleidung, das selbe Symbol und die Haare ganz nach der Art, wie es der Mann hier vor Syrill tat. &lt;br /&gt;Der Priester zeigte auf einen hervorstehenden Sims an der Wand über ihnen, der scheinbar das Gebäude umlief - direkt unter einem Fenster. Syrill besah sich das nun, neugierig geworden, etwas genauer, doch stellte er enttäuscht fest, dass auch dieses Fenster im oberen Stock vergittert war. Aber, es sollte möglich sein, von dort aus auf das Dach zu gelangen, was ihn zumindest aus der erdrückenden Menge bringen könnte. Nur lag schon das Sims deutlich außerhalb seiner Reichweite.&lt;br /&gt;Syrill schüttelte den Kopf. &lt;br /&gt;„Komm schon. In deinem Alter bin ich fast überall hoch geklettert. Vielleicht findest du auf der Rückseite irgendwas, womit du dem Rest hier helfen kannst. Eine Leiter oder ein Seil, was weiß ich.“ Syrill hörte die Verzweiflung aus der Stimme des Mannes und sah, dass er unnatürlich schief dastand. Scheinbar hatte er sich bereits im Gedränge verletzt und belastete eines seiner Beine nicht mehr richtig.&lt;br /&gt;„Wenn ich an diesen Absatz da  ran käme, könnte es schon gehen.“, räumte Syrill noch zweifelnd ein.&lt;br /&gt;„Das... das ist kein Problem. Ich kann dich da hoch heben.“, antwortete der Mann aufgeregt. „Aber du musst versprechen, irgendwas zu finden, was auch uns andere hier raus bringt.“ &lt;br /&gt;„Ich versuche es. Aber...“ &lt;br /&gt;„Versprich es! Bei Aequillion!“&lt;br /&gt;Syrill nickte. &lt;br /&gt;„Komm! Kletter auf meine Schultern.“ Der Priester faltete seine Hände, sodass Syrill hinein steigen konnte. Mit schmerzverzerrtem Gesicht drückte er den Jungen dann nach oben, damit dieser auf seine Schultern steigen konnte. Syrill vernahm ein qualvolles Stöhnen, als er sein eigenes Gewicht auf diesen ausbalancierte. Er wünschte, der Mann hätte die eingespielte Sicherheit Khalids. Aber sein eigenes Geschick genügte, um tatsächlich von dort an das Sims zu gelangen. Seine Aktion blieb nicht unbemerkt, er hörte nun allerlei Rufe, die wohl im galten. &lt;br /&gt;„Da!“&lt;br /&gt;„Was tut er?“ &lt;br /&gt;„Bravo Kleiner!“&lt;br /&gt;Syrills Finger suchten Halt an dem schmalen Vorsprung. Geschickt zog er sich dann etwas nach oben und stemmte die Füße gegen die Wand. Er musste sich nur noch etwas nach rechts hangeln, dann war das Gitter des Fensters über ihm.Er besah den Abstand und schätze ihn auf etwa eine Elle. &lt;br /&gt;'Das müsste klappen.' Ohne viel nachzudenken, lies er sich etwas herunter, federte kurz auf und ab, um seine Glieder auf das Bevorstehende vorzubereiten und zog sich dann explosionsartig nach oben, während er mit den Beinen nachdrückte.&lt;br /&gt;Syrill hielt den Atem an, während er seinen schlanken Körper in die Luft katapultierte und so lang wie möglich machte. Das raunende Publikum nahm er in diesem Moment nicht mehr wahr. Er hörte nur das Pochen seines eigenen wild hämmernden Herzens. Es kam ihm vor, als würde sich die Zeit verlangsamen und alle seine Nervenenden angespannt kribbeln. &lt;br /&gt;Dann fassten seine Hände das Metall des Gitters. Geschickt kletterte er weiter. Oberhalb des Fensters ragten die Querbalken des Dachstuhls aus dem Gemäuer. Von hier war es ein leichtes für Syrill, das Dach zu erklimmen, was mit vereinzeltem Beifall quittiert wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ich bin übrigens um jedes Feedback in den Kommentaren dankbar. &lt;br /&gt;Was gefällt euch? Was findet ihr unpassend oder langweilig? &lt;br /&gt;Ansonsten, bis in einer Woche.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-8686351698604939475?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/8686351698604939475/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2012/01/3-kapitel-teil-2-nach-oben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/8686351698604939475'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/8686351698604939475'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2012/01/3-kapitel-teil-2-nach-oben.html' title='3. Kapitel Teil 2 - Nach oben'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-6218902134928236385</id><published>2012-01-22T11:04:00.000-08:00</published><updated>2012-01-22T11:07:56.000-08:00</updated><title type='text'>3. Kapitel Teil 1 - Auf dem Weg zum Fest</title><content type='html'>Waren die Straßen an den Tagen zuvor bereits überfüllt, so erfuhr dieser Umstand nun eine weitere Steigerung. Es schien, als wäre die ganze Stadt auf den Beinen und strömte gemeinsam, ins Zentrum von Weißenburg. Eine andere Richtung war auch schlichtweg nicht möglich. Wer einmal in den Sog aus Körpern geriet, konnte nicht anders, als sich mitziehen zu lassen. Die Sonne brannte unnachgiebig, doch hielt das das neugierige Volk nicht ab, sich der Menge anzuschließen. Alle Fahnen der Stadt waren gehisst und zeigten die Banner der verschiedenen Lords und Herrschaftshäuser. Je weiter man ins Innere der Stadt kam, desto mehr entstand der Eindruck, dass wohl jedes Gebäude nun irgendwie geschmückt oder hergerichtet war. Duftende Sommerblumen waren zu kunstvollen Kränzen gebunden und an den Türen befestigt, bunte Wimpel hingen in den Fenstern und die Lampionketten waren kreuz und quer über sämtliche größere Straßen gespannt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Was bei den elf Höllen ist hier nur los? Wollen die alle die Eröffnungsansprache mit anhören?“ Melton konnte es nicht glauben. Er befand sich mit seinem Bruder und ihrem Vater inmitten des Gewühls, das irgendwie zum Stocken gekommen war, da sich etwas weiter vorne zwei der Hauptstraßen verbanden. Es war ein Wunder, dass sie sich nicht auch schon längst verloren hatten. Khalid und seine Gefährtin Chalise waren bereits geraume Zeit außer Sicht. Mit solch einem Ansturm hätte der Junge nie gerechnet.&lt;br /&gt;„Ansprache? Firlefanz. Die wollen nur ihre Taschen füllen.“ Melton sah sich um. Neben ihm stand ein dicker Mann und schnaufte schwer, während er sich ebenfalls scheinbar weder vor, noch zurück bewegen konnte. „Damit auch ja genug Publikum der Rede lauschen wird, hat man sich eine weitere unsagbar tolle Sache überlegt.“, antwortete er auf Meltons fragenden Blick. Sein Gesicht verriet, was er im Augenblick tatsächlich davon hielt.&lt;br /&gt;„Es sollen eigens geprägte Münzen von den Dächern, um den Platz vor der Ratshalle geworfen werden. Die Gerüchte überschlugen sich, ob es jetzt Silber, Gold, oder gar Platin sein soll. Tatsächlich weiß ich es aber besser. Die Münzen werden zum größten Teil nur aus Kupfer sein.“&lt;br /&gt;„Zum größten Teil?“, hakte Melton nach.&lt;br /&gt;„Naja, ein paar Goldstücke sind wohl dabei. Aber ich tippe auf gerade mal eine Hand voll.“&lt;br /&gt;„He, ihr seid aber gut unterrichtet.“, mischte sich ein kleiner, unmittelbar vor ihnen befindender Mann mit ein.&lt;br /&gt;„Der Neffe eines Nachbarn hat die Prägestempel gefertigt. Ich bin also tatsächlich recht gut unterrichtet.“&lt;br /&gt;Hastor stöhnte. „Oje, hätten wir das nur früher gewusst.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Luft war auch ohne die enge Menschenmasse bereits stickig. Kein Windhauch war zu spüren, ausser dem heißen Atem der umgebenden Menge. Der Unmut und die Anspannung wurde immer deutlicher und äußerte sich nun auch, in lauten und wütenden Ausrufen. &lt;br /&gt;Syrill befand sich eingezwängt zwischen mehreren übel riechenden Körpern und rang nach Luft. Den Kopf nach oben gereckt, kniff er die Augen schmal zusammen um den blendenden Sonnenstrahlen zu entgehen. Lichter tanzten und Tränen standen ihm in den Augen. &lt;br /&gt;„Gehts denn bald voran?“, rief jemand, nicht weit hinter ihm, was nur mit Unmutsrufen beantwortet wurde. Nicht viel später vernahm der Junge, von irgendwo weiter vorne „Ich schiebe doch gar nicht, du Pissetrinker!“, was kurz danach von lauten Schreien aus der selben Richtung quittiert wurde. Es dauerte nicht lange, dann nahm der Druck von vorne deutlich zu. Die Schreie wurden zahlreicher und lauter, was Syrill Böses ahnen lies, während er mehrere Schritte zurück geschoben wurde. Er glaubte die Stimme seines Vater etwas rufen zu hören, doch kam ihm diese, viel zu weit weg vor. &lt;br /&gt;Plötzlich kamen die Schreie von überall, während ihm die knappe Luft nun vollständig aus den Lungen gepresst wurde. Er fühlte, wie er nach hinten kippte, eingeklemmt in die umgebenden Leiber und dabei weiter zurück gedrängt wurde. Er dachte nur 'So muss sich Ertrinken anfühlen.' während er hilflos mitgerissen wurde und die Sterne vor seinen Augen einen wilden Reigen tanzten. Syrill versuchte sich Platz zu verschaffen. Er drückte und schob mit Armen und Beinen, doch blieb alles ohne Erfolg. Er wäre in das panische Kreischen der Menge mit eingestimmt, wenn er nur den Atem dazu gehabt hätte. &lt;br /&gt;Plötzlich spürte er, wie sich eine Hand in sein Hemd krallte und ihn, zu seinem weiteren Entsetzen nach unten zog, doch rutschte der Griff gleich wieder ab, als der unglückselige Besitzer, von Syrills unmittelbaren Nachbarn nieder getrampelt wurde. &lt;br /&gt;Dem Jungen wurde schlecht, bei der Vorstellung, dass es ihm ähnlich ergehen könnte und war froh, nicht zuvor gesehen zu haben, wer es war. Dafür sah er, wie der Mann vor ihm, plötzlich ebenfalls nach unten wegrutschte, als er scheinbar auf irgendetwas getreten war, was ihn straucheln lies. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;So beginnt also das 3. Kapitel. Ich hoffe ihr habt weiter Freude an meiner Geschichte. Bis nächste Woche.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-6218902134928236385?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/6218902134928236385/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2012/01/3-kapitel-teil-1-auf-dem-weg-zum-fest.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/6218902134928236385'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/6218902134928236385'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2012/01/3-kapitel-teil-1-auf-dem-weg-zum-fest.html' title='3. Kapitel Teil 1 - Auf dem Weg zum Fest'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-6387716834443009785</id><published>2012-01-15T11:54:00.000-08:00</published><updated>2012-01-15T11:56:19.250-08:00</updated><title type='text'>2. Kapitel Teil 13 - Im Badehaus</title><content type='html'>Irgendwie sah der Zwerg reichlich bedröppelt aus. Und dies nicht nur, weil das Badewasser noch immer aus dessen roten Zöpfen und zottigem Bart rann. &lt;br /&gt;Zu Koschs eigener Überraschung genoss er das kühle Bad mehr, als er erwartet hatte. Dies bezog er zwar, auf die noch immer drückende Hitze, die über der gesamten Stadt lag, aber trotzdem fand er es irgendwie nicht richtig und für einen Felsenschmetter alles andere als angemessen. Ein badender Zwerg. Wo gab's denn so was? Wieder schüttelte er still den Kopf und tauchte trotzdem erneut unter. Das erfrischende Nass bildete eine willkommene Abkühlung in diesen Stunden, das war nicht weg zu diskutieren. Noch dazu hatten sie hier einen recht brauchbaren Gerstensaft. Härtere Getränke hatte Kosch zwar vergebens erfragt, aber war er am Ende mit dem Bier, doch recht zufrieden. &lt;br /&gt;Das Badehaus, das Kelor gewählt hatte, war keines von dessen Stammhäuser. Irgendwie hatte er Angst gehabt, dass sie ihn dort unter Umständen nicht mehr eingelassen hätten, nachdem er mit diesem Zwerg aufgetaucht wäre. Stattdessen wählte Kelor eines etwas außerhalb. &lt;br /&gt;Die zuständige Dame am Empfang hatte auch tatsächlich zuerst die Nase gerümpft, es dann aber scheinbar, als ihre Pflicht angesehen, einen so schmutzigen Reisenden nicht mehr ziehen zu lassen, ohne dass dieser das Meiste seines Schmutzes los geworden wäre.&lt;br /&gt;Kelor betrachtete Kosch, wie dieser endlich aus dem Becken stapfte. Ein warmes Bad in einer jeweils eigenen Wanne hatten sie beide schon hinter sich, worum Kelor mehr als dankbar gewesen war.&lt;br /&gt;Im Anschluss entschied Kelor zur Abkühlung das große Becken zu benutzen, um welches mehrere einfache Holzpritschen angeordnet waren. Der Zwerg machte auch ohne Rüstung eine imposante Figur. Es wölbte sich zwar ein ordentlicher Bauch nach vorne, den sonst wohl die Rüstung etwas im Zaum hielt, aber die sonstigen Muskeln wurden davon nicht geschmälert. Kosch wirkte, als ob alles, was nicht nach oben wachsen sollte, in die Breite gegangen wäre. An seinen Armen sah man, sich dicke Muskelstränge, unter der Haut abzeichnen und sein Hals war von seinem Nacken kaum zu unterscheiden. Sein restlicher Körper stand dem, in Nichts nach. &lt;br /&gt;Kosch schlang sich ein Handtuch um die Hüfte und lies sich dann auf die Pritsche neben Kelor fallen. &lt;br /&gt;„Und? Ich will ja nicht darauf herumreiten, aber ich habe den Eindruck, dass ein Bad nicht die schlechteste Idee war?“&lt;br /&gt;„Ja, ja.“, brummelte der Zwerg in seinen nassen Bart. „Trotzdem wird's sicher keine Gewohnheit werden, auch wenn das Bier recht süffig ist.“ Kelor musste lachen. &lt;br /&gt;Sie blieben nur noch eine kleine Weile, bevor sie sich auf den Weg in die Räume zum Ankleiden machten. Das Silber für eine zusätzliche Massage wollten sie nicht investieren, auch wenn Kelor nur ungern ablehnte und das attraktive Mädchen, eine intensive Erfahrung versprochen hatte. &lt;br /&gt;Der junge Gardist wartete, während Kosch sich in seine schmutzige Rüstung zurück zwängte. Er wünschte sich, dass doch etwas mehr Duftöle im Badewasser gewesen wären, als er sich das alte Metall so besah. Einer Reinigung durch einen örtlichen Schmied hatte Kosch vehement widersprochen. Den Ruhm von Generationen wasche man nicht einfach so ab. Die Rüstungspflege wäre eine äußerst diffizile Angelegenheit, die nur er selbst übernehmen könne. So wie Kelor nun den Zwerg schon kennen gelernt hatte, versuchte er es erst gar nicht weiter. &lt;br /&gt;Während er so an der Wand lehnte und wartete, dass Kosch endlich sämtliche Schnallen und Riemen richtig angelegt und eingestellt hatte, vernahm er zwei weibliche Stimmen aus dem Nachbarraum. Ursprünglich war das Ankleidezimmer größer und für beiderlei Geschlecht vorgesehen, doch hatte man bereits vor einiger Zeit eine einfache Wand eingezogen, um der, in den letzten Sommern, wachsenden Prüderie gerecht zu werden. &lt;br /&gt;„Habt ihr von Westholz gehört?“&lt;br /&gt;„Ja, meine Nachbarin hat es mir erzählt. Schlimm. Einfach nur schlimm.“&lt;br /&gt;„Das liegt nur an diesen heißen Sommern sag ich euch. Aber so ein gewaltiges Feuer... Die Stadt soll vollständig niedergebrannt sein.“&lt;br /&gt;„Ja, das hörte ich auch. Die Leute dort haben alles verloren.“&lt;br /&gt; Kosch war endlich fertig und hatte das Gespräch wohl ebenfalls vernommen. „Westholz... ich glaub, da bin ich vor 'ner Woche noch durch gekommen. Aber völlig niedergebrannt? Aus so viel Holz waren die Häuser doch jetzt auch nicht gerade. Und Stein brennt meist recht schlecht.“ &lt;br /&gt;Kelor sparte es sich, darauf hinzuweisen, dass auch in Weißenburg überwiegend Steinhäuser standen. Trotzdem waren die Dachstühle und auch sonstige Balken, wie so ziemlich überall natürlich aus Holz. Im vergangen Frühjahr hatte ein Feuer, auch hier ein paar der enger zusammen stehenden Häuser erfasst. Kelor, der damals nach den Löscharbeiten Brandwache hielt, hatte gesehen, wie auch Steinhäuser sozusagen vollständig niederbrennen konnten. Er wollte nicht wissen, wie verheerend dieses Feuer in einem so heißen Sommer ausgesehen hätte.&lt;br /&gt;Kosch wiederum hatte zuvor schon von der Bauart seines Volkes erzählt. Dort baute man  nach seiner Aussage tatsächlich fast ausschließlich aus Stein und Metall. Dies war wohl auch der deutlich längeren Lebenserwartung geschuldet. Eine Behausung, die einmal errichtet worden war, sollte Generationen erhalten bleiben, ohne dass ständig Reparaturen durchzuführen seien. Kelor, der eigentlich wenig Sinn für Architektonisches hatte, war nicht umhin gekommen, eine gewisse Neugierde für die Heimat Koschs zu entwickeln. &lt;br /&gt;„Sag ma' Junge, wie kommt's eigentlich, dass ein einfacher Gardist, so viel Wert auf Sauberkeit legt?“, fragte der Zwerg, als sie schlussendlich in die noch immer, schwüle Abendluft traten. &lt;br /&gt;„Das, mein kurzer Freund, ist eine längere Geschichte, die durchaus bei dem ein oder anderen Bier erzählt werden kann. Das nächste geht auf mich.“ &lt;br /&gt;„Narrengold und Hammerbruch. Das soll mir das Bad doch wert gewesen sein.“ Ein Strahlen ging über Koschs Gesicht, als sie sich auf den Weg Richtung Markt machten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Hier endet das 2. Kapitel. Mit dem nächsten Teil beginnt das 3. sowie das eigentliche Fest. Seid auf die Ereignisse gespannt.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-6387716834443009785?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/6387716834443009785/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2012/01/2-kapitel-teil-13-im-badehaus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/6387716834443009785'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/6387716834443009785'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2012/01/2-kapitel-teil-13-im-badehaus.html' title='2. Kapitel Teil 13 - Im Badehaus'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-6401200377175622870</id><published>2012-01-08T12:59:00.000-08:00</published><updated>2012-01-08T13:05:38.264-08:00</updated><title type='text'>2. Kapitel Teil 12 - Im Kerker</title><content type='html'>Der Zwerg Kosch Felsenschmetter hatte längst etwas von der Freude an dieser vermaledeiten Stadt und ihrem blöden Fest verloren. Wie konnte man auch nur so einen Aufstand machen, wegen einer kleinen Keilerei unter Kameraden? Gut, richtige Kameraden waren es ja nicht, aber da sie alle am selben Wettkampf teilnehmen wollten, kam das seiner Definition doch recht nahe. &lt;br /&gt;Merkwürdig fand er auch, dass scheinbar neben dem Bisonkopf, nur er mit zur Wache und anschließend hierher gebeten wurde. Naja, gebeten war auch hier nicht das richtige Wort. Eskortiert traf es da schon besser. Noch dazu mit gezückten Waffen. Er wollte gar nicht wissen, wie viele Soldaten sie mitgeschickt hätten, wenn er seinen Hammer dabei gehabt hätte, statt ihn bei Alef zurück zu lassen. Auf die Idee, dass sie ihm den wohl nicht gelassen hätten, kam er nicht. &lt;br /&gt;So war Kosch nun also, allein in einer Zelle, die man extra für unangenehme Gäste, wie ihn freigehalten hatte. Dabei ging es wohl nicht einmal darum, ihm oder den anderen Gefangenen einen Gefallen zu tun, sondern vielmehr um die Angst der Wärter, eine Auseinandersetzung in den engen Zellen schlichten zu müssen. Normalerweise wäre ihnen eine solche recht egal gewesen, aber  Hauptmann Chrasinius hatte Kontrollen in der Festwoche angekündigt. &lt;br /&gt;Kosch war gerade bestrebt, auf dem Boden eine halbwegs angenehme Sitzposition in seiner Rüstung zu finden – ein Ablegen kam herinnen nicht in Frage für ihn – als er Geräusche vor der Zellentür hörte. Er versuchte schnellstmöglich wieder auf die Beine zu gelangen, doch das kleine Guckfenster der Tür öffnete sich, bevor ihm das gelungen war. &lt;br /&gt;Kelor besah sich mit einem süffisanten Grinsen Koschs verzweifelte Bemühungen.&lt;br /&gt;„Ich hab euch gestern schon gesagt, dass solch ein Ungetüm nichts für die Stadt ist.“&lt;br /&gt;„Ja, ja. Komm lieber rein und hilf mir hoch, Jungchen.“, schnauzte Kosch leicht gereizt zurück. Bei seinen Versuchen wäre er gerade fast auf dem Rücken gelandet. &lt;br /&gt;Kosch hörte, wie die junge Stadtwache ein paar Worte mit jemandem außerhalb seines Sichtfeldes wechselte, während er endlich auf die Beine kam. &lt;br /&gt;„Hmm, das wird nicht möglich sein. Die Wärter haben strikten Befehl die Tür erst wieder zu öffnen, wenn ihr eure Strafe bezahlt habt.“&lt;br /&gt;„Strafe, pah!“ Kosch polterte los. „Ausnehmen woll'n se mich. Wahrscheinlich noch vom Turnier fernhalten.“ Der Zwerg war inzwischen an die Tür heran getreten und stand fast auf den Zehenspitzen, um zu sehen wer dort neben Kelor stand.&lt;br /&gt;„Du da. Ja du. Mach mal nen Satz beiseite, damit ich mit dem Jungen allein sprechen kann.“&lt;br /&gt;Als dieser tatsächlich mit mürrischem Blick ein paar Schritte zurück getreten war, flüsterte Kosch Kelor zu: „Diese Beutelschneider wollen zehn Goldstücke von mir, weil ich angeblich die Keilerei verursacht oder begonnen hätte. Alles Quatsch sag ich dir. Aber wie ich die Lage so bedenke, werd ich das  kaum noch rechtzeitig hinbiegen können.“&lt;br /&gt;Kelor befürchtete Schlimmes: „Also wenn ihr denkt, dass ich euch was auslegen kann, dann seid ihr schief gewickelt.“&lt;br /&gt;„Nein, nein. Das Gold hab ich schon.“ Mit gepresster Stimme fügte er hinzu: „Nur habe ich heute morgen in meinem Dusel den Rucksack in der Herberge zurück gelassen. Das passiert mir sonst nie. Scheiß Würzsoße. Ich nahm nur meine kleine Goldbörse mit und die ist nach den horrenden Anmeldegebühren merklich leichter geworden. Ich trau denen hier aber nich' weiter als ich alle zusammen schmeißen kann. Ich mein... könntest du vielleicht... die Herberge ist ja nicht so weit.“&lt;br /&gt;Kelor war etwas baff. Er fragte sich, womit er das Vertrauen des Zwergs gestern erworben hatte. &lt;br /&gt;„Es soll dein Schaden auch nich' sein. Ich denk, dass ich bei'n Kämpfen ne gute Chance hab, und 'ne gut platzierte Wette sollte 'ne ziemlich, sichre Goldanlage sein.“&lt;br /&gt;Das, was Kelor bereits zuvor von den Wachen in Erfahrung gebracht hatte, lies ihn den Worten fast glauben schenken. Er wusste aber auch, dass solche Geschichten schnell die Runde machten und die Buchmacher ziemlich sicher ihre Quoten anpassen würden, sobald sie von den Qualitäten des Zwergs erführen. Und erfahren würden sie davon.&lt;br /&gt;„Komm schon. Überleg nich' lang. Ich will keinen von 'n Wärtern bitten müssen. Heut Abend biste auch wieder eingeladen.“&lt;br /&gt;Kelor stöhnte zwar innerlich auf, sagte dann aber: „Na gut Felsenschmetter. Aber nur unter einer Bedingung...“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Verwünschungen hatte Kelor noch ihm Ohr, als er von Alef mit Koschs Rucksack wieder zurück kam. Es hatte einige Überredungskunst gebraucht, den Wirt zur Herausgabe zu bewegen. Wenn der den jungen Gardisten nicht so gut gekannt hätte, sowie ohne den gestrigen Abend, hätte er sich sicher die Zähne ausgebissen. Die Auslöse ging dann allerdings schneller von Statten als gedacht. Kelor war überrascht, dass die Wachen tatsächlich irgendwelche Zahlen auf ein Pergament notierten. Scheinbar verlangte das dieser Leutnant Chrostoph, der jedoch während Kelors Besuch schon nicht mehr da war. Es hätte ihn aber auch nicht gewundert, wenn dieser Zettel schon bald wieder verloren gegangen wäre. &lt;br /&gt;Als sie endlich auf der Straße standen, war die Sonne schon fast verschwunden. Vom Stadtinneren drang Festlärm und Musik herüber. &lt;br /&gt;„Jetzt sag. Das war doch vorhin nich' dein Ernst, oder?“, versuchte Kosch sich erneut zu drücken. „Woll'n wir uns nich' lieber direkt ins Getümmel stürzen?“&lt;br /&gt;Kelor blieb hart. „Wie war das gestern mit der Ehre der Zwerge und besonders derer der Felsenschmetter? Sie stehen stets zu ihrem Wort und das ganze Zeug. Alles nur Gerede?“&lt;br /&gt;„Ja, ja. Schon gut. Lass es hinter uns bringen.“&lt;br /&gt;Kelor musste innerlich mehr als lachen und so machten sie sich auf den Weg – für ihn bereits zum zweiten Mal heute – in Richtung eines der Badehäuser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Wie ihr vielleicht schon in den Kommentaren gelesen habt, betrat am 01.01. unsere Tochter das Licht der Welt. Damit ist meine Zeit zwar weiter knapper geworden, aber trotzdem wie versprochen, hier der neue Teil. Viel Spaß damit. &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-6401200377175622870?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/6401200377175622870/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2012/01/2-kapitel-teil-12-im-kerker.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/6401200377175622870'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/6401200377175622870'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2012/01/2-kapitel-teil-12-im-kerker.html' title='2. Kapitel Teil 12 - Im Kerker'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-5900848021388552908</id><published>2011-12-28T23:34:00.000-08:00</published><updated>2011-12-28T23:38:05.779-08:00</updated><title type='text'>2. Kapitel Teil 11 - Zurück auf die Straße</title><content type='html'>Dareck war in der Zwischenzeit aufgestanden und hinter den Vorhang getreten. Als er kurz darauf wieder hervor kam, sagte er nur: „Ich denke, es wird Zeit, dass du wieder zu den Wagen gehst. Dein Vater wird sicherlich mit euch zur Eröffnungsansprache wollen.“&lt;br /&gt;Melton nickte und lies sich von der Bühne herunterrutschen. „Sollen wir dir vorher noch was bringen?“&lt;br /&gt;Dareck schüttelte den Kopf. Als Melton schon los laufen wollte, rief ihn der dunkle Mann, der vor wenigen Augenblicken so verletzlich gewirkt hatte, noch einmal zurück. „Melton, behalt bitte für dich, was ich gerade erzählt habe. Besonders gegenüber deinem Vater und deiner Mutter. Sie würden es nicht gutheißen, wenn sie davon erführen.“&lt;br /&gt;Der Junge nickte zur Bestätigung. Erst als er bereits den halben Rückweg hinter sich hatte, fragte sich Melton, was Dareck eigentlich mit seinem letzten Satz gemeint hatte. Würden seine Eltern Darecks Vergangenheit, oder dass er davon erzählt hatte, nicht gut heißen?&lt;br /&gt;Noch etwas später fiel ihm ein, dass er völlig vergessen hatte, nach dem Katzenwesen zu fragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * *&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Kelor wusste sofort, dass er wahrscheinlich wieder in Schwierigkeiten steckte. Und irgendwie hatte er auch eine Ahnung, mit wem das etwas zu tun haben könnte. Er hatte seinen freien Tag gehabt und diesen auch ausgiebig genutzt, nach der viel zu langen Nacht mit diesem verflixten Felsenschmetter. Naja, eigentlich war der Abend noch ganz unterhaltsam geworden. Der Zwerg kannte Lieder die selbst Alef die Schamesröte ins Gesicht getrieben hatten. Nachdem Kosch dann auch noch den Wirt und Kelor dazu genötigt hatte, selbst einmal den Drachenodem als &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Bierwürzsoße &lt;/span&gt;zu versuchen, war Alef von dessen Wirkung so begeistert, dass er ihm und dem Zwerg einige Runden seiner sonstigen Getränke spendierte und mit ihnen zusammen den Odem, in so ziemlich alles schüttete, was er da hatte. Doch die geschmackliche Verbindung mit einfachem Bier konnte mit nichts anderem übertroffen oder auch nur erreicht werden. An den restlichen Abend konnte Kelor, sich nur noch verschwommen erinnern.&lt;br /&gt;Nachdem er am späten Morgen noch schnell seinen Bericht bei Chrasinius abgegeben hatte, konnte er danach tatsächlich in seinen freien Tag  starten. Endlich kam er zu seinem so ersehnten Besuch im Badehaus und selbst den Markt und die Stände hatte er sich noch anschauen können.&lt;br /&gt;Zurück in die Kaserne kam er dann erst wieder am frühen Abend, wo ihn bereits eine Nachricht von einem, ihm unbekannten Leutnant erwartete. Dies allein wäre eigentlich ungewöhnlich gewesen, da Kelor so gut wie alle anderen der Wachen kannte; als er aber am  Siegel sah, dass es sich um den Zuständigen des Gefängnistraktes handeln musste, wunderte es ihn nicht mehr.&lt;br /&gt;Die Kerkerwachen waren eine eigenständige Einheit, die von vielen, der anderen Soldaten gemieden wurden. Einige der Wärter hätten wahrscheinlich hinter den Gittern einen ebenso passenden Eindruck erweckt, wie als Wachen davor. Es war ein offenes Geheimnis in bestimmten Kreisen, dass der ein oder andere Inhaftierte mit dem richtigen Leumund, bzw. dessen Goldbörse, bereits nach wenigen Stunden, wegen einer „offensichtlichen Verwechslung bei der Festnahme“ entlassen wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er öffnete die Nachricht und las.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;An Kelor, Mann der Stadtwache&lt;br /&gt;bitte kommt zum Kerker unter der Weide. Einer der Insassen brachte euren Namen ins Spiel und ersucht um Eure Anwesenheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Chrostoph&lt;br /&gt;Leutnant der Weide&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Trauerweide, nach der der Stadtkerker benannt war, befand sich direkt neben dem Friedhof. Dort war auch der unterirdische Teil des Gefängnisses gelegen. Von den paar Fenstern des Zellentraktes, die noch oberhalb waren, hatte man einen guten Blick auf den Baum. Dies hatte einen besonderen Grund. Die Weide war ein großer und verkrüppelter, uralter Baum und gleichzeitig auch der Galgenbaum, an dem die zum Tode verurteilten Insassen aufgeknüpft wurden. Während der Feierlichkeiten waren selbstverständlich keine Hinrichtungen vorgesehen. Diese waren in Weißenburg von je her, eher selten. Trotzdem war der Bau derzeit mehr als gut gefüllt. - Solch ein Fest zog natürlich neben den gern gesehenen Gästen, auch allerlei Gesindel und Unruhestifter an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kelor hatte sich seufzend direkt wieder auf die Straßen begeben. Eine drückende Hitze lag noch immer über der Stadt. Für den Abend hatte er noch keine Pläne und die Neugier brachte ihn mit auf den Weg. Dieser Chrostoph hatte ihn nur bitten können, denn auch mit höherem Rang hatte er doch keine direkte Befehlsgewalt über ihn. Trotzdem war es üblicherweise ratsam, einen Offizier nicht zu lange warten zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Tja, Weihnachten und eine fast schlaflose Nacht, mit Besuch im Krankenhaus hat den neuen Teil etwas verzögert. Ich hoffe, ihr seht es mir nach. &lt;br /&gt;Da die Geburt unserer Tochter nun unmittelbar bevorsteht, kann es auch nächste Woche zu einer Verspätung kommen. Ich versuche aber mein Bestes. ;-)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-5900848021388552908?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/5900848021388552908/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/12/2-kapitel-teil-11-zuruck-auf-die-strae.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/5900848021388552908'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/5900848021388552908'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/12/2-kapitel-teil-11-zuruck-auf-die-strae.html' title='2. Kapitel Teil 11 - Zurück auf die Straße'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-1481856230124319355</id><published>2011-12-18T10:05:00.000-08:00</published><updated>2011-12-18T10:07:56.038-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kummer'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Spürer'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Magie'/><title type='text'>2. Kapitel Teil 10 - Dunkle Vergangeheit</title><content type='html'>Dareck spuckte auf den Boden, als ob er einen unangenehmen Geschmack los werden müsste. &lt;br /&gt;„Wie meinst du das? Meinst du richtige... also, ich will sagen &lt;span style="font-style:italic;"&gt;echte &lt;/span&gt;Magie?“ Der Junge war richtig überrascht; noch nie hatte jemand davon etwas erzählt.&lt;br /&gt;Darecks Augen blickten ins Leere. Seine Gedanken schienen zu einem bestimmten Ereignis zurück zu kehren. &lt;br /&gt;„Zauberei, Hexerei, Kräfte, Magie... alles dasselbe. Meine Mutter hatte so eine Fähigkeit. Sie konnte Dinge bewegen, allein durch ihre Gedanken. Nichts Großes, nur so, dass es reichte ein Blatt in der Luft tanzen, oder ein paar Schneeflocken sich im Kreis drehen zu lassen. Ich liebte das, als ich noch klein war. Doch irgendwann bekamen die Menschen scheinbar Angst. Nicht vor meiner Mutter, dazu waren ihre Kräfte viel zu gering. Doch gab es auch welche, die mehr, als nur ein paar Blätter um sich selbst wirbeln lassen konnten. Kannst du dir vorstellen Mel, dass jemand nur durch seinen Willen, einen so starken Wind entfacht, dass er sogar Menschen wegtragen kann?“ Melton schüttelte den Kopf. Das konnte er sich tatsächlich nicht vorstellen.&lt;br /&gt;„Doch, so war es aber. Und das war nicht alles. Andere konnten Wasser aus der Luft erscheinen lassen. Eigentlich nichts Schlechtes, könnte man meinen, doch wenn das Wasser statt auf dem trockenen Feld, in deinem Hals entsteht, dann wird sogar etwas sehr Schlechtes daraus.“ &lt;br /&gt;Darecks Gesichtsausdruck war finster geworden, als er von dieser Zeit erzählte. Auch das Brot hatte er beiseite gelegt. Scheinbar war sein Hunger vergangen.&lt;br /&gt;„Nur wenige hatten überhaupt diese Kräfte und noch weniger waren so mächtig, dass sie anderen damit Schaden konnten. - Doch es genügte. Die Menschen hatten Angst oder waren zumindest verunsichert, besonders die, die selbst bereits Macht, aber keine dieser besonderen Fähigkeiten hatten. &lt;br /&gt;Es fanden sich &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Spürer&lt;/span&gt;, wie sie sich selbst nannten. Menschen, die zwar keine Effekte bewirken, aber dafür die Kräfte anderer irgendwie fühlen konnten. In kleinen Gruppen zogen sie durch die Lande und fanden diejenigen, die sie wahrscheinlich tief im Herzen eigentlich beneideten. Natürlich alles legitimiert und bezahlt von der Gerichtsbarkeit der Landesfürsten oder den Herrschaftshäusern. In manchen Gebieten gab es richtige Kopfprämien.“ Erneut spuckte Dareck aus.&lt;br /&gt;„Aber war das denn nicht gefährlich, wenn es welche mit so mächtigen Kräften gab? Ich meine, die müssen sich doch gewehrt haben.“, hakte Melton ein.&lt;br /&gt;„Oh, die wirklich Mächtigen haben das auch, das kannst du glauben, nur mussten auch sie irgendwann schlafen, denk ich mal. Aber die meisten Spürer haben sich natürlich erst einmal um die gekümmert, die nicht so gefährlich waren.“ &lt;br /&gt;„So wie deine Mutter, oder Dareck?“ Meltons Stimme war leise geworden bei dieser Frage.&lt;br /&gt;„Ja, wie meine Mutter.“ Dareck versank erneut kurz in Schweigen.&lt;br /&gt;„Die meisten wurden weggebracht, ich weiß nicht wohin. Manche kamen zurück, ohne dass sie je wieder ein Spürer behelligt hätte, andere blieben verschwunden. Keiner redete darüber. Mein Vater war im Winter zuvor am Fieber gestorben und meine Mutter wollte mich nicht allein zurück lassen. Es gab niemanden, der sich um mich gekümmert hätte. Sie flehte die Männer an, die mit dem ersten Licht des Tages in unser Haus gekommen waren. Sie wäre doch keine Gefahr. Doch das ließ die Männer kalt. Ob mit oder gegen ihren Willen, sie würden sie mitnehmen, hatte einer der Männer zu ihr gesagt. Wenn sie sich aber so Sorgen, um mich machen würde, könnte er ihr diese gerne abnehmen. Die anderen Männer quittierten das mit einem Lachen, als er mit seinem Messer auf mich zeigte. Und das war das letzte Mal, dass ich meine Mutter sah.“ &lt;br /&gt;Wieder kam es zu einem langen Moment des Schweigens. Melton hatten die Worte tief getroffen. Er konnte sich nicht vorstellen, wie das sein musste, seine Familie zu verlieren. Doch eine Sache musste er noch wissen:„Wann... ich meine, wie alt warst du da?“&lt;br /&gt;„Ich war sieben.“&lt;br /&gt;Nun verstand Melton, weswegen Dareck oft so griesgrämig und finster wirkte. Er hatte schon in jungen Jahren Schreckliches erlebt. Was er danach noch alles durchmachen musste, konnte der Junge nur erahnen. Melton hätte gerne mehr erfahren, aber er wollte Dareck nicht  bedrängen. Er sah, dass es den Messerwerfer sehr bedrückte, darüber zu reden, auch wenn dieser von selbst damit begonnen hatte. &lt;br /&gt;Darecks Erzählung hatte viele Fragen in Melton geweckt. Warum hatte er von diesen Dingen noch nie etwas gehört? &lt;br /&gt;Wahre Magie. Und das nicht nur bei irgendwelchen Höllenwesen. Er musste unwillkürlich an das glutäugige Geschöpf denken, das Chester und auch beinahe Marius auf dem Gewissen hatte. Er konnte es kaum glauben. Woher kamen diese Kräfte und wie hatten sie – wie hatte Dareck es genannt – ausgemerzt werden können? Aber waren sie das wirklich? Straften die Ereignisse, von vor wenigen Tagen diese Aussage nicht Lügen?&lt;br /&gt;Er musste unbedingt mit Syrill hierüber sprechen. Er war sich sicher, dass es sein Bruder jetzt bereuen würde, nicht mit ihm zusammen die Botengänge erledigt zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Bis in einer Woche.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-1481856230124319355?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/1481856230124319355/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/12/2-kapitel-teil-10-dunkle-vergangeheit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/1481856230124319355'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/1481856230124319355'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/12/2-kapitel-teil-10-dunkle-vergangeheit.html' title='2. Kapitel Teil 10 - Dunkle Vergangeheit'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-8321861314996724878</id><published>2011-12-12T01:01:00.000-08:00</published><updated>2011-12-12T01:12:55.224-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dareck'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Magie'/><title type='text'>2. Kapitel Teil 9 - Erinnerungen</title><content type='html'>Der Nachmittag verging etwas zäh. Die beiden Brüder waren überwiegend mit Besorgungen für ihre Mutter beschäftigt und versorgten anschließend noch Marius mit Essen und Trinken. Dieser saß den ganzen Tag gelangweilt am Theater fest und achtete darauf, dass dort nichts weg kam oder beschädigt wurde. &lt;br /&gt;Zum Abend hin fand sich die Truppe dann wieder an der Bühne ein, um das Publikum mit allerlei Kunststücken und Späßen zu unterhalten. Erneut ergriff der Zauber der Darbietungen, die Zuschauer und die Spenden fielen dementsprechend zufriedenstellend aus.&lt;br /&gt;Während Syrill und Melton wieder für die Requisiten zuständig waren, glitt Meltons Blick immer wieder über die zahllosen Passanten. Doch nicht, wie am Vortag aus Faszination, sondern mehr geschuldet einer Mischung aus Besorgnis und Neugier. Er rechnete fast schon damit, dass jeden Moment das Katzenwesen bei ihrem Theater auftauchen und sie mit demselben intensiven Blick beobachten würde, wie heute Mittag die Kämpfer in der Arena. Er wusste  nicht, warum ihn diese Vorstellung so sehr beunruhigte, aber sie tat es.&lt;br /&gt;Selbst in der Nacht, in ihrem Wagen, dachte Melton noch, vor dem Einschlafen über das katzenartige Geschöpf nach. Er nahm sich vor, am nächsten Tag mit Dareck oder seinem Vater zu sprechen. Einer von ihnen hatte sicher schon einmal ein solches Wesen gesehen. Mit der unerklärlichen Gewissheit, dass mehr Wissen ihm das schlechte Gefühl nehmen würde, schlief er schließlich ein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich bekam er schon früh am nächsten Tag Gelegenheit, allein mit Dareck zu sprechen. Syrill versuchte, sich mit Khalid eine Variation ihrer Hochseilkonstruktion einfallen zu lassen, was Melton jedoch nur für einen Vorwand hielt, um nicht wieder Botengänge für ihre Mutter erledigen zu müssen. Er konnte sich nicht vorstellen, was Syrill hier wirklich hätte beitragen können. Wäre ihm dies selbst nicht so gelegen gekommen, wäre er wohl böse auf seinen Bruder gewesen. &lt;br /&gt;So nahm er es hin, dass er alleine durch die Gegend geschickt wurde. Seine Mutter zweifelte zwar kurz, ob es nicht doch etwas zu gefährlich sei, für einen der Jungen allein, doch Melton versuchte einen selbstbewussten Eindruck zu machen und überzeugte sie so schließlich. Immerhin waren sie die Straßen bereits gestern, mehrmals abgelaufen und sie schärfte ihm ein, keine eigenständigen Streifzüge zu unternehmen.&lt;br /&gt;Aber das hatte Melton sowieso nicht vor. Er ging also auf direktem Weg zum Platz ihres Theaters, wo heute früh Dareck mit dem Aufpassen betraut war. Im Prinzip war es eine reine Vorsichtsmaßnahme von Hastor, der Angst hatte, jemand könne seine Konstruktion ausspähen. Dinge von materiellem Wert, waren außerhalb der Vorstellungen sowieso nicht in der Nähe der Bühne. Dementsprechend lax wurde die Morgenwacht auch gehandhabt, wie Melton feststellen konnte, als er mit frischem Brot und einem Krug Wasser bei Dareck eintraf. Dieser war gerade aufs intensivste beschäftigt, Freundschaft mit einer jungen Magd zu schließen. Melton kannte das schon. Er hielt sich diskret zurück und besah sich die Wagen in unmittelbarer Nähe. Als das Mädchen sich endlich verabschiedete, winkte der Messerwerfer Meton zu sich. &lt;br /&gt;„Hättest ruhig herkommen können.“, meinte Dareck mit vollem Mund, nachdem er herzhaft abgebissen hatte. Melton winkte ab. Er setzte sich neben Dareck auf den Bühnenrand und lies die Beine baumeln. Irgendwie wusste er nicht richtig, wie er beginnen sollte. Aus Darecks Richtung kam noch der unverkennbare Geruch billigen Biers. Scheinbar hatte er eine kurze Nacht gehabt. Ein gutes Zeichen für ein lockeres Gespräch, wie Melton fand.&lt;br /&gt;„Na, wie gefällt dir die Stadt?“, fragte Dareck plötzlich. „Ziemlich groß, hm?“&lt;br /&gt;Der Junge nickte.&lt;br /&gt;„Ich bin in so einer aufgewachsen, weißt du? Nicht ganz &lt;span style="font-style:italic;"&gt;so&lt;/span&gt; groß, aber vergleichbar. War viel auf den Straßen zu Hause, gerade in deinem Alter.“ &lt;br /&gt;Melton sah ihn an. Davon hatte er noch nie erzählt. &lt;br /&gt;„War eine harte Zeit, aber hat mich viel gelehrt. Hat meine Hände erst so geschickt gemacht, wie sie heute sind.“ Dareck zwinkerte ihm zu.&lt;br /&gt;„Entschuldige, ich bin wohl gerade etwas rührselig. Aber dieses Weißenburg weckt irgendwie alte Erinnerungen.“ Dann nahm er einen großen Schluck aus dem Krug. &lt;br /&gt;„Schon gut, erzähl bitte weiter. Wieso warst du auf der Straße?“ Melton versuchte das Gespräch am Laufen zu halten, auch weil es ihn interessierte, aus der Vergangenheit seines Freundes zu hören. "Was war denn mit deinen Eltern?"&lt;br /&gt;Doch Dareck schwieg.&lt;br /&gt;Sie saßen beide nur da und beobachteten die Passanten, die vorbei gingen. Gerade als Melton  einen Versuch wagen wollte, das Gespräch wieder in Gang zu bringen, sprach Dareck weiter.&lt;br /&gt;„Weißt du, es war alles anders damals, als die Spürer umgingen.“ &lt;br /&gt;Melton schaute ihn fragend an: „Spürer?“&lt;br /&gt; „Ja, damals als die Magie verschwand.“ Melton machte große Augen.&lt;br /&gt;„Naja, verschwand ist wohl der falsche Ausdruck... ausgemerzt  trifft es besser.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Tschuldigung, bin heute leider etwas zu spät dran. Ich hoffe aber, dass der Teil etwas dafür entschädigt. Weiter gehts in einer Woche.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-8321861314996724878?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/8321861314996724878/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/12/2-kapitel-teil-9-erinnerungen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/8321861314996724878'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/8321861314996724878'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/12/2-kapitel-teil-9-erinnerungen.html' title='2. Kapitel Teil 9 - Erinnerungen'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-4559812704092828499</id><published>2011-12-04T03:03:00.000-08:00</published><updated>2011-12-04T03:32:19.716-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Beobachten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Katze'/><title type='text'>2. Kapitel Teil 8 - Ein Beobachter</title><content type='html'>Die Zuschauer auf den Rängen johlten und es dauert bei dem Lärm nicht lange bis weitere hinzukamen. Doch nicht nur Schaulustige wurden langsam aufmerksam. Erste Soldaten der Stadtwache kamen ebenfalls auf den Platz gestürmt, doch waren die erst einmal ratlos bei der schieren Menge, an vor Kraft strotzenden Kreaturen. &lt;br /&gt;Erst als sich eine deutlichere, zahlenmäßige Überlegenheit eingestellt hatte und ein entschlossener Truppführer zum Einsatz rief, kam Bewegung in die Gerüsteten. &lt;br /&gt;Das Publikum quittierte dies mit lauten Buh- und Schmährufen, doch als sich zeigte, dass die Wachen eher Farbe ins Spiel brachten, statt für ein zügiges Ende zu sorgen, schwang man schnell wieder zu Anfeuerungen um. &lt;br /&gt;„Schau, jetzt geht er unter.“ Tatsächlich kam mit Meltons Ausspruch endlich, der hitz- und bisonköpfige Koloss zu Fall. Der Zwerg und drei Stadtwachen hatten sich auf ihn geworfen und niedergerungen. &lt;br /&gt;An anderen Stellen erging es den Kämpfenden ähnlich. Die Wachen gingen meist zu zweit auf einzelne Kontrahenten, die sich noch immer in die Keilerei warfen. Die, die bereits mehrfach zu Boden gegangen waren, oder einfach genug hatten, zogen sich bereits aus dem Getümmel zurück, in Richtung der Ränge. &lt;br /&gt;Erneut machten die Zuschauer ihrem Unmut zwar deutlich Luft, doch waren die Sprüche und Chöre immer wieder von lautem Lachen begleitet. Die meisten saßen bequem auf den Bänken und hatten einfach nur das Schauspiel genossen. Es war jedoch recht deutlich, dass dieses nun sein Ende fand. Außer Syrill und Melton stand nur noch ein weiterer Zuschauer ganz vorne und beobachtete das Geschehen augenscheinlich aufmerksam. Melton war zwar nicht aufgefallen, wie dieser, nur wenige Schritt neben ihnen, ebenfalls nach vorne getreten war, doch dafür blieb jetzt sein Blick an ihm hängen. &lt;br /&gt;Solche eine Gestalt hatte er bisher noch nie gesehen, womit es ihm genau wie Meister Berelon, am Abend ihrer Ankunft erging. Ein katzenhaftes Wesen auf zwei Beinen mit rötlichem Pelz und dunklen Streifen. Das Gesicht hatte kaum menschliche Züge und die Haltung wirkte leicht angespannt, als wollte das Wesen jeden Moment nach vorn - und auf allen Vieren davon  springen. Doch dies passierte nicht. Stattdessen ging das Katzenwesen am Rand der Tribüne herum, in Richtung der Männer, die sich gegenseitig auf die Ränge hochzogen und erschöpft Platz nahmen. Dort blieb das fremdartige Wesen stehen und schien dann, wieder konzentriert den Platz zu beobachten. &lt;br /&gt;In der Zwischenzeit war an den meisten Stellen etwas Ruhe eingekehrt, wie Melton feststellte. So ziemlich alle Kämpfe waren beendet, doch dafür hatte sich in der Mitte eine kleine diskutierende Gruppe gebildet. Mehrere der Kraftwettkämpfer versuchten scheinbar den Wachen, die Ursache und den Hergang der Auseinandersetzung zu erklären. Den bisonköpfigen Hünen führten mehrere der Soldaten vom Platz und auch die Tribünen leerten sich bereits. Man ging scheinbar nicht mehr davon aus, dass hier noch etwas Interessantes geschehen würde.&lt;br /&gt;„Was meinst du?“, fragt Syrill seinen Bruder. „Sollen wir uns auch auf den Weg machen? Die Sonne brennt ganz schön.“&lt;br /&gt;Melton schaute nach oben und stellte fest, dass sie fast ihren Zenit erreicht hatte. Der Himmel war strahlend blau und es gab hier keinerlei Schatten, der etwas Schutz hätte bieten können. Er nickte und zusammen mit weiteren Zuschauern verließen auch sie, die Reihen der Holzbänke. Als sie die Straße wieder betraten, hatten die sich, in der kurzen Zeit, bereits weiter gefüllt. Sie gingen den Weg, der an der Tribüne entlang führte und ließen diese schließlich hinter sich. &lt;br /&gt;„Ich glaub unser Theater befindet sich eine oder zwei Parallelstraßen weiter. Lass und hier rein gehen.“, und Syrill lenkte seinen Schritt in eine weniger gefüllte Seitengasse, deren Ende seiner Meinung nach, genau dorthin führen sollte. &lt;br /&gt;Melton folgte ihm. Die Gasse war schmal und nur zwei jüngere Frauen, kamen ihnen entgegen. Diese tuschelten und wanden ihren Kopf immer wieder dorthin, woher sie kamen. Als die Jungen sie passiert hatten, sah Melton auch weswegen. In einigem Abstand vor ihnen ging das katzenartige Wesen. Ein merkwürdiges Gefühl überkam ihn, ohne dass er dieses einordnen oder erklären konnte. Beklemmung? Anspannung? Er wusste es nicht. Automatisch verlangsamte er seinen Schritt. &lt;br /&gt;Syrill, der dies bemerkte, fragte ihn: „Was ist? Willst du mal austreten?“ &lt;br /&gt;Melton schüttelte nur den Kopf und machte dann eine kurze Bewegung in Richtung der Katze. Syrill folgte seinem Blick und sah gerade noch, wie das Wesen eine Tür öffnete und eines der Gebäude, innerhalb der Gasse betrat. &lt;br /&gt;„Was denn?“&lt;br /&gt;Melton wusste nicht, was er sagen sollte. Das komische Gefühl war noch da, aber er wollte es seinem Bruder gegenüber nicht zugeben. Er hatte Angst, dass dieser ihn auslachen oder der Meinung sein könnte, dass er nach den letzten Ereignissen überreagierte.&lt;br /&gt;Stattdessen sagte er: „Nichts. Ich habe nur so ein Geschöpf noch nie gesehen.“ &lt;br /&gt;Syrill, der die Katze zuvor auf der Tribüne nicht bemerkt und auch jetzt nur von weitem gesehen hatte, zuckte nur mit den Schultern. Dann ging er weiter. Melton beeilte sich, zu ihm aufzuschließen, beäugte jedoch noch immer argwöhnisch das Gebäude. Im Vorbeigehen meinte er, eine leichte Bewegung, hinter einem der dunklen Fenster zu sehen, aber er war sich dessen nicht sicher. Dann tauchten sie wieder, in das rege Treiben einer der Hauptverkehrsstraßen und erreichten schon bald ihr Theater. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Wie ihr sicher schon festgestellt habt, findet ihr derzeit nur noch wöchentlich einen neuen Teil hier. Das liegt daran, dass ich etwas Zeit schinden möchte, da schon bald unsere Tochter kommen wird und ich dann noch etwas Text in der Hinterhand haben möchte. Zur Zeit schaffe ich es einfach nicht, mehr zu schreiben, als ich veröffentlichen möchte, weswegen das Textpolster deutlich dünner wird.&lt;br /&gt;Den nächsten Teil findet ihr also im Lauf der Woche.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-4559812704092828499?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/4559812704092828499/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/12/2-kapitel-teil-8-ein-beobachter.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/4559812704092828499'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/4559812704092828499'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/12/2-kapitel-teil-8-ein-beobachter.html' title='2. Kapitel Teil 8 - Ein Beobachter'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-6167182976608453846</id><published>2011-11-27T13:05:00.000-08:00</published><updated>2011-11-27T13:19:29.559-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Keilerei'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bison'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Arena'/><title type='text'>2. Kapitel Teil 7 - Die Arena</title><content type='html'>Syrill und Melton schlenderten über den Markt. Die meisten Stände hatten bereits eine kleine Weile geöffnet, doch der Andrang war zurzeit überschaubar. Noch war das Fest ja auch nicht offiziell eröffnet. Das sollte erst morgen, zur Mittagsstunde geschehen. Daher konnten es sich die beiden Brüder auch erlauben, auf Erkundungstour zu gehen. Die nächste Vorstellung ihrer Truppe sollte erst wieder am frühen Abend stattfinden. &lt;br /&gt;Wie sich zeigte, gab es hier für jeden Beutel etwas. Dementsprechend vielfältig waren auch die Stände. Von einfachen Zelten, mit duftenden Kräutern in der Auslage, zu massiven, extravaganten Holzverschlägen, mit funkelnden Schmuckstücken und entsprechender schwerer Bewachung. Bei einigen von diesen ungewöhnlichen Bauten war Syrill sich sicher, dass diese extra nur für dieses Fest, von einheimischen Ladenbesitzern errichtet worden waren. Wobei er schon fahrende Händler erlebt hatte, die in ihrer Aufwändigkeit, manchem hier Gebotenen nur wenig nachstanden. Sein geschultes Auge sah aber recht schnell, welche Art von Stand einem regelmäßigem Auf- und Abbau standhalten würde und welches Ungetüm, wohl eher abgerissen werden musste, um es vernünftig wieder von diesem Platz zu bekommen. &lt;br /&gt;Doch trotz der schieren Menge an Angebotenem, konnte sie nichts so richtig begeistern. Auch waren ihre finanziellen Möglichkeiten eher bescheiden. So machten sie direkt einen Bogen, wenn der jeweilige Stand bereits mit einem Leibwächter, das mögliche, ernsthafte Klientel aussortierte. Die Vergnügungsattraktionen hatten, wie die Jungen zu ihrer Enttäuschung feststellen mussten, ebenfalls zu dieser Stunde ihren Betrieb noch nicht aufgenommen und so genehmigten sie sich am Ende jeder einen Schmalzkuchen. Das süße Gebäck aus der gewaltigen Pfanne, in der das siedende Schweinefett nur so schäumte, wenn der flüssige Teig hinein gegossen wurde, roch auch wirklich zu verlockend. Danach machten sie sich langsam auf den Weg zurück. &lt;br /&gt;Sie waren noch nicht allzu weit gekommen, als ein lauter Schrei sie innehalten lies. Der tief dröhnende Laut kam offensichtlich von hinter einer Art Tribüne her. Ein einfaches hölzernes Gebilde war errichtet worden, um den Zuschauern einen besseren Blick auf das zu ermöglichen, was sich dahinter abspielte. Wenige Schritte weiter war ein Aufgang, der zu den erhöhten Sitzreihen führte. Dort angelangt, sahen sie vor sich einen rechteckigen Platz, der von ihrer und zwei weiteren Tribünen eingerahmt wurde. Auf der letzten Seite war er offen, so dass man von dort bequem den Platz betreten konnte. Die Sitzplätze waren nur von wenigen Besuchern besetzt, die wohl ebenfalls nur die Neugier her gelockt hatte. Syrill und Melton suchten sich einen Platz weit vorne, um einen besseren Blick auf das zu erhalten, was sich dort abspielte. &lt;br /&gt;Es waren mehrere, unterschiedlich hohe und massiv aussehende Steinsockel auf dem Platz verteilt. Auf dem Boden um jeden der Sockel, waren sechs verschieden große Steinkugeln angeordnet, von denen man keine als klein bezeichnen konnte. Dazwischen standen oder liefen mehrere Gestalten umher, die scheinbar nur aus Muskeln zu bestehen schienen. &lt;br /&gt;„Puh.“, machte Melton. „Da könnte sich ja sogar Marius noch eine Scheibe von abschneiden.“ Er hatte noch nie solch muskulöse Körper gesehen. &lt;br /&gt;Nicht alles waren Menschen, die dort unten die Aufgabe, die es während der Wettkampftage zu meistern galt, besahen und sich auch bereits daran versuchten. Einer der Athleten hatte den Kopf eines Bisons, ein anderer zwar menschliche Gesichtszüge, aber dennoch zwei gewaltige gedrehte Hörner, die an einen Widder erinnerten. Dieser umgriff gerade eine der größeren Kugeln und mühte sich, diese auf den Sockel zu heben. Mit einem tiefen Grunzen, das in einen lauten Schrei überging schaffte er es schließlich auch. Sein nackter Oberkörper glitzerte vom Schweiß, der ihm in Strömen aus den Poren trat. &lt;br /&gt;Die meisten der Männer dort unten trugen nur wenig, was ihren Oberkörper hätte verhüllen können, so als wollten sie sich gegenseitig bereits, allein mit der schieren Muskelfülle beeindrucken und einschüchtern. Nur einer stach hierbei deutlich aus der Menge hervor, indem er darauf scheinbar keinen Wert legte. Trotzdem war sein Anblick für Syrill und Melton nicht minder beeindruckend. &lt;br /&gt;„Dass der sich nicht ständig selbst weh tut. Und was ist das für ein Ungetüm, das er da auf dem Kopf trägt?“ &lt;br /&gt;Sie beobachteten den Zwerg in der ungewöhnlichen Rüstung, die dieser trotz der baldigen Mittagshitze trug. Scheinbar mühelos war er gerade dabei, einen der Steine vom Boden auf eines der kleineren Podeste zu hieven. Tatsächlich vollführte er das mit soviel Schwung, dass die Kugel erst gar nicht in der Vertiefung des Sockels liegen blieb, sondern sofort wieder auf der anderen Seite herunter polterte. &lt;br /&gt;„He da. Pass gefälligst auf, du dämlicher Ochse!“, rief einer der Männer, dem die Kugel fast über den Fuß gerollt wäre. &lt;br /&gt;„Oh, oh. Das hätte er besser nicht sagen sollen. Schau mal da rüber.“, lenkte Melton Syrills Aufmerksamkeit nach links.&lt;br /&gt;Der alle auf dem Platz, um mindestens eine Kopfgröße überragende Hüne mit dem Bisonkopf, hatte sich dem Mann zugewandt. &lt;br /&gt;Laut genug, dass es der ganze Platz hören konnte, röhrte dieser wutentbrannt: „Wen nennst du hier &lt;span style="font-style:italic;"&gt;dämlicher Ochse&lt;/span&gt;?“&lt;br /&gt;In die verdutzte Sprachlosigkeit des Mannes, rief da der Zwerg plötzlich: „Na, ist das nich' offensichtlich? Aber ich werd das schon regeln.“, und trat damit einen Schritt zur Seite, um den Sockel zu umrunden. &lt;br /&gt;„Einen Dreck wirst du!“ Der Bisonkopf, der auch diesen Ausspruch wohl missgedeutet hatte, explodierte förmlich, sprang nach vorne, an dem Zwerg vorbei und erreichte mit nur wenigen Schritten den völlig perplexen Mann. &lt;br /&gt;Innerhalb weniger Lidschläge war dort die wildeste Keilerei ausgebrochen, die die Jungen je gesehen hatten. Scheinbar war der Angegriffene des Bisonkopfes nicht allein hier, denn selbstlos und kurzentschlossen griff ein neben ihm stehender und recht ähnlich aussehender junger Mann in den Kampf mit ein. Der Zwerg, der sich offensichtlich seines Frühsports beraubt sah, warf sich ebenfalls lautstark protestierend dazwischen und riss dabei, einen weiteren bisher völlig Unbeteiligten einfach mit. Am Ende war so ziemlich der gesamte Platz verwickelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Der neue Teil folgt im laufe der kommenden Woche.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-6167182976608453846?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/6167182976608453846/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/11/2-kapitel-teil-7-die-arena.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/6167182976608453846'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/6167182976608453846'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/11/2-kapitel-teil-7-die-arena.html' title='2. Kapitel Teil 7 - Die Arena'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-6160567670775083453</id><published>2011-11-22T00:19:00.000-08:00</published><updated>2011-11-22T00:35:22.726-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kater'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Buntes Treiben'/><title type='text'>2. Kapitel Teil 6 - Eindrücke</title><content type='html'>&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Da seh ich doch gerade zu meiner Schande, dass es den neuen Teil nicht richtig hoch geladen hatte. Asche auf mein Haupt. Hier also etwas verspätet die Fortsetzung.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Syrill und Melton schufteten ebenso wie alle anderen. Sie verschraubten Balken, die die erwachsenen Männer hielten und fädelten dünne Lederschnüre durch die Ringe in den Streben für den Vorhang. Mehrere bemalte Leinwände, als Hintergrund für die jeweilige Vorführung, mussten in die am Boden vorgesehenen Schächte eingesetzt werden. Hastor war zu recht sehr stolz auf seine, überwiegend eigene, Konstruktion, die sich auch deutlich von anderen Theatergruppen abhob. Manche, die sich bereits an Nachbauten versucht hatten, waren am Ende an sich verhedderten Schnüren und anderen Problemen gescheitert.&lt;br /&gt;Als die Bühne endlich stand, war es bereits später als geplant. Die Männer und Frauen hatten nur noch kurz Zeit, für eine schnelle Erfrischung und warfen sich dann auch bereits in ihre Kostüme. Die Jungen waren normalerweise für die Bedienung der verschiedenen beweglichen Bühnenbilder verantwortlich, doch da dieses Mal keine vollständige Geschichte erzählt wurde und diverse Bilder nur im Kontext einer solchen einen Sinn ergab, konnten sie sich überwiegend auf das Zureichen der Requisiten beschränken. Hastor wusste, dass kaum einer der vielen Schaulustigen sich eine komplette Vorstellung ansehen würde. Nicht, wenn aus allen Richtungen um die Gunst der Besucher gebuhlt wurde. Zu vielerlei war das Angebot auf dem Markt. Außerdem gab es hier natürlich nicht die Möglichkeit Sitzplätze anzubieten, die man zu einem festen Obolus hätte verkaufen können.&lt;br /&gt;Also kam es zu einer losen Aneinanderreihung verschiedenster Einzelnummern, die immer wieder, durch kleinere Zwischenpausen kurzzeitig unterbrochen wurden. In diesen gingen die jüngeren Frauen, wie auch Männer zu ihren jeweiligen geschlechtlichen Gegenstücken und versuchten das ein oder andere Geldstück zu bezirzen. Die Ausbeute war, wie zu erwarten, nicht die Schlechteste und die Vorstellung ging, ohne erwähnenswerte Zwischenfälle vonstatten.&lt;br /&gt;Für Syrill war es dazu noch ruhiger als sonst. Er nahm normalerweise, seit fast einem Jahr, bei den Vorstellungen einen aktiveren Part ein, indem er bei einer Seiltanznummer sein Geschick unter Beweis stellte. Doch hier war es nicht möglich gewesen, die benötigten Hochseilpfeiler zu verankern, weswegen er und Khalid ihren gemeinsamen Auftritt hatten ausfallen lassen müssen. Syrill war das nur recht. Auch wenn er gerne auf dem Seil war und mit dem dunkelhäutigen Khalid verschiedene waghalsige Manöver vollführte, so nahm ihn doch das Treiben hier gefangen.&lt;br /&gt;Fast jedes Mal waren sie eine der Attraktionen auf den Märkten und nur wenig konnte von der Anziehungskraft an ihre Truppe herankommen. Doch in Weißenburg war das anders. Es gab gewaltige Bauten, deren Funktion er von weitem nur erahnen konnte, bunte Stände mit leuchtenden Fontänen in einem unregelmäßigen Rhythmus. Konkurrierende Gaukler auf hohen Stelzen, die durch die Menge schritten und versuchten das Publikum zu ihren eigenen Veranstaltungen weg zu locken. Er selbst war sogar das ein oder andere Mal versucht, sich entführen zu lassen.&lt;br /&gt;Auch Melton sah mit großen Augen zu den anderen Ständen und vergaß nicht nur einmal das Zureichen eines Musikinstruments oder großen Messers. Doch heute bot sich keine Gelegenheit mehr, ihre Neugier zu befriedigen. Der nächste Tag sollte das jedoch ändern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * *&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Schon am Morgen begann das Jahr zu zeigen, dass es seinem Sonnenstern endlich wieder die volle Kraft verliehen hatte. Der goldene Ball am Himmel strahlte in einer Intensität, die für den Tag viel Schweiß und noch mehr Durst vorhersagte.&lt;br /&gt;Kosch schaute nach oben, zu dem blauen Himmel und wischte sich mit dem Handrücken, über die bereits feuchte Stirn. Er besah sich die Tropfen auf seiner Haut und grummelte nur: „Was 'ne Verschwendung.“&lt;br /&gt;Er war schon verhältnismäßig früh, nach der durchzechten Nacht aufgebrochen, um dem größten Gedränge in den Straßen zu entgehen. Auch den Weg hatte er sich dieses Mal genau erklären lassen und gut eingeprägt. Ein Herumirren, wie am gestrigen Abend wollte er  vermeiden und die ständigen Verwünschungen, wenn er wieder mit seiner Rüstung und deren Stacheln einem arglosen Passanten zu nahe gekommen wäre, ohne das dieser hätte ausweichen können, wären ihm doch etwas aufs Gemüt geschlagen. So hatte er es sich zumindest überlegt, nachdem ein, nicht mehr länger zu ignorierender Kopfschmerz, ihn vom weiteren Schlaf abgehalten hatte.&lt;br /&gt;Doch leider war das Eintragen bei den Wettbewerben nicht ganz nach seinen Vorstellungen verlaufen. Der tattrige Schreiberling hatte auf die Frage nach den teilzunehmenden Wettbewerben, seine brummige Antwort „Bei allen!“ offensichtlich für einen unverschämten Scherz gehalten. Erst als Kosch einen recht prallen Beutel mit Goldstücken unter der Rüstung hervor gezogen hatte, schien der Alte seinen Wunsch doch kurz zu überdenken.&lt;br /&gt;Doch nach einiger Diskussion und irgendwelchen hitzigen Erklärungen, denen Kosch noch nicht recht folgen konnte – irgendetwas mit Überschneidung im Zeitplan und verschiedenen zu weit von einander entfernten Kampfstätten – hatte man sich geeinigt. Auch musste sich der stämmige Zwerg eingestehen, dass Hühner fangen und Lanzenstechen hoch zu Roß, nicht ganz seinen Vorstellungen entsprach. Wer konnte denn auch ahnen, dass die Stadt es dermaßen mit den Wettbewerben übertreiben musste? Für Koschs Vorstellung wäre eine einfache Keilerei oder eben ein bewaffneter Kampf am Boden absolut ausreichend gewesen. Nun nahm er bei beidem teil und konnte sogar noch durchsetzen, an ein paar Kraftdisziplinen mit dem großen Stein, teilnehmen zu dürfen. Der Schreiber hatte nur mit den Achseln gezuckt und gemeint 'es sei ja schließlich Koschs Geld'.&lt;br /&gt;Nun stand der Zwerg also schwitzend vor der Amtsstube und überlegte, wie er den angebrochenen Morgen weiter nutzen sollte. Da ihm noch immer nicht nach einem Frühstück stand, entschied er sich erst einmal, die Austragungsorte der Wettkämpfe zu besichtigen. Es war schließlich nie verkehrt, die Umgebung eines bevorstehenden Kampfes zu kennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Den nächsten Teil findet ihr hier im Laufe der Woche.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-6160567670775083453?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/6160567670775083453/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/11/2-kapitel-teil-6-eindrucke.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/6160567670775083453'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/6160567670775083453'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/11/2-kapitel-teil-6-eindrucke.html' title='2. Kapitel Teil 6 - Eindrücke'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-2859341283618560342</id><published>2011-11-13T13:38:00.000-08:00</published><updated>2011-11-14T04:40:41.391-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gücksfall'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Chrasinius'/><title type='text'>2. Kapitel Teil 5 - Ein Glücksfall</title><content type='html'>„Es freut mich außerordentlich Euch wieder bei uns begrüßen zu dürfen, alter Freund.“ Hauptmann Chrasinius schüttelte überschwänglich Hastors Hand. „Und wie ich sehe, bringt Ihr Unterstützung mit.“ Mit einem freundlichen Lächeln nickte der Hauptmann den beiden Jungen zu.&lt;br /&gt;„Das sind Syrill und Melton. Meine beiden Söhne.“ Chrasinius musterte sie aufmerksam. „Sie sind zum ersten Mal in eurer schönen Stadt und das, auch noch gleich zu solch einem Fest. Ich muss Euch wirklich ein Lob aussprechen. Eure Ausrufer haben scheinbar wahrlich, vorzügliche Arbeit geleistet, bei derart vollen Straßen. Auch euer Marktplatz scheint bereits bestens bestückt zu sein.“&lt;br /&gt;„Wohl wahr, wohl wahr. Aber setzt euch doch erst einmal.“&lt;br /&gt;Hastor und die Jungen kamen der Aufforderung nach und setzten sich auf ein bequemes Sofa neben dem Kamin, auf das der Hauptmann gewiesen hatte. Er selbst nahm in einem hohen Ohrensessel, ihnen gegenüber Platz. Auf einem kleinen Tisch, in der Mitte der Sitzgruppe standen noch Becher und Wein von vorherigem Besuch.&lt;br /&gt;„Ihr habt Recht. Die Ausrufer waren tatsächlich sehr erfolgreich. Doch nicht auf meinen Wunsch, da dürft Ihr euch versichert sein. Diese Ehre gebührt allein dem Rat der Herrschaftshäuser. Mir selbst war der Zulauf des bisherigen Festes mehr als ausreichend. Wie Ihr euch sicher denken könnt, bietet solch ein Ereignis für die Stadtwache eher wenig Grund zum Feiern und bedeutet nichts als Arbeit und Ärger.“ Hastor nickte verständnisvoll, ohne zu unterbrechen.&lt;br /&gt;„Prügeleien zwischen Besoffenen und die Vielzahl  kleiner Diebereien sind nur die Spitze der Lanze. Der Rat hat sehr konkrete Vorstellungen, wie sein Fest abzulaufen hat und möchte penibelst über völlig unwichtige Vorkommnisse informiert sein, sodass ich derzeit mehr mit Berichten beschäftigt bin, als ich es in meiner ganzen bisherigen Amtszeit zusammen war.“ Chrasinius war während seinen Ausführungen noch einmal aufgestanden und zu einem Schrank an der Wand getreten, um frische Becher und eine weiteren vollen Krug zu bringen. Auch Syrill und Melton schenkte er davon ein. Danach nahm er ebenfalls wieder Platz.&lt;br /&gt;„Aber nun gut. Zumindest für euch werden die Anweisungen unseres Rats zum Vorteil gereichen.“&lt;br /&gt;Hastor zog fragend eine Augenbraue hoch. „Wie meint Ihr das?“&lt;br /&gt;Die Männer hatten bereits einen tiefen Zug aus ihren Bechern getan und auch Syrill nippte nun vorsichtig an dem seinen. Es war ein sehr milder und fruchtiger Wein, der zusätzlich scheinbar noch mit etwas Wasser verdünnt worden war. Der Schrank hatte ihn zudem recht kühl gehalten, sodass es ein wirklich erfrischendes Getränk abgab.&lt;br /&gt;„Nun, die Ratsherren haben für Spätankömmlinge mit einem renommierten Ruf, so wie Ihr also, mehrere Plätze in der Stadt freihalten lassen. Es kann sein, dass man dies mit etwas Nachdruck durchsetzen werden muss, aber das soll nicht Euer Problem sein. Die Anweisungen waren unmissverständlich.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wer hätte das gedacht? Es scheint, als hätten wir hier zumindest etwas Glück.“ Sie waren soeben aus Chrasinius' Amtsgebäude getreten und Hastor schien tatsächlich recht erleichtert und das Erzählte für die Gruppe ein richtiger Glücksfall. Chrasinius wollte ihnen zum morgigen Sonnenaufgang einen Boten schicken, der ihnen den Platz weisen sollte. Melton hatte hierbei zwar leise aufgestöhnt, doch eine spätere Uhrzeit wäre kaum praktisch gewesen, bei den überquellenden Straßen.&lt;br /&gt;„So, das bedeutet ihr dürft euch jetzt für genau eine Sache entscheiden, die wir heute noch unternehmen und dann machen wir uns auf den Weg zurück. Die Nacht wird kurz.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So sollte es auch sein. Die Jungen wollten es sich natürlich nicht nehmen lassen, wenigstens einmal über den Marktplatz zu schlendern, was an sich schon eine abendfüllende Beschäftigung war. Einmal im Tumult war ein schnelles Durch- oder auch wieder Zurückkommen fast ausgeschlossen. So mussten sie sich von den Massen treiben lassen und waren fast vollauf beschäftigt, dabei zusammen zu bleiben. Kurze Blicke im Vorbeigehen auf die jeweiligen weniger umringten Stände waren alles, was sonst noch möglich war, bevor sie sich wieder auf den Rückweg zu den Wagen machten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * *&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Der nächste Tag bedeutete für alle von den Schaustellern mehr als genug zu tun. Zwar konnten nicht sämtliche Wagen, in der Nähe des Platzes für die Bühne aufgestellt werden und blieben somit dort wo sie waren, doch mussten natürlich trotzdem alle Bauten und Requisiten dorthin geschafft werden. Je weiter der Tag fort schritt, desto beschwerlicher wurde die Arbeit. Die Straßen wurden wieder voll und die bereits vorhandenen Stände gut besucht. Hastor gab seiner Gruppe vor, eine erste improvisierte Vorstellung am frühen Abend abzuhalten, was den ersten Schaulustigen auch immer wieder zugerufen wurde.&lt;br /&gt;„Meister Hastors fahrendes Theater. Spannung, Artistik, Gaukelei. Freut euch, auf sich drehende, menschliche Zielscheiben, verbundene Augen und fliegende Messer. Jonglage mit brennenden Keulen in einer Zahl, wie ihr sie nie zuvor gesehen habt und so mancher von euch sicher nicht einmal bis dorthin zu zählen vermag. Zersägte wunderschöne Meiden, ohne dass ihnen ein Haar gekrümmt wird und verschwundene Schwiegermütter, die, so die Götter  wollen, niemals wieder gesehen werden. Bringt also mit, wen ihr mögt und schickt uns auch die, die ihr nicht ganz so nah am Herzen tragt. Wir beginnen am Abend und enden in der Nacht.“&lt;br /&gt;Wie erwartet kam es immer wieder zu Gelächter bei dieser Art von Ankündigungen und spontanen Zwischenrufen. Hastor hatte ein gutes Gefühl was den Abend anging, doch trotz dem eigentlich ausreichenden Zeitfenster wurde es zum Ende gar knapp.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Der nächste Teil folgt im Laufe der Woche.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-2859341283618560342?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/2859341283618560342/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/11/2-kapitel-teil-5-ein-glucksfall.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/2859341283618560342'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/2859341283618560342'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/11/2-kapitel-teil-5-ein-glucksfall.html' title='2. Kapitel Teil 5 - Ein Glücksfall'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-176293548860620748</id><published>2011-11-09T12:49:00.000-08:00</published><updated>2011-11-09T12:51:03.374-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kosch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Alef'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kelor'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drachenodem'/><title type='text'>2. Kapitel Teil 4 - Drachenodem</title><content type='html'>Alef zapfte erneut zwei Bier und stellte dazu je zwei kleine gläserne Gläser vor Kosch und Kelor, doch dieser lehnte sofort ab. &lt;br /&gt;„Nein, nein, Alef. Bleib mir fort mit deinem Fusel. Ich hab dein Gesöff schon mal ertragen.“ Mit Schaudern dachte der junge Mann an seinen ersten Abend im Dienst der Stadtwache. Während einer Art Initiationsritus war auch der Drachenodem auf den Tisch gekommen und dieser war weder ihm, noch einem seiner anderen Jungkameraden sonderlich gut bekommen. &lt;br /&gt;„Schenk ein Wirt, dann bleibt mehr für mich.“ Der Zwerg zog sich auch die beiden Getränke von Kelor vor die Nase, die gerade so über den Tresen reichte. &lt;br /&gt;Doch dieser war gespannt, ob der Zwerg auch nur sein eigenes zweites Glas leeren würde.&lt;br /&gt;In der Zwischenzeit hatten auch andere Gäste, das sich anbahnende Schauspiel bemerkt und eine kleine Traube, um den ungewöhnlichen Besucher gebildet. &lt;br /&gt;„Gebt Acht, Herr Zwerg. Was von meinem Drachenodem eingeschenkt wird, muss auch  getrunken werden. Stehend. Ich gebe Euch alle vier Runden aus, doch fließt auch nur ein Tropfen davon, nicht eure Kehle hinab, zahlt ihr mir die doppelte Menge des normalen Preises. Das Gleiche gilt, wenn ihr Euch nach dem Letzten, nicht mehr auf den Beinen befinden solltet.“ &lt;br /&gt;Kelor beobachtete Kosch. Er sah, dass auch der Zwerg offenbar, die Sache nun doch etwas genauer bedachte. Mit wachsamem Blick hatte dieser die Menge um sich herum erfasst und auch bemerkt, dass an Alefs Getränk wohl doch etwas mehr sein könnte, als er zu Anfang angenommen hatte. &lt;br /&gt;„Herr Wirt, das klingt annehmbar. Doch der  Terz, den ihr um euer Wässerchen macht, macht mich wiederum etwas stutzig. Ich schlage also vor, dass mir die ganze Flasche samt Inhalt zusteht, sollte ich eure vier Gläser leeren.“&lt;br /&gt;Nun war Kelor gespannt. Die Flasche war groß und noch halb voll und normalerweise verlangte Alef pro Glas ein kleines Vermögen. Ob der Inhalt das wirklich wert war, wusste er natürlich nicht. Auch nicht, wie leicht es Alef fiele eine neue Flasche zu besorgen.&lt;br /&gt;Der Wirt mochte dies ebenfalls bedenken, doch schlussendlich sagte er „Abgemacht!“ und hielt dem Zwerg die Hand hin, in welche dieser einschlug. &lt;br /&gt;Theatralisch baute Alef nun, die vier kleinen Gläser vor Kosch auf. Danach nahm er seine Flasche mit dem Drachenoden und schwenkte sie leicht hin und her, bis sich ein Wirbel in der Flüssigkeit bildete. Mit großen Augen und begleitet von den 'Ohs' und 'Ahs' mancher Gäste, sah Kosch dabei, eine Art rotes Leuchten, das von dem Wirbel ausging. Alef entfernte den Glasstöpsel und eine kleine Rauchsäule stieg aus der Flasche. Kosch bemerkte, dass es im Lokal ungewöhnlich ruhig geworden war. Scheinbar hatten sie die volle Aufmerksamkeit aller Anwesenden. &lt;br /&gt;Alef schenkte nun etwas in die Gläser. Er ging dabei äußerst umsichtig zu Werke und lies sich viel Zeit. Zu viel Zeit für Koschs Geschmack, wie er mit ruppiger und lauter Stimme verlauten lies: „Jetzt mach schon hinne, Wirt. Meine Kehle ist schon wieder trocken.“ &lt;br /&gt;Endlich war Alef fertig. „Dann bedient Euch, wenn ihr so durstig seid.“&lt;br /&gt;Kosch griff beherzt zu. Das Glas fühlte sich ungewöhnlich warm an und ein schwefliger Duft stieg dem Zwerg in die Nase, wie er ihn nur aus Höhlen kannte, die noch vom glühenden Blut der Erde durchströmt waren. In einem Zug kippte er das erste Glas hinab. &lt;br /&gt;Gebannt starrten ihn die Umstehenden an, als ob er sich gleich vor ihren Augen in einen Riesen oder gar Drachen verwandeln würde. &lt;br /&gt;Zuerst geschah nichts, doch dann bemerkte Kosch ein leichtes Ziehen und Drücken in seiner Magengegend. ...Und im nächsten Moment schien sein Mund, die Speiseröhre und sein restliches Inneres, das mit dem Drachenodem in Berührung gekommen war, zu explodieren. Er verspürte ein unglaubliches Brennen, wie er es nur von einem Kraut her kannte, mit dem die Zwerge in kleinen Dosen ihr Essen würzten. Allerdings war das hier, um ein Vielfaches schärfer.&lt;br /&gt;Jetzt verstand er, warum der Wirt das Zeug Drachenodem nannte. &lt;br /&gt;„Nun, Herr Zwerg? Wie mundet Euch mein Wässerchen? Ist das nicht ganz nach Eurem Geschmack?“, fragte Alef mit süffisantem Grinsen. &lt;br /&gt;Kosch hörte vereinzeltes Kichern um sich herum und Getuschel, als Gäste, die den Drachenodem selbst schon einmal versucht hatten, ihren Nachbarn erklärten, was daran so besonders war. Antworten konnte er nicht. &lt;br /&gt;Alef schien den Ausdruck in dem Gesicht des Zwergs zu genießen. Erneut stichelte er. „Warum so still? Dieser eine Schluck kann doch nicht schon Euren ganzen Durst gelöscht haben? Hier!“, und schob damit das zweite Glas vor die Nase des Zwerges. &lt;br /&gt;Kosch nahm das Glas. Noch nie hatte er vor einem Getränk kapituliert. Noch dazu verspürte er deutlich, dass das Zeug auch einiges an Alkohol in sich hatte. Mit der Hoffnung, dass der seinen Magen später, das Brennen vergessen machen würde, wenn er nur genug davon trank, kippte er auch dieses.&lt;br /&gt;Der Zwerg keuchte. Tränen in den Augen ließen ihn den Wirt nur noch schemenhaft erkennen, doch er war sich dessen Feixen sicher. &lt;br /&gt;„Oho, ein mutiger Bursche, unser kleiner Freund hier. Ich werde doch nicht noch meine ganze Flasche an ihn verlieren?“ Alef unterhielt mehr das Publikum, als dass er wirklich mit Kosch sprach – was diesem nur recht war. Seine Därme rebellierten und ihm schwante bereits vor dem nächsten Schluck. Er nahm sich das Glas.&lt;br /&gt;Feuer! So fühlte es sich an. Er war sich sicher, dass seine Zunge bereits eine einzige Brandblase war und auch sein Hals, dem Atmen nach, so langsam zuschwoll. Kosch musste sich am Tresen festhalten um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Aber seine Eingeweide schienen sich so langsam, mit dem Zustand abgefunden zu haben. Entweder das, oder sie waren weg gebrannt. Zumindest spürte er sie nicht mehr.&lt;br /&gt;Ein letztes, kleines Glas stand vor ihm, und Kosch, Erster der Felsenschmetter vom Clan der Felsenschmetter, dachte ernsthaft darüber nach, es abzulehnen. Auch war er sich nicht sicher, ob sein Kreislauf ein weiteres Glas, dieses dämonischen Gesöffs, vertragen würde. &lt;br /&gt;„Lasst es stehen. Ihr zahlt mir auch nur den einfachen Satz. Bestimmt werden  noch andere Gäste neugierig geworden sein und mir euren mutigen Versuch mehr als vergelten.“&lt;br /&gt;Doch mit diesem, nur halblaut geraunten Ausspruch, hatte Alef genau das Gegenteil von dem erreicht, was er gerne hätte.&lt;br /&gt;„Jeder Tropfen meine Kehle hinab?“ Kosch nahm das letzte Glas, hielt es triumphierend in die Höhe und kippte es in einer flinken Bewegung... in seinen frischen Bierkrug, der noch immer vor ihm stand. Es zischte und blubberte kurz, als wenn man glühenden Stahl in ein Wasserbad tauchte, worauf sich das Bier leicht bläulich verfärbte.&lt;br /&gt;Alef protestierte: „He, so war das aber nicht gemeint. Ihr könnt doch nicht...“&lt;br /&gt;„Jeder Tropfen!“, und Kosch sog den Krug erneut auf einen Zug leer.&lt;br /&gt;Sein Mund brannte zwar auch jetzt, doch mehr durch die Flüssigkeit des Biers, als durch den verdünnten Drachenoden. Dazu hatte das Ale einen angenehmen Beigeschmack erhalten, wie Kosch fand. &lt;br /&gt;„Hmm, gar nicht so schlecht diese Bierwürzsoße, das gibt dem Ale die richtige Note. Noch einen Humpen und vergiss meine Flasche nicht.“&lt;br /&gt;Die Gäste johlten. Lauter Applaus quittierte Koschs kleinen Trick und lies Alef gar keine andere Wahl, als beides mit zerknirschtem Gesicht vor den Zwerg zu stellen. &lt;br /&gt;Kosch drehte sich darauf zu Kelor. „So, mein junger Freund. Und jetzt wird einer gehoben.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Den nächsten Teil könnt ihr am Wochenende hier lesen.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-176293548860620748?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/176293548860620748/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/11/2-kapitel-teil-4-drachenodem.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/176293548860620748'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/176293548860620748'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/11/2-kapitel-teil-4-drachenodem.html' title='2. Kapitel Teil 4 - Drachenodem'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-2490784819260745002</id><published>2011-11-06T03:47:00.000-08:00</published><updated>2011-11-06T03:49:41.567-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kosch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Alef'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drachenodem'/><title type='text'>2. Kapitel Teil 3 - Zu Gast bei Alef</title><content type='html'>Die Turmgasse hatte ihren Namen vom höchsten Gebäude in der Stadt. Es war ein einfacher schlanker Turm, der hoch in den Himmel ragte. Tag und Nacht mit Wachen besetzt, hatte man von dort eine gute Übersicht über die Stadt und weit darüber hinaus, wenn es das Wetter zuließ. Direkt darunter lag ein weiteres Gebäude der Stadtwache mit einer kleinen Einheit Männer, die in einem Notfall sofort alarmiert werden konnte, ohne die ganze Stadt in Aufruhr zu versetzen. Sollte dies doch einmal nötig sein, befand sich in der Spitze des Turms eine gewaltige Glocke, die mit ihrem tiefen durchdringenden Klang weithin vernommen werden konnte. Doch selbst die ältesten Einwohner Weißenburgs konnten sich nicht erinnern, diese jemals gehört zu haben.&lt;br /&gt;So kam es, dass viele regelmäßige Besucher von Alefs Wirtshaus, der Stadtwache angehörten. &lt;br /&gt;Der Schankraum war gut gefüllt, wie so ziemlich alle Lokale in denen man etwas essen und trinken konnte. Der Duft von Alefs berühmtem Kartoffeleintopf lag in der Luft und Kelor sog ihn tief ein. Sofort kam ihm wieder der stinkende Zwerg in den Sinn, wegen dem er nun eigentlich hier war, doch er konnte diesen nirgendwo entdecken. Der junge Mann schlängelte sich an den Schankmädchen vorbei, die mit schwer beladenen Tabletts ihre Gäste versorgten. An einem der größeren Tische saßen fünf Kameraden von ihm, die sein Ziel waren. &lt;br /&gt;„Kelor, das wird aber auch Zeit. Wir wollten schon ohne dich anfangen.“ Ein etwas stämmigerer Mann mit einem runden Gesicht griff nach einem Kartenspiel, das neben ihm auf dem Tisch lag. „Setz dich. Essen kannst du später. Jungs, macht mal Platz.“ &lt;br /&gt;Kelor wusste, warum sie so auf seine Anwesenheit erpicht waren. Die letzten drei Abende, an denen er am Kartenspiel teilgenommen hatte, waren nicht sehr erfolgreich für ihn verlaufen und er hatte nur deshalb einem weiteren Spiel zugestimmt, weil er hoffte, so etwas von seinem Verlust wieder wett zu machen. Im Endeffekt war es aber vielleicht besser so, dachte er sich, als er statt auf dem angebotenen Stuhl Platz zu nehmen, stehen blieb. &lt;br /&gt;„Heute nicht. Chrasinius hat mich mit einer wichtigen Sonderaufgabe betraut.“ &lt;br /&gt;„Was?“ Erst überrascht, verzog sich dann das runde Gesicht mit einem lauten Lachen, in das die Übrigen am Tisch einfielen. „Von was für einer Sonderaufgabe faselst du? Sollst du Chrasinius etwas Eintopf bringen?“ Erneut gab es schallendes Gelächter. „Mach dich nicht lächerlich und setz dich endlich.“ &lt;br /&gt;Als sich Kelor jedoch noch immer weigerte, bemerkte das dicke Gesicht, dass er es ernst meinte. &lt;br /&gt;Nachdem er von den Ereignissen am Stadttor und bei seinem Hauptmann berichtet hatte, brachte ihn dies jedoch auch nicht weiter. Leider konnte sich niemand an solch einen Zwerg erinnern, was Kelor zu der Meinung brachte, dass er auch nicht hier gewesen sein konnte. &lt;br /&gt;„Vielleicht haben wir ihn nur übersehen. Zwerge sind ja nicht sonderlich groß.“&lt;br /&gt;„Nein, glaubt mir, der wäre euch aufgefallen.“ &lt;br /&gt;Und mit diesen Worten verabschiedete er sich erst einmal um den dicken Wirt aufzusuchen, der hinter der Theke stand. &lt;br /&gt;„Grüß dich, Alef.“&lt;br /&gt;„Ah, Kelor, magst du was essen? Ist nicht mehr viel da für Heut'. Die fressen mir hier noch die Haare vom Kopf. Werd’ für morgen wohl die doppelte Menge vorbereiten müssen.“ &lt;br /&gt;Der Wirt sprach, ohne Kelor dabei anzusehen, nachdem er ihn begrüßt hatte. Stadtdessen  war er damit beschäftigt Bier in große Holzkrüge zu zapfen. &lt;br /&gt;„Ja gern. Aber ich brauch auch noch ein paar Auskünfte.“ Kelor wollte gerade nach dem verrückten Zwerg fragen, als jemand neben ihn trat und ihn recht unsanft zur Seite drückte. &lt;br /&gt;„Mach mal Platz Jungchen, hier hat jemand Durst. He, Wirt…“&lt;br /&gt;Kelor drehte sich überrascht der kurzen Gestalt neben ihm zu. Den Kopf gerade hoch genug, dass er über die Theke schauen konnte, überragte dessen Horn auf dem Helm sogar den großen Alef. Und da war auch wieder der säuerliche Geruch, der dem Zwerg anhaftete; nur der Kadaver auf dem Rücken schien glücklicherweise in den Straßen abgefallen zu sein. &lt;br /&gt;Als Kelor ihn so überrascht musterte, erkannte auch der Zottelbart den jungen Gardisten wieder.&lt;br /&gt;„Aber du bist doch der Kerl, der mir den falschen Weg genannt hat. Von wegen Truhengasse, die gibt es hier gar nicht, in dieser vermaledeiten Stadt. Kannst von Glück reden, dass ich nicht nachtragend bin.“ Ein listiges Funkeln zeigte sich kurz in den schmalen Augen des Zwergs. „Das heißt, wenn du mir das nächste Bier ausgibst.“ &lt;br /&gt;Kelor war zu perplex, um etwas zu erwidern und schaute den Zwerg noch immer nur mit großen Augen an. &lt;br /&gt;„Bestens. Wirt, du  hast’s gehört. Zwei Mal Bier und Schnaps für mich und meinen Spender. Aber lass dir nicht einfallen uns so dünnes Zeug vor zu setzen.“ &lt;br /&gt;Alef überhörte die Beleidigung und begann zwei Humpen Bier zu zapfen. Kelor war in der Zwischenzeit zu dem Schluss gekommen, dass es wohl das Beste wäre, gute Miene zum bösen Spiel zu machen, da er so wohl am einfachsten etwas über den Zwerg in Erfahrung bringen konnte. Besonders interessierte seinen Hauptmann, ob von dem Zwerg eine Gefahr für die Öffentlichkeit ausgehen könnte und in welchen Disziplinen er starten wollte, denn daran, dass er wegen der Teilnahme an einem der Wettkämpfe hier war, schien für Chrasinius keinerlei Zweifel zu bestehen.&lt;br /&gt;Nachdem der Wirt auch noch zwei kleine Zinnbecher mit Schnaps neben die hohen Bierkrüge gestellt hatte, reichte der Zwerg jeweils eins der Getränke an Kelor. &lt;br /&gt;„Ich bin übrigens Kosch, Erster der Felsenschmetter. Es reicht aber, wenn du Kosch zu mir sagst. Also, in einem Zug!“ Mit diesen Worten kippte Kosch erst das Bier herunter und lies sogleich den Schnaps folgen. Der Schaum hing ihm unter der Nase und das wenige übergeschwappte Bier rann ihm durch den Bart.  &lt;br /&gt;„Ah, das war ein guter Anfang. Wirt, dein Ale ist gut, aber der Schnaps zu lasch. Was haste noch?“ &lt;br /&gt;Kelor hatte mit großen Augen zugeschaut. Noch nie hatte er jemanden so schnell einen Humpen leeren sehen. Er besah sich seinen eigenen Krug, doch der war noch immer zur Hälfte voll. &lt;br /&gt;„He Jungchen, du musst dich schon ranhalten, wenn wir gleichauf bleiben wollen.“ &lt;br /&gt;Doch das wollte Kelor nun gar nicht. Er erkannte sofort, dass dieser 'Erster der Felsenschmetter' in einer anderen Gewichtsklasse trank. &lt;br /&gt;Der Zwerg hatte in der Zwischenzeit bereits die zweite Lage geleert und den nächsten Schnaps versucht, doch er beschwerte sich schon wieder über ‚das milde Wässerchen’, wie er es nannte. &lt;br /&gt;Alef lachte. „Oho, da möchte wohl jemand meinen Drachenodem versuchen. Der geht dann vielleicht sogar aufs Haus.“ Mit diesen Worten verschwand der Wirt im Hinterzimmer.&lt;br /&gt;„Na, das klingt doch gar nicht so übel. Weißte Jungchen, ich mag Drachen. Die hamm immer die dollsten Höhlen und schönsten Sachen dort. Man darf sie nur nicht wecken, wenn du verstehst was ich meine?“ Kosch zwinkerte Kelor dabei zu. &lt;br /&gt;„Wie heißtn eigentlich? Bist nicht gerade der Gesprächigste, hm?“ &lt;br /&gt;Kelor wollte gerade antworten, als der Zwerg ihm erneut zuvor kam. „Ah, da kommt der Wirt mit seinem Drachenzeug. Wollen doch mal testen, was das so kann.“&lt;br /&gt;Tatsächlich war Alef mit einer großen Glasflasche zurückgekehrt. Eine unscheinbare, klare Flüssigkeit befand sich darin. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Der nächste Teil folgt am Mittwoch.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-2490784819260745002?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/2490784819260745002/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/11/2-kapitel-teil-3-zu-gast-bei-alef.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/2490784819260745002'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/2490784819260745002'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/11/2-kapitel-teil-3-zu-gast-bei-alef.html' title='2. Kapitel Teil 3 - Zu Gast bei Alef'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-1792406258212106344</id><published>2011-11-02T06:22:00.000-07:00</published><updated>2011-11-02T06:24:10.550-07:00</updated><title type='text'>2. Kapitel Teil 2 - In der Stadt</title><content type='html'>„Es ist unerhört!“, polterte Kelors Vorgesetzter. In seiner Amtsstube war er nicht allein. Mit einem Becher Wein in der Hand saß Meister Berelon bei ihm und hatte ihn soeben von der letzten Eintragung unterrichtet. &lt;br /&gt;„Wieso weiß ich nichts von dieser Katze, Kelor? Hatte ich nicht angeordnet, mich umgehend über alle ungewöhnlichen Besuchern zu unterrichten?“&lt;br /&gt;Nervös trat der junge Mann von einem Bein aufs andere.&lt;br /&gt;„Mein Herr, ich kann mich nur wiederholen. Ich teilte euch alle mit, die mir dessen nötig erschienen. Diese Katze kam nicht durch mein Tor. Vielleicht geschah dies vor meiner Schicht, oder bei einem der anderen Tore.“&lt;br /&gt;Kelor hatte den Eindruck, dass er mehr als ungelegen gekommen war. Kaum, dass er den Raum, nach einem unwirschen ‚Herein’ betreten hatte, wurde ihm dies sehr deutlich gemacht. Sein Hauptmann fiel sofort über ihn her, als ob Kelor allein für alle Tore verantwortlich wäre.&lt;br /&gt;Die Schimpftirade dauerte noch eine Weile an, bis er endlich entlassen wurde. Schon fast bei der Tür, fiel ihm wieder ein, weshalb er eigentlich gekommen war. Kelor drehte sich um und bat ums Wort.&lt;br /&gt;„Was ist denn noch?“, fragte sein Vorgesetzter gereizt.&lt;br /&gt;„Es kam jemand an, über den ich euch unterrichten soll. Ich möge euch Grüße von einem Meister Hastor überbringen. Er lässt fragen, ob noch Platz auf dem Markt für seine Wagen sei. Ihr würdet ihn und seine Truppe kennen. Zurzeit haben sie noch vor der Stadt Quartier bezogen und befinden sich bei den übrigen Zelt- und Wagenbesuchern.“&lt;br /&gt;Sofort gnädiger gestimmt, gab Hauptmann Chrasinius seinem Untergebenen Anweisung Hastor herbei zu rufen. Er schien über dessen Ankunft wirklich erfreut. Als Kelor jedoch noch immer keine Anstalten machte, das Zimmer zu verlassen, zog der Hauptmann fragend eine Augenbraue nach oben.&lt;br /&gt;„Ähm, das ist noch nicht alles. Wir hatten noch einen Ankömmling.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit hochrotem Kopf und von Verwünschungen begleitet eile Kelor schnellstens durch die Tür. Das war es dann wohl mit dem Badehaus. Dieser Hastor blieb nicht sein einziger Zusatzauftrag für diesen Abend. Zumindest kam er so vielleicht doch noch zu Alef Eintopf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * *&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Melton quengelte. „Aber warum denn nicht? Wir gehen ja auch nicht allein.“, versuchte er seine Mutter von einem Besuch in der Stadt zu überzeugen. „Marius und Dareck wären doch bei uns. Bitte.“&lt;br /&gt;Seine Mutter blieb hart. „Nein, morgen ist noch genug Zeit. Allein am Abend ist das nichts für Kinder und ich kann mir kaum vorstellen, dass die beiden wirklich Lust haben, gleich am ersten Abend euch am Bein zu haben. Wissen Dareck und Marius überhaupt, zu was du mich hier zu überreden versuchst?“&lt;br /&gt;Melton schmollte, er war sich sicher, dass die beiden Freunde nichts dagegen haben würden, wenn er und Syrill sie begleiteten. Bei was könnten sie schon stören?&lt;br /&gt;Er wollte gerade von neuem ansetzen, als es klopfte und eine unbekannte Stimme nach Hastor rief.&lt;br /&gt;Helmine öffnete und erblickte einen jungen Mann, der die Uniform der Stadtwache trug.&lt;br /&gt;„Ja? Was wollt ihr?“ Ihre Stimme verriet keinerlei Respekt vor der Uniform, was noch von ihrer erhöhten Position aus dem Wagen unterstrichen wurde. Der junge Kelor, der das zu seinem Leidwesen durchaus gewohnt war, antwortete ihr freundlich: „Mein Hauptmann Chrasinius schickt nach Meister Hastor. Er würde ihn gerne sehen und lässt Grüße durch mich bestellen. – Das ist doch sein Wagen?“&lt;br /&gt;Nun etwas milder gestimmt, trat Helmine aus dem Wagen.&lt;br /&gt;„Ja, ihr seid schon richtig. Hastor ist mein Mann und er wird der Bitte eures Hauptmanns sicherlich gerne nachkommen.“&lt;br /&gt;Kelor, der damit seinen ersten Auftrag als erledigt ansah, drehte sich um und wollte bereits gehen, als Helmine ihn zurückrief.&lt;br /&gt;„Nicht so schnell. Wo befindet sich euer Hauptmann denn zurzeit? Wie ihr sicher wisst, ist eure Stadt nicht gerade klein und wir sind nicht oft hier.“&lt;br /&gt;Erkennend, dass es damit doch noch nicht erledigt war, seufzte Kelor innerlich und wandte sich erneut um. „Ich bringe euren Gatten natürlich gern zu ihm.“&lt;br /&gt;„Das wird nicht nötig sein.“ Hastor, der gerade von Willy zurückgekommen war, hatte den letzten Teil des Gesprächs schmunzelnd mit angehört. „Mir ist der Weg, sofern sich nicht allzu viel geändert hat und sich euer Hauptmann derzeit in seiner Amtsstube befindet, wohl bekannt.“ Dann rief Hastor lauter in Richtung Wagentür: „Syrill, Melton? Habt ihr Lust auf einen Besuch in der Stadt?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Straßen von Weißenburg waren geschmückt mit bunten Girlanden und erleuchtet von Lampions und Lichterketten in denen Glühkäfer ihr buntes Licht verbreiteten. Rote, grüne und gelbe hell leuchtende Punkte schwirrten darin herum. Auch waren die Wege zum Abend mit allerlei Volk gefüllt. Man sah normale Bürger der unterschiedlichen Wohlstandsschichten, aber auch allerlei Exoten und Angehörige verschiedenster Rassen, die eindeutig einen längeren Weg hinter sich haben mussten. Weißenburg, wie auch die umliegende Gegend, war fast ausschließlich von Menschen besiedelt. Daher zogen fremdartige Besucher unter den einheimischen Bürgern sofort die Aufmerksamkeit auf sich.&lt;br /&gt;Die meisten kannten zwar Geschichten von den riesenhaften Flusslandbewohnern oder den Steinhäutigen aus dem Osten, aber sie konnten kaum ihren Augen trauen, wenn dann leibhaftig ein solch für sie fabulöses Geschöpf vor ihnen stand.&lt;br /&gt;„Schau mal Syl… dort. Hast du den blöden Blick gesehen? Und das nur wegen einem Unterirdischen. Ich frag mich, was der hier bei so einem Fest macht. Normalerweise sieht man die im Sommer doch nie außerhalb ihrer Höhlen.“&lt;br /&gt;Melton plapperte mal wieder in einem fort. Alles was ihm auf ihrem Weg durch die Stadt auffiel, musste er auch sogleich kommentieren.&lt;br /&gt;Die Brüder hatten ihr Glück kaum fassen können, als sie die Aufforderung ihres Vaters vernahmen, ihn zu begleiten. Fast hätte ihre Mutter dem Ganzen noch einen Strich durch die Rechnung gemacht, doch Hastor setzte sich schlussendlich durch.&lt;br /&gt;Sie hatten sich durch überfüllte Straßen gekämpft und an geschäftstüchtigen Händlern vorbeigeschlängelt. Einer hatte Melton schon fast in seinen Süßwarenladen gezogen, doch Syrill trat dem aufdringlichen Verkäufer kurzerhand vors Schienbein, dass der vor Schmerz aufheulte. Hastor musste herzlich lachen, als er das verblüffte Gesicht des Mannes sah.&lt;br /&gt;Als sie ein paar Häuser weiter waren und Hastor sich wieder beruhigt hatte, meinte er nur: „So ähnlich muss auch Dareck vor ein paar Nächten ausgesehen haben. Was hast du nur gegen Schienbeine?“&lt;br /&gt;Syrill zuckte mit den Schultern: „Nichts, ich hab nur diesmal nicht getroffen. Bei Dareck war es das Knie.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich waren sie am Marktplatz angekommen. Zentral in der Mitte der Stadt, fand man hier auch die Ratshalle und die Verwaltungsgebäude. In einem von diesen hatte Hauptmann Chrasinius sein Amtszimmer. Er war seit über zehn Jahren der oberste Befehlshaber der Stadtwache und für die öffentliche Sicherheit der Stadt verantwortlich.&lt;br /&gt;Der Marktplatz selbst war bereits übervoll mit Ständen und kleinen Wagen. Hastor erkannte schnell, dass es wohl eher schlecht für seine Truppe stand. Sie waren scheinbar, ein paar Tage zu spät eingetroffen. Die Ratsherren hatten ganze Arbeit geleistet, ihr Fest bekannt zu machen.&lt;br /&gt;Überall sah man Schaulustige und Aussteller, die um deren Gunst und Gold buhlten. Man hätte meinen können, das Fest hätte bereits begonnen, obwohl die offizielle Eröffnung erst in zwei Tagen sein sollte. Musik klang aus allen möglichen Ecken, Feuerspucker erhellten den Platz und die Marktschreier verschafften sich so gut es ging ihre Aufmerksamkeit. Syrill und Melton waren schon auf vielen Festen und Jahrmärkten, aber eine so überfüllte Stadt war selbst ihnen neu.&lt;br /&gt;„Wir gehen außen herum. Nicht mitten durch. Stände können wir immer noch später anschauen. Achtet aber trotzdem auf eure Beutel, ja?“&lt;br /&gt;Syrill und Melton nickten. Syrill hatte schon die ganze Zeit eine Hand an seinem Beutel, den er um den Hals unter seinem Hemd trug. Es war nicht viel darin, aber das würde einen Dieb nicht interessieren, wenn er ihm eine gute Gelegenheit gab. Melton tat es ihm nun gleich, da er zuvor noch viel zu sehr abgelenkt war, um an seinen Beutel zu denken. Dann machten sie sich auf den Weg zum gegenüberliegenden Verwaltungsgebäude.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Weiter gehts am Wochenende.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-1792406258212106344?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/1792406258212106344/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/11/2-kapitel-teil-2-in-der-stadt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/1792406258212106344'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/1792406258212106344'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/11/2-kapitel-teil-2-in-der-stadt.html' title='2. Kapitel Teil 2 - In der Stadt'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-477668333141700313</id><published>2011-10-30T11:53:00.000-07:00</published><updated>2011-10-30T12:59:42.225-07:00</updated><title type='text'>2. Kapitel Teil 1 - Weißenburg</title><content type='html'>Die Sonne wollte schon bald am Horizont verschwinden und der Verkehr der Handelsstraße von Weißenburg war fast gänzlich zum Erliegen gekommen. Die Straße war den ganzen Tag schon gut bereist und erst zum Abend hin, wurde es etwas ruhiger. Das anstehende Fest zog viele Besucher an und die Stadt würde wohl bald aus allen Nähten platzen. &lt;br /&gt;Kelor von der Stadtwache hing seinen Gedanken nach. Schon längst bei einem Bier im Wirtshaus, statt bei dem Geschehen auf der Straße, träumte er vor sich hin. &lt;br /&gt;Der junge Mann wähnte sich bereits in seiner Lieblingskneipe, wo ihn noch ein Kartenspiel erwarten sollte. Fast konnte er den Duft von Alefs Kartoffeleintopf tatsächlich erschnuppern, auf den er sich schon den ganzen Tag so sehr freute. Diese unbeschreibliche Mischung aus einer Prise Muskat, Majoran und viel wildem Knoblauch. Das Wasser lief ihm bereits im Mund zusammen, als sich seine Vorstellung mit einem unangenehm realen Duft verband. Keine edlen Gewürze, sondern eher eine herbe Mischung aus altem Schweiß und Pferdemist. – Ja, so ließ es sich wohl am besten beschreiben. &lt;br /&gt;Die Nase rümpfend, wandte er sich der vermeintlichen Quelle zu.&lt;br /&gt;Ein kleiner Mann stand vor ihm. Gerade einmal viereinhalb Fuß hoch, von sehr stämmiger Figur mit  breitem Kopf und wohl das Ungepflegteste, was Kelor je in seinem Leben gesehen hatte. Dieser Zwerg hatte einen langen, roten Bart, der verfilzt und schmutzig herab hing. Außerdem war er in eine Art Rüstung gekleidet, die über und über mit Stacheln und scharfen Kanten übersät war. Auf seinem Kopf trug er einen alten Helm, mit einem gewaltigen Horn oder Zahn von gut anderthalb Fuß, dessen ehemaliger Besitzer den kleinen Mann um ein vielfaches überragt haben musste. An diversen Stacheln der Rüstung waren kleine Hautfetzen und Haarbüschel zu erkennen und über die restlichen dunklen Flecken wollte Kelor lieber keinen Gedanken verschwenden. &lt;br /&gt;Auf der Schulter des Zwerges ruhte ein gewaltiger Vorschlaghammer und in seiner anderen Hand hielt er einen leeren Wasserschlauch, den er Kelor unter die Nase hielt.&lt;br /&gt;Mit rauer, kehliger Stimme fragte er: „Wo kann ich'n das hier auffüllen?“ &lt;br /&gt;Kelor schaute irritiert in Richtung des kleinen Baches, der leise plätschernd an ihnen vorbei floss. Der kleine Mann folgte seinem Blick und schüttelte dann energisch den Kopf, dass seine zotteligen Haare nur so umher flogen. &lt;br /&gt;„Nein, nein, nein! Denk nicht mal dran! Kein ekelhaftes Wasser wird freiwillig diese Kehle hinab rinnen!“ &lt;br /&gt;‚Wohl nicht nur die Kehle’, dachte sich Kelor, dessen Wunsch nach einem Bad immer ausgeprägter wurde. &lt;br /&gt;„Meine Suche gilt Schnaps, Bier oder Wein. Und zwar in genau dieser Reihenfolge. Also, was kannst'n empfehlen? Was Gutes zu essen, wär' übrigens auch nich' verkehrt.“&lt;br /&gt;Völlig verdattert und überrumpelt erwiderte Kelor etwas, das ihm noch den ganzen Abend über leid tun sollte.&lt;br /&gt;„Äh, versucht euer Glück doch mal bei Alef, in der Turmgasse.“ &lt;br /&gt;„Alef, ja? Nun gut Jungchen, dann hab mal Dank. Wünsch' noch nen ruhigen Abend.“&lt;br /&gt;Und mit diesen Worten stapfte die ungewöhnliche Gestalt an ihm vorbei, durch das Stadttor hindurch und nach Weißenburg hinein. &lt;br /&gt;Noch immer fassungslos schaute Kelor ihm nach. Er hatte ein ungutes Gefühl, was die kommenden Tage betraf – und war das etwa ein Kadaver was da aufgespießt am Rücken des Zwerges hing? &lt;br /&gt;Endgültig den Plan für den heutigen Abend, zu Gunsten eines Besuchs im Badehaus ändernd, wusste er, dass er seinen Vorgesetzten unterrichten sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weißenburg war die größte Stadt in diesem Landstrich. Reich durch Handel und an Einwohnern, liefen alle großen Landstraßen hier zusammen. Wie jedes Jahr zu dieser Zeit fanden ein großer Markt und ein Fest statt, die eine ganze Woche andauern sollten. Doch in diesem Jahr war das nicht alles. Der Rat der Herrschaftshäuser wollte noch mehr Besucher in die Stadt locken und hatte zu diesem Zweck Spiele ausgerufen, an denen jeder, der es wollte teilnehmen konnte. Es handelte sich um derer unterschiedlichster Art, vom Bogenschießen über Gruppenspäße wie Tauziehen, bis hin zu Kämpfen Mann gegen Mann. Man munkelte, es wäre innerhalb des Rates ein kleiner Zwist entstanden, ob diese Kämpfe auch mit blanken Waffen stattfinden dürften, aber am Ende hatte man sich offensichtlich doch dagegen entschieden. Die Stadt sollte nicht durch Blutvergießen ihren Ruf vergrößern. Stattdessen hatte man sich auf wertvolle Trophäen geeinigt, die die jeweiligen Sieger erwarteten. Nur ein kleines Startgeld war zuvor zu entrichten. Doch trotz dessen, wurde der Meldestelle seit Tagen die Tür eingerannt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Es genügt für heute. Kommt morgen wieder. Bei Sonnenuntergang schließen wir.“ Der Raum war noch mit gut einem Dutzend Wettkämpfern gefüllt und es war anzunehmen, dass noch immer welche kommen würden, wenn jetzt nicht bald der Schlüssel gedreht wurde. Es war seit Tagen immer dasselbe. Zum Abend hin, wenn genügend Alkohol die letzten Zweifel beseitigt hatte, nahm die Zahl der Meldungen plötzlich zu. Meister Berelon, der damit betraut war, hatte sich schon des Öfteren gefragt, wie viele von diesen Spätmeldungen tatsächlich auch am Tag ihres Wettkampfes erscheinen würden. Er tippte auf gerade Mal die Hälfte. Ihm sollte es recht sein, konnte er doch so, noch nachträglich etwas an den Büchern feilen und die ein oder andere Startgebühr, in sein eigenes Beutelchen wandern lassen. Für heute jedoch reichte es ihm tatsächlich. &lt;br /&gt;„Nein, nichts mehr. Morgen früh könnt ihr mich wieder hier antreffen.“&lt;br /&gt;Resigniert zuckte der junge Bursche vor ihm mit den Achseln und drehte sich um. Ein starker Geruch nach billigem Bier lag noch in der Luft, als er sich entfernte. Berelon klappte sein Buch zu und ohne aufzusehen rief er laut: „Das gilt auch für den Rest. Morgen wieder.“ &lt;br /&gt;Während er sorgfältig sein Tintenfass verschloss, konnte er vernehmen, wie sich unter missmutigem Gemurmel der Raum leerte. Es schien sich herum gesprochen zu haben, dass es bisher noch keine Ausnahmen gegeben hatte und sein Wort endgültig war. Er holte aus einer der Schubladen seines Schreibtisches den Amtsstubenschlüssel hervor und wollte gerade aufstehen, als lautlos eine Gestalt vor ihn trat. &lt;br /&gt;„Ich bin aberrr jetzt hierrr.“ &lt;br /&gt;Der alte Mann sah überrascht und verärgert auf. Doch seine Erwiderung blieb ihm im Halse stecken. &lt;br /&gt;Vor ihm stand ein Wesen, wie er es zuvor noch nie gesehen hatte. Über sechs Fuß groß und in Pelz gehüllt. Nein, nicht in Pelz gehüllt sondern tatsächlich über und über mit Haaren bewachsen. Eine Hand, die eher einer Pfote glich, griff nach dem Buch vor ihm und schlug es wieder auf. &lt;br /&gt;„Trrragt mich jetzt ein!“&lt;br /&gt;Das Wesen ging zwar auf zwei Beinen, doch ähnelte es mehr einer gewaltigen Katze. Muskulös und sehnig unter dem rötlichen Pelz, der mit schmalen schwarzen Streifen durchsetzt war. Selbst der Kopf hatte so gut wie nichts Menschliches an sich, sondern glich einem wilden Raubtier. Außer einer Art Lendenschurz trug das Katzenwesen nur einen ledernen Brustpanzer, der aussah, als hätte man einen langen Nietengürtel immer wieder um den Oberkörper geschlungen. &lt;br /&gt;Das Wesen beugte sich etwas vor und schob mit einer hervorschnellenden Kralle aus seiner Pfote, das gerade geschlossene Tintenfass auf Berelon zu. &lt;br /&gt;„Mein Name ist Shirazz.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Wie gewohnt, findet ihr den nächsten Teil am Mittwoch hier.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-477668333141700313?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/477668333141700313/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/10/2-kapitel-teil-1-weienburg.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/477668333141700313'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/477668333141700313'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/10/2-kapitel-teil-1-weienburg.html' title='2. Kapitel Teil 1 - Weißenburg'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-7728792527185640142</id><published>2011-10-26T12:46:00.000-07:00</published><updated>2011-10-26T12:57:09.649-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glutaugen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Juron'/><title type='text'>1. Kapitel Teil 14 - Glutaugen</title><content type='html'>Bei dieser Frage verschluckte sich Syrill und auch Melton ließ überrascht den Löffel sinken. Es dauerte einen Moment, ehe sich Syrill wieder im Griff hatte und er griff gierig nach seinem Becher mit Wasser. &lt;br /&gt;„Alles in Ordnung Junge?“, fragte Margot besorgt. „Margit, hol doch noch mal Wasser aus dem Eimer, der Junge ist ja ganz rot im Gesicht.“&lt;br /&gt;„Nein, nein. Es geht schon wieder. Danke. Hatte nur den Mund zu voll.“, krächzte Syrill angestrengt. Um nichts wollte er zulassen, dass das soeben begonnene Gesprächsthema wechselte. &lt;br /&gt;Die Erwachsenen sahen ihn noch einen Moment an, doch als er wieder zu seinem Löffel griff, als ob nichts gewesen sei, kam das Gespräch wieder in Gang. Scheinbar war auch Hastor an diesem Thema interessiert. &lt;br /&gt;„Was fragtet ihr gerade? Von was für Glutaugen spracht ihr?“&lt;br /&gt;„Nun, wir nennen sie die Glutaugen. Sicher nennt man sie an anderen Orten anders. Der wahre Name ist uns jedoch unbekannt. Bisher sahen wir sie immer einzeln. Sie sind alle ähnlich verhüllt gekleidet, als ob sie zu einem Glaubensorden gehören und ihre Augen leuchten wie glühender Stahl, während ihre Haut ungesund grau erscheint. Scheinbar tauchen sie auch an anderen Orten auf, doch meistens bleiben sie nicht lange.“&lt;br /&gt;„Und was machen sie, wenn ihr sie seht?“, fragte Hastor weiter. Syrill war entsetzt, dass es mehr von diesen Wesen geben sollte und dass diese auch noch so verbreitet schienen. Vor letzter Nacht hatte er nicht einmal gewusst, dass es diese Kreaturen überhaupt gab. &lt;br /&gt;„Nun, nicht viel. Entweder sie ziehen nur durch den Ort, oder sie stehen schweigend an irgendeiner Weggabelung. So, als wüssten sie nicht, wohin sie sich wenden sollen, oder als ob sie auf etwas warteten. Jedem, der sich ihnen näherte und sie ansprechen wollte, machten sie unmissverständlich mit funkelnden Augen klar, dass er es besser lassen sollte. – Und das Funkeln meine ich hierbei wortwörtlich.“&lt;br /&gt;Melton sah seinen Vater an und wartete gespannt, was dieser nun erwiderte. Würde er von den gestrigen Ereignissen berichten? &lt;br /&gt;Doch er tat es nicht. „Nein Juron, von diesen Geschöpfen haben wir in den übrigen Ländereien unserer Reise nichts gehört, geschweige denn gesehen. Da wir allerdings viel im Süden waren, kommen sie vielleicht aus dem Norden.“ &lt;br /&gt;„Nun, das könnte natürlich sein!“, und mit diesen Worten verließen sie das Thema, um wieder – zumindest, was die Jungen betraf – über weit Uninteressanteres zu sprechen. Der Abend zog sich noch ein ganzes Stück dahin. Jurons Wissbegierde schien kaum zu stillen und irgendwann gab Helmine mit einem deutlichen und lauten Gähnen zu verstehen, dass es Zeit zum Aufbruch war.&lt;br /&gt;Nachdem man sich verabschiedet hatte, ging es schnellen Schrittes zurück zum Lager. Dort war schon Ruhe eingekehrt, scheinbar benötigte jeder etwas Zeit für sich, um den frischen Verlust ihres Kameraden zu verarbeiten. &lt;br /&gt;„Warum hast du gelogen?“, fragte Melton, kaum dass sie ihren Wagen betreten hatten. &lt;br /&gt;Er wollte endlich verstehen, was hier vor sich ging. &lt;br /&gt;„Hab ich das?“, antwortete Hastor mit einer hoch gezogenen Augenbraue.&lt;br /&gt;„Nein, hast du nicht.“, mischte sich Syrill ein. Sie hatten tatsächlich in keiner der bisherigen Ländereien von diesen Glutaugen gehört, oder etwas gesehen. Syrill war diese Feinheit sofort aufgefallen. „Aber Mel wollte sicherlich auf was anderes hinaus.“ &lt;br /&gt;„Das denk ich mir. Was meinst du selbst, Melton? Warum war ich nicht offen zu unseren Gastgebern?“&lt;br /&gt;Melton zuckte mit den Achseln. „Du traust ihnen nicht?“&lt;br /&gt;„Ganz genau. Wenn mich bisher etwas vor Schwierigkeiten bewahrt hat, dann, dass ich mit fanatisch Gläubigen vorsichtig bin. Du kannst nie wissen, was in so jemandem wirklich vorgeht. Merkt euch das, alle beide!“&lt;br /&gt;Melton und Syrill nickten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das weitere Gespräch dauerte  nicht mehr lange. Zu oft hatte man am Tag die Ereignisse immer wieder durchgekaut und der heutige Abend hatte fast nur neue Fragen aufgeworfen. Helmine drängte wieder sehr bestimmt, endlich die Lampe zu löschen und zu schlafen. Doch trotz der tröstlichen Dunkelheit, hingen alle noch alleine ihren Gedanken nach und es dauerte sehr lange, bis auch endlich Syrill wieder als Letzter einschlief. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gruppe blieb noch einen Tag. Willy hatte sich dazu entschlossen, seinen Bruder hier bestatten zu lassen und die Trauerfeier fand noch am selben Nachmittag statt. Es war ein ganz eigener Ritus, stark auf den Gott der Erde ausgerichtet, doch sehr ergreifend. Eingewickelt in Leinentücher und zuvor rituell gewaschen, wurde Chester etwas außerhalb des Dorfes begraben. Die Gruppe war überrascht, wie viele der Dorfbewohner sich von ihrem Tagewerk abhalten ließen und stattdessen an der Trauerfeier teilnahmen. &lt;br /&gt;Nach Weißenburg brachen sie am nächsten Morgen auf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Heute ein etwas kürzerer Teil, da das erste Kapitel hier endet. Das zweite Kapitel beginnt am Wochenende.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-7728792527185640142?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/7728792527185640142/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/10/1-kapitel-teil-14-glutaugen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/7728792527185640142'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/7728792527185640142'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/10/1-kapitel-teil-14-glutaugen.html' title='1. Kapitel Teil 14 - Glutaugen'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-6722568162187236258</id><published>2011-10-23T12:29:00.000-07:00</published><updated>2011-10-23T12:44:49.038-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glutaugen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Margot'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Juron'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Margit'/><title type='text'>1. Kapitel Teil 13 - Abendessen mit Juron</title><content type='html'>Nachdem Syrill einen vollen Eimer aus dem Brunnen in der Ortsmitte empor gezogen hatte, wuschen sich die Brüder stumm den Staub der trockenen Straße von ihrer Haut. Beiden stand nicht der Sinn danach, sich wie sonst gegenseitig nass zu spritzen.&lt;br /&gt;„Braucht ihr noch lange?“&lt;br /&gt;Syrill drehte sich um. Er hatte gerade den Kopf in den Eimer gesteckt, als sich ihm von hinten jemand unbemerkt genähert hatte. Sich das Wasser aus den Augen reibend, konnte er ein junges Mädchen erkennen, das ebenfalls mit einem Eimer in der Hand, hinter ihnen stand. Das Mädchen schien etwas älter zu sein. Ein, zwei Sommer vielleicht und wirkte ungeduldig. Sie trug ein einfaches, braunes Kleid und hatte lange, rote Haare, die zu einem Zopf geflochten waren. &lt;br /&gt;Statt einer Antwort tauchte Syrill seinen Kopf erneut in den Eimer des Brunnens.  &lt;br /&gt;„He, ich hab was gefragt.“ &lt;br /&gt;„Wir sind gleich soweit.“, antwortete Melton. &lt;br /&gt;Nachdem Syrill den Kopf  erneut, aus dem bereits schmutzigen Wasser gezogen hatte, entgegnete er trocken: „Der Brunnen gehört nun ganz dir.“ Er trat einen Schritt zurück und schüttelte sich, dass die Tropfen aus seinem Haar nur so spritzten. &lt;br /&gt;Das Mädchen beschaute sich die Brühe in dem Eimer und verzog angewidert die Mundwinkel. &lt;br /&gt;„Das hättest du wenigstens ausleeren können. Andere wollen hieraus noch trinken.“ &lt;br /&gt;„Kannst du doch. Das ist nur etwas von eurer feinen Erde hier.“ &lt;br /&gt;Melton war überrascht über Syrills unfreundliche Worte. Zu Fremden sprach sein Bruder selten so. &lt;br /&gt;Wortlos nahm das Mädchen den halbvollen Eimer und leerte ihn den Jungen vor die Füße, wo das Wasser sofort, von dem staubigen Boden aufgesogen wurde. Danach ließ sie den Kübel an dem langen Seil tief zum Grund hinab, um ihn danach ächzend wieder herauf zu ziehen.&lt;br /&gt;„Warte, lass mich das machen.“, sprang Melton ihr zu Hilfe, doch sie lehnte ruppig ab.&lt;br /&gt;„Lass! Ich kann das alleine. Sonst brauch ich auch niemanden.“&lt;br /&gt;Mit erhobenen Händen trat Melton einen Schritt zurück. „Wie du meinst, ich wollte nur helfen.“ &lt;br /&gt;„Mel, vergiss es. Manchen kann man nicht helfen.“ &lt;br /&gt;Syrill einen bösen Blick zuwerfend, füllte das rothaarige Mädchen den Inhalt in den Eimer, den sie mitgebracht hatte und schleppte diesen dann, ohne ein weiteres Wort hinfort.&lt;br /&gt;Kopfschüttelnd machten sich auch die beiden Brüder auf den Weg zurück zum Lager. &lt;br /&gt;Das Dorf war wirklich klein und bestand nur aus wenigen Häusern. Die meisten Gebäude waren aus einfachen Mitteln erbaut, wie sie hier in der Umgebung vorkamen. Viel Holz und wenig Steine. Die meisten Dächer waren mit dicken Lagen Schilf gedeckt, die zu engen Bündeln geschnürt waren. Ton und Lehm waren hier selten. &lt;br /&gt;Als sie die Wagen vor dem Dorf erreichten, hatte sich gerade die Truppe versammelt, um gemeinsam ihr Abendbrot einzunehmen. Nach dem mehr als üppigen Mahl des letzten Abends, fiel es dieses Mal wieder so karg wie üblich auf Reisen aus. Die Frauen hatten einen Eintopf aus Trockenfleisch und verschiedenem haltbaren Wurzelgemüse zubereitet. Es war in der Hitze des Sommers immer schwierig, für die Frische von Lebensmitteln zu sorgen. &lt;br /&gt;Hastor und Helmine erwarteten die Jungen bereits. Sie standen gerade bei Khalid und seiner Gefährtin Chalise. Die beiden hatten eine Schlangennummer und waren begnadete Musiker. Wenn der dunkelhaarige Khalid die bildschöne Chalise auf seiner Maholzflöte begleitete und sie ihre zarte Stimme zu ihren Bewegungen erklingen ließ, sorgte dies regelmäßig für angehaltenen Atem bei den Männern und neidvolle Blicke bei den Frauen. Die fast schwarze Haut und die mandelförmigen Augen des Paares taten durch ihre Exotik das Übrige. In den Gegenden, in denen die Gruppe, seit nun etwa zwei Jahren unterwegs war, gab es nicht viele Menschen von dieser Hautfarbe. &lt;br /&gt;Melton hatte sich schon öfters gefragt, wie die Reaktionen hier wohl wären, wenn Lumid noch bei ihnen wäre. Seine schuppige Echsenhaut und die lange, ständig zischelnde Zunge wären bestimmt sehr interessant gewesen. ‚Schade, dass es der Echse in dieser Gegend zu viele kalte Tage gab’, dachte sich Melton wieder einmal. &lt;br /&gt;„Seid ihr soweit?“, fragte Hastor seine beiden Söhne. Die beiden nickten. „Gut.“ Dann wandte er sich an Khalid. „Du weißt, wo wir sind. Wenn etwas sein sollte, dann holt uns. Und schaut ein wenig nach Willy. Ich weiß, dass zwar gerade Dareck und Marius bei ihm sind, aber ein wenig andere Gesellschaft, kann sicher nicht schaden.“ &lt;br /&gt;Khalid und Chalise nickten.&lt;br /&gt;Anschließend machte sich Hastors Familie auf den Weg zu Jurons Haus. Dort angekommen, wurden sie auch schon erwartet. Juron führte sie sogleich in die große Küche, die auch zugleich als Speiseraum diente. Eine Frau stand noch am Herd und würzte gerade einen letzten Topf, als sie den Raum betraten. Ein gut gedeckter Tisch mit allerlei dampfenden Feldfrüchten, verströmte einen aromatischen Duft. Jedes Gemüse war mit einer anderen Soße übergossen und alles sah überaus köstlich aus. &lt;br /&gt;„Dies ist mein Weib Margot. Sie hat uns Aschtars köstliche Gaben zubereitet.“ Die Frau, die ein einfaches Gewand trug, wischte sich schnell die Hände an der Schürze ab, die sie darüber umgebunden hatte. Dann verschränkte sie die Arme vor der Brust und verneigte sich leicht, wie es bei den Frauen in dieser Gegend zur Begrüßung üblich war. Sie hatte ein ebenso freundliches, wie auch vom Wetter und der Arbeit auf dem Feld gegerbtes Gesicht, wie ihr Mann. Die lederne Haut und die tiefen Furchen, machten es sehr schwierig ihr Alter zu bestimmen, doch war sie wohl ein paar Jahre jünger als Juron. Nachdem auch Hastor seine Familie vorgestellt hatte, ging plötzlich eine Tür hinter ihnen auf. &lt;br /&gt;„Ach, da kommt auch schon unsere Tochter mit dem Wein. Komm her Liebes und begrüß unsere Gäste.“ Das Mädchen trug ein braunes Kleid und hatte lange rote Haare, die zu einem Zopf geflochten waren. In den Händen hielt sie einen großen hölzernen Krug. Syrill und Melton sahen sich überrascht an. Es war das Mädchen vom Brunnen. &lt;br /&gt;Schnell stellte sie den Wein auf dem Tisch ab und machte es dann der Geste ihrer Mutter nach, indem sie die Arme verschränkte und sich leicht verbeugte. Allerdings zeigten ihre Hände dabei zum Boden und lagen nicht vor der Brust. Ein Zeichen, dass sie noch unvermählt war. Als der Blick des Mädchens auf Syrill und Melton fiel, verzog sich leicht ihr Gesicht und ihre Augen blitzten auf. Doch sie hatte ihre Überraschung schnell wieder im Griff.&lt;br /&gt;„Das ist Margit, unser Sonnenschein.“, stellte Juron seine Tochter vor. &lt;br /&gt;Syrill entfuhr ein unterdrücktes Schnauben, als er ‚Sonnenschein’ vernahm, was ihm einen tadelnden Blick von seiner Mutter und einen Rempler von Melton einbrachte. Doch Juron und seine Frau hatten offenbar nichts bemerkt. Nur das junge Mädchen funkelte ihn weiter böse an, während ihr Vater erklärte: „Dies sind unsere Gäste von der Wandergruppe, Margit. Hastor mit seiner Frau Helmine und ihre beiden Söhne Melton und Syrill.“&lt;br /&gt;Nachdem endlich alle Formalitäten erledigt waren, setzten sich die beiden Familien an den Tisch. Das Geschirr, wie auch der größte Teil des Raums bestand aus einfachem Holz, das jedoch mit schönen Schnitzereien verziert war.&lt;br /&gt;„Habt noch einmal Dank für eure Einladung, Juron.“, sprach Hastor nachdem Juron einen Tischsegen zu Ehren Aschtar aufgesagt und sich alle von den Speisen genommen hatten. &lt;br /&gt;„Nun, wie schon erwähnt, geschah dies mit einem gewissen Eigennutz.“, entgegnete dieser zwischen zwei Bissen. „Erzählt uns von euren Reisen und was auf Aschtars Feldern sonst so vor sich geht.“&lt;br /&gt;Hastor tat ihm also diesen Gefallen und berichtete, wo sie in der letzten Zeit überall gewesen waren und wie in den jeweiligen Städten die Lage war. Juron hörte aufmerksam zu und stellte auch immer wieder Fragen zu der dortigen Verehrung ihres Gottes und anderen kulturellen Dingen. Er war scheinbar wirklich sehr interessiert, was überall vor sich ging und kam nach eigenen Aussagen nur wenig herum. Dies war für einen Bauer auch nicht sonderlich verwunderlich, nur von der ständigen Erwähnung des Gottes der Erde und Natur war Hastor irritiert. Er wusste zwar, dass alle Bauern Aschtar verehrten, aber in dieser Intensität, hatte er es noch nie erlebt. &lt;br /&gt;Auch gaben sich die meisten Bauern nicht nur mit einem Gott zufrieden. Meistens ging dies mit der Ergebenheit für Heavon einher, dem der Himmel und das Wetter untertan waren. &lt;br /&gt;Syrill war gespannt, ob sein Vater auch von den Vorkommnissen der letzten Nacht erzählen würde. Dem restlichen Gespräch folgte er nur mit einem Ohr und genoss stattdessen das delikate Essen, bis… &lt;br /&gt;„Und in wie weit sind in den übrigen Provinzen die Glutaugen unterwegs?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Weiter geht es hier am Mittwoch.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-6722568162187236258?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/6722568162187236258/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/10/1-kapitel-teil-13-abendessen-mit-juron.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/6722568162187236258'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/6722568162187236258'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/10/1-kapitel-teil-13-abendessen-mit-juron.html' title='1. Kapitel Teil 13 - Abendessen mit Juron'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-5005529075730659275</id><published>2011-10-19T10:48:00.000-07:00</published><updated>2011-10-19T11:28:57.027-07:00</updated><title type='text'>1. Kapitel Teil 12 - Zwischenhalt</title><content type='html'>Die Gruppe hatte begonnen ihr Lager abzuschlagen. Die Pferde waren versorgt und bereits vor die Wagen gespannt. Alles wartete darauf, dass Hastor das Kommando zur Abfahrt gab, doch dieser saß noch immer mit Dareck und Marius zusammen. &lt;br /&gt;Marius wusste nicht mehr viel, was mit ihm geschehen war. Alles, was er noch zusammenbrachte, waren die Finsternis, die glühenden Augen und dass er auf einmal in Flammen stand. Zu keiner Bewegung fähig und hilflos gewesen, hatte er die ganzen Qualen erlebt, wie sich ihm die Haut vom Fleisch schälte. Sogar den sengenden Geruch des Rauchs und die Atemlosigkeit, durch die ihn umhüllenden Flammen hatten sich lebhaft in seinen Geist eingebrannt. Keiner wusste sich zu erklären, wie es geschehen konnte, dass auf seiner Haut tatsächlich Brandblasen zu finden waren. Am Schlimmsten waren seine Handgelenke betroffen, die bereits zuvor übel zugerichtet waren. Doch nun konnte er nur unter starken Schmerzen seine Hände bewegen. &lt;br /&gt;Helmine befand sich derzeit bei Chester, bei dem noch keine Besserung festzustellen war. Schlimmes Fieber hatte in der Nacht Besitz von ihm ergriffen. &lt;br /&gt;Melton und Syrill waren bei ihr und halfen mit nassen Bandagen die Temperatur des kleinen Mannes zu senken. &lt;br /&gt;Schließlich brachen sie auf. Die nächste Siedlung lag etwa eine Tagesreise entfernt und man hoffte, dort einen Heiler zu finden. Doch trotz zügiger Fahrt und ohne weitere Zwischenfälle war es für Chester zu spät. Er erlag am späten Nachmittag seinen Verletzungen. Sein älterer Bruder Willy und auch die restliche Gruppe waren schwer getroffen. Alle hatten den lustigen Mann sehr gemocht. Chester war zuvor nicht ein einziges Mal aus seinem tiefen Koma erwacht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wie geht es Willy?“, fragte Hastor, als sie am Abend, ein kleines Dörfchen erreichten, dessen Namen sie nicht einmal kannten. Den Wald hatten sie noch nicht lange hinter sich gelassen, und ohne ihr übliches Getöse, mit dem sie sich normalerweise in den Ortschaften ankündigten, hatten sie sich einfach am Rand der Siedlung eine geeignete Stelle für ihr Lager gesucht. Es dauerte nicht lange, bis die ersten Einwohner auftauchten. Hauptsächlich Kinder, aber auch Ältere begutachteten die Ankömmlinge. &lt;br /&gt;„Nicht gut.“, antwortete ihm Dareck, der neben Hastor kniete und gerade Holzkeile unter die Räder seines Wagens schob, um ihn an dem leicht abschüssigen Platz zu sichern. Vorsichtig stand er auf. Er wollte sein Bein noch etwas schonen, doch eigentlich hatte er keine Beschwerden mehr. „Der Punkt ist auch einfach, dass wir nicht einmal wirklich den Grund wissen, weshalb Chester sterben musste. Einen versuchten Diebstahl können wir wohl ausschließen und ehrlich gesagt, habe ich nicht einmal eine Vermutung, über die wahren Gründe.“&lt;br /&gt;„Du vergisst Olinga, Dareck.“&lt;br /&gt;„Nein, tue ich nicht. Aber die Frage ist doch, was jemand so Gefährliches von einem alten Kräuterweib, die allein im Wald lebt, will.“&lt;br /&gt;Hastor wollte gerade etwas entgegnen, als ein älterer Mann zu ihnen trat. &lt;br /&gt;„Ich grüße euch und willkommen in unserem kleinen Dorf.“ Der Mann hatte ein freundliches Gesicht und trug einfache Kleidung, wie sie auf dem Feld üblich war. „Ihr seid Hastor? Ein Junge sagte mir, dass dies eure Gruppe sei.“&lt;br /&gt;„Das ist richtig. Ich bin Hastor und dies ist Meister Hastors fahrendes Theater. Ihr seid…?“ Hastor hatte sich ihm zugewandt und leicht verbeugt. &lt;br /&gt;„Mein Name ist Juron. Ich stehe unserem kleinen Rat vor, den wir hier haben und in dieser Funktion möchte ich euch begrüßen.“ Auch er verbeugte sich leicht.&lt;br /&gt;„Nun denn, Juron. Ich hoffe, dass euch unser kleiner Aufenthalt hier nicht stört. Wir sind nur auf der Durchreise und auf dem Weg nach Weißenburg.“&lt;br /&gt;Weißenburg war die nächstgrößere Stadt und die Gruppe hatte sich dort ein paar Vorstellungen und spendierfreudiges Publikum mit dicken Geldbörsen erhofft. &lt;br /&gt;„Nein, natürlich nicht. Aber sagt, wollt ihr uns nicht auch ein wenig Unterhaltung bieten? Es waren schon länger keine Spielleute mehr hier.“&lt;br /&gt;Hastor war unschlüssig und sah nachdenklich Dareck an. Er wusste nicht, ob er eine so baldige Vorstellung seinen Leuten zumuten wollte, nach den letzten Ereignissen. Doch der Messerwerfer zuckte nur mit den Schulter und machte ein ebenso ratloses Gesicht. &lt;br /&gt;„Ihr müsst wissen Juron, dass wir heute einen schweren Verlust zu beklagen haben. Einer unserer Männer ist auf dem Weg hierher verstorben und noch nicht einmal bestattet.“&lt;br /&gt;„Oh, das tut mir natürlich leid. Wollt ihr dies vielleicht hier tun? Wir haben einen Priester Aschtars unter uns, der sicherlich gerne die Trauerfeier abhalten würde. Ihr seid doch Aschtar wohl gesonnen, oder?“ &lt;br /&gt;Für Hastor war einer der vier Götter, die hier öffentlich verehrt wurden so gut wie der andere. Er hatte sich nie festgelegt und betete in der Regel zu dem, der gerade der Situation angemessen war – sofern er überhaupt betete. Doch gab es in der Zwischenzeit immer mehr Menschen, die sich nur noch einem der vier Brüder verschrieben und von den anderen nichts mehr wissen wollten. Es wunderte Hastor nicht, dass man hier Aschtar zugetan war. Aschtar war unter anderem der Gott der Erde und daher der Schutzpatron der Bauern.  &lt;br /&gt;„Natürlich und habt Dank für dieses Angebot. Aber diese Entscheidung obliegt nicht mir, sondern dem Bruder des Verstorbenen. Ich werde mit ihm darüber sprechen.“&lt;br /&gt;„Tut das und dann kommt später in mein Haus zum Essen. Ihr und eure Familie seid hiermit herzlich eingeladen. Es interessiert mich, was sonst so im Lande vor sich geht und ihr könnt sicherlich Einiges berichten.“&lt;br /&gt;Hastor nahm an und nachdem Juron ihm den Weg zu seinem Haus beschrieben und sich verabschiedete hatte, berichtete Hastor seiner Frau und natürlich auch Willy von dem Gespräch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Nein, ihr kommt beide mit!“ Hastor duldete keine Widerrede, als er mit seinen Söhnen sprach.  „Wir wurden als Familie eingeladen und da habt ihr diesmal beide dabei zu sein. Geht euch waschen. Im Dorf ist ein Brunnen und lasst es euch nicht einfallen wieder zu trödeln.“ &lt;br /&gt;Syrill und Melton waren nicht begeistert. Sie mochten solch förmliche Abende überhaupt nicht. Es geschah des Öfteren, dass Hastor als Anführer der Gruppe, die ja immerhin auch seinen Namen trug, zu besonderen Anlässen eingeladen wurde. Meist war dies mit Geschäften verbunden, oder daraus entstanden, da das Theater auch immer wieder fest gebucht wurde. Sie spielten zwar die meiste Zeit auf öffentlichen Märkten, doch der Ruf der Gruppe war gut und so riefen sie auch hin und wieder gut Betuchte und selbst Adlige zu ihren Festen. &lt;br /&gt;Es kam wirklich nicht oft vor, dass Syrill und Melton bei solch einem Treffen zugegen waren, doch machte Syrill trotzdem, nachdem sie ein paar Schritte vom Wagen entfernt waren, seinem Unmut Luft. „Mist. Wieder so ein blöder Abend am Tisch von irgend so einem eingebildeten Fatzke.“  &lt;br /&gt;„Ach jetzt hab dich nicht so. Das hier ist ein kleines Dorf und sicher nicht mit dem dicken Kahlkopf zu vergleichen.“ &lt;br /&gt;Melton spielte auf einen sehr reichen Tuchhändler aus Raalfurt an, bei dem sie schon mehrmals zu größeren Festen aufgespielt hatten. Seit der Hochzeit des dicken Mannes, mit einer noch dickeren Dame des niederen verarmten Adels, lud er stets Hastor mitsamt Familie zu sich ein, wenn sie wieder in der Stadt waren. Hastor hatte mit einem kleinen Mittelchen, das er extra mitbrachte für eine gelungene Hochzeitsnacht gesorgt. Nach dem vielen Wein, der in dieser Nacht floss, war das Pulver auch bitter nötig. Viele böse Scherze wurden an diesem Abend von der Hochzeitsgesellschaft darüber gemacht, ob der frisch gebackene Ehemann sich die Braut erst noch schön trinken musste. Noch bösartigere Scherzbolde  sprachen gar davon, dass dem Ehemann der junge Priester, welcher die Trauung vollzog, ohnehin lieber gewesen wäre. Nun ja, eine gewisse Neigung für hübsche Männer war dem Händler tatsächlich nicht abzusprechen. Doch von all dem wussten die Jungen natürlich nichts. &lt;br /&gt;Trotz der aufmunternden Worte von seinen Bruder, war Syrills Begeisterung für den bevorstehenden Abend noch immer mehr als gedämpft. Er hoffte, dass das Essen schnell vorbei sein würde und er sich danach etwas zurückziehen konnte. Seine Gedanken waren noch immer voller Trauer bei Chester. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Den nächsten Teil findet ihr am Wochenende hier.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-5005529075730659275?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/5005529075730659275/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/10/1-kapitel-teil-12-zwischenhalt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/5005529075730659275'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/5005529075730659275'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/10/1-kapitel-teil-12-zwischenhalt.html' title='1. Kapitel Teil 12 - Zwischenhalt'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-669886382397952780</id><published>2011-10-16T10:40:00.000-07:00</published><updated>2011-10-16T10:54:06.988-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Traum'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Olinga'/><title type='text'>1. Kapitel Teil 11 - Ein tödlicher Traum</title><content type='html'>„Also, was war hier los?“ Hastors Stimme wirkte ruhig, doch war ihm die Anspannung deutlich anzusehen. Sie befanden sich in ihrem Wagen, um die jüngsten Ereignisse der Nacht zu besprechen. Diesmal waren auch die beiden Jungen anwesend. Marius, der in der Zwischenzeit zwei dicke Verbände mit Wundsalbe, um seine Handgelenke hatte, lehnte an der Wand. Neben ihm saß Dareck auf einem Schemel. Helmine befand sich derzeit mit Olinga bei Chester in dessen Wagen. Er war noch immer nicht bei Bewusstsein und es stand schlecht um den kleinen Mann. &lt;br /&gt;„Syrill, was hast du eigentlich dort draußen zu suchen gehabt?“&lt;br /&gt;„Ihn trifft keine Schuld.“, mischte sich Dareck ein. „Der Junge konnte nur nicht schlafen und ich überredete ihn, mit mir zusammen Chester einen Streich zu spielen. Wer konnte ahnen, dass das schon jemand anderes erledigt hatte?“ Dabei verzog sich Darecks Gesicht zu einem gequälten Grinsen. Man sah ihm die tatsächliche Sorge um den verletzten Freund deutlich an. &lt;br /&gt;So berichteten die drei also das, was sie zu erzählen hatten.&lt;br /&gt;„Zum Glück hat mich Dareck zum loslassen bewegt.“, schloss gerade Marius seine Erzählung. „Sonst wäre auch ich in Flammen aufgegangen.“ Dabei hob er, zur Verdeutlichung seine bandagierten Arme. Für einen Moment hingen alle still, ihren Gedanken nach.&lt;br /&gt;„Wieso eigentlich?“, fragte da plötzlich Syrill. &lt;br /&gt;„Wieso? Soll ich die Bänder noch mal abmachen, Junge? Die Flammen waren echt, verdammt!“ &lt;br /&gt;„Das meine ich doch nicht.“ Dann wandte sich der Junge zu dem Messerwerfer. „Woher hast du gewusst was passieren würde, Dareck? Bist du so einem Monster schon einmal begegnet?“ &lt;br /&gt;Nun richteten sich alle anwesenden Augen auf den dunkelhaarigen Mann auf dem Schemel, doch Dareck schüttelte den Kopf. &lt;br /&gt;„Nein, Olinga, sie sagte es mir. Ich war noch keine drei Atemzüge bei dem Gerangel am Boden, da stand sie plötzlich neben mir und sagte, dass ich Marius zum loslassen bewegen müsse oder dass er sonst stirbt. Dabei wurden auch diese verfluchten Augen immer heller. Sie strahlten richtig. Da wusste ich, dass es besser war, ihren Worten Glauben zu schenken.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es sollte noch eine ganze Weile dauern, bis endlich Helmine in den Wagen kam, doch war sie allein.&lt;br /&gt;„Wo ist Olinga?“, erkundigte sich Hastor. Auch die anderen befanden sich noch im Wagen. &lt;br /&gt;„Sie ist zu Milla und wollte zu Bett gehen. Der Abend hat sie sehr angestrengt.“ Auch Helmine wirkte verausgabt und müde. &lt;br /&gt;„Wie geht es Chester?“ Die Besorgnis in Darecks Stimme war klar zu vernehmen. &lt;br /&gt;„Noch immer nicht gut. Wir wissen nicht, wie tief er verletzt wurde. Olinga hat seine Wunde mit verschiedenen Pflanzen behandelt, doch er hat noch immer nicht das Bewusstsein  erlangt.“ &lt;br /&gt;Hastor dachte einen Moment nach, dann sagte er: „Marius, geh sie holen. Ich will die Ereignisse sofort besprechen!“&lt;br /&gt;„Jetzt?“, entgegnete Helmine darauf scharf. „Es ist spät und wir brauchen alle unseren Schlaf. Schau dir die Kinder an, Mann!“&lt;br /&gt;Doch Hastor blieb hart: „Ja, jetzt! Marius, geh!“ &lt;br /&gt;Während Marius den Wagen verließ, war Helmine deutlich ihre Entrüstung anzusehen. &lt;br /&gt;„Schau mich nicht so an, Weib! Olinga scheint mehr über die heutigen Vorkommnisse zu wissen, als sie uns gesagt hat.“ &lt;br /&gt;Dann erklärte Dareck, wie Olinga ihn bei dem Kampf gewarnt hatte. Wieder verbrachten sie eine kleine Weile mit Warten, bis Marius endlich wieder den Wagen betrat. „Sie ist weg.“&lt;br /&gt;„Was?“, entfuhr es Hastor.&lt;br /&gt;„Sie ist nicht in Millas Wagen und sei dort auch, nachdem sie die Kräuter für Chester geholt hatte, nicht mehr gewesen.“&lt;br /&gt;„Verdammt. Was ist hier los? Das wird ja alles immer besser.“ Hastor war ratlos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie entschieden schließlich, das Lager und die unmittelbare Umgebung nach Olinga abzusuchen. Alle, die noch wach lagen beteiligten sich hieran, doch Olinga blieb verschwunden. &lt;br /&gt;Nachdem neue Wachen eingeteilt, aber ohne Licht in die geschehenen Ereignisse gebracht zu haben, kehrte endlich wieder Ruhe in das Lager ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Es war finster um Marius. Er lag da und versuchte zu ergründen wo er sich befand. Träumte er? Dies war nicht sein Bett in dem Wagen, den er sich mit Dareck teilte. Es gab kein Mondlicht, das normalerweise durch das kleine Fenster auf sein Kissen schien, nur absolute Dunkelheit. Er wollte sich aufrichten, sich umschauen, doch es gelang ihm nicht. Was war geschehen? War er tot? Er spürte seine Handgelenke. Sie pochten und schmerzten ihn. Er lauschte, jedoch ohne Ergebnis. Kein Schnarchen von Dareck. Keine Geräusche des Waldes, die er durch das offene Fenster beim Einschlafen noch vernommen hatte. Er fühlte sich unbehaglich und unsicher. Marius war kein ängstlicher Mann, doch im Moment fühlte er sich hilflos. Er konnte nicht einmal den Kopf drehen, um sich einen Überblick der Umgebung zu verschaffen. &lt;br /&gt;Plötzlich sah er ein schwaches rotes Leuchten weit über ihm. Das Leuchten wurde heller. Oder kam es nur näher? Er konnte auf einmal die Quelle ausmachen. Nicht eine, sondern gleich zwei. Zwei rot leuchtende Augen, die sich ihm näherten. Er wollte rufen, doch kein Laut verließ seine Kehle…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dareck erwachte früh am nächsten Morgen. Er hatte schlecht geschlafen und auch noch eine ganze Weile wach auf seiner Matratze gelegen. Marius hatte bereits tief und ruhig geatmet, was normalerweise ein untrügliches Zeichen dafür war, dass er schlief, als auch endlich Dareck seinen Schlaf fand. &lt;br /&gt;Nun richtete er sich auf und streckte sich. Sein Knie tat ihm noch immer etwas weh, doch war die Schwellung zurückgegangen. Syrill hatte ihn wirklich gut erwischt, dachte er. &lt;br /&gt;„Wach auf, du Ochse. Du hast lange genug geschlafen.“ &lt;br /&gt;Doch von Marius kam keine Regung, während sich Dareck sein dunkles Wams überzog. Nachdem Dareck seine Stiefel angezogen hatte, trat er fest gegen Marius Schlafkoje. &lt;br /&gt;„He Marius, es wird Zeit. Wir müssen die Tiere versorgen, auf dass wir endlich von hier weg kommen.“ &lt;br /&gt;Doch noch immer kam keine Reaktion. Dareck, der den tiefen Schlaf von Marius gewohnt war, griff nach einem halbvollen Krug Wasser, der neben seiner eigenen Koje stand und schüttete dieses kurzerhand Marius ins Gesicht. Die Erwartung von seinem prustenden und sich wie immer, wenn dies geschah, aufregenden Gefährten wurde nicht erfüllt. &lt;br /&gt;„Marius?“ Dareck war nun unwohl zumute. Er rüttelte an den Schultern des kräftigen Mannes und tastete anschließend voller Sorge nach dessen Herzschlag. Erleichtert konnte er diesen spüren. Auch der gewaltige Brustkorb des regungslosen Mannes hob und senkte sich leicht unter seinem Atem, wie er nun feststellte. Doch als Dareck Marius Lider hochzog, konnte er nur das Weiße in dessen Augen erkennen. &lt;br /&gt;„Bei Aschtars wachem Geist. Was geht hier nur vor sich?“, murmelte Dareck vor sich hin, wie er so über seinen Freund gebeugt dastand. „Haben sich denn alle Höllen gegen uns verschworen?“ &lt;br /&gt;Er suchte eine Reaktion in Marius Gesicht. Irgendetwas, das ihm einen Hinweis auf dessen Zustand geben könnte. Dareck hatte schon Menschen im Delirium und Ähnlichem gesehen, doch Marius wirkte mehr tot, denn lebendig. &lt;br /&gt;Unerwartet begannen Marius Augen wild zu flackern. Die Pupillen zuckten wie im Wahn hin und her und plötzlich fing Marius an zu schreien. Erschrocken wich Dareck zurück. Der Schrei war laut und schien in tiefstem Entsetzen seinen Ursprung zu haben. Schlagartig richtete der große Mann sich auf. Den Blick nun starr gerade aus und noch immer aus tiefster Kehle schreiend. Seine Haut war urplötzlich gerötet, als wenn er zu lange in der Sonne gewesen wäre. &lt;br /&gt;Dann verstummte er. &lt;br /&gt;Dareck stand noch immer da und wusste nicht was er tun sollte. Er sah wie die gerötete Haut an manchen Stellen Blasen gebildet hatte. Blasen, wie man sie durch große Hitzeeinwirkung bekommt. &lt;br /&gt;„Marius?“, versuchte er es erneut. &lt;br /&gt;„Was… was ist geschehen? War es ein Traum? Bin ich am Leben?“ Marius sah ihn nun schwer atmend an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Der nächste Teil folgt am Mittwoch.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-669886382397952780?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/669886382397952780/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/10/1-kapitel-teil-11-ein-todlicher-traum.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/669886382397952780'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/669886382397952780'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/10/1-kapitel-teil-11-ein-todlicher-traum.html' title='1. Kapitel Teil 11 - Ein tödlicher Traum'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-6618888021378910465</id><published>2011-10-11T12:04:00.000-07:00</published><updated>2011-10-12T09:39:06.018-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Marius'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Feuer'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kampf'/><title type='text'>1. Kapitel Teil 10 - Kampf</title><content type='html'>Syrills Gedanken wurden schlagartig wieder klarer. Er konnte sogar den Kopf wenden und sah dort den Hünen Marius stehen. Nur mit einer halblangen Hose bekleidet und einem schweren Hammer in der Hand, bot er einen imposanten Anblick. &lt;br /&gt;Der Mann, in seinem dunklen Mantel, hatte sich die ganze Zeit zu Syrill hinuntergebeugt, erst jetzt, als er sich aufrichtete und Marius zuwandte, konnte dieser die leuchtenden Augen sehen. &lt;br /&gt;„Was, bei den elf Höllen…?“ Weiter kam der halbnackte Mann nicht. Einem plötzlichen Angriff ausgesetzt, sprang er zur Seite und damit aus dem Wagen. Der Angreifer hatte blitzschnell seine Klinge gezogen und in einer einzigen, fließenden Bewegung nach Marius geschlagen. &lt;br /&gt;Syrill, der nun frei war, sprang ebenfalls zurück und überlegte fieberhaft, was er tun sollte. Er kam nur zu einem Schluss und rief erneut laut um Hilfe, während er sich hinter einem der Wagen versteckte.&lt;br /&gt;Marius war völlig überrascht. Hatte er doch die Hilfeschreie zuvor für mehr geträumt, denn real gehalten und eigentlich nur der Vorsicht wegen nachgesehen. Schnell war er in eine Hose geschlüpft und nahm das erst Beste als Waffe, was ihm in die Hände fiel. &lt;br /&gt;Nun stand er einem, scheinbar bestens gerüsteten Kämpfer, direkt vor seinem Wagen gegenüber, der einen Anblick bot, wie er ihn nie zuvor gesehen hatte.&lt;br /&gt;Wieder schlug der dunkle Mann zu. Marius parierte mit seinem Hammer und verlor dabei beinahe einen Finger, als die Klinge den Stil dicht über seiner Hand traf. Der eigene Angriff ging ins Leere, da sein Gegenüber mühelos auswich. Marius erkannte sofort, dass er keine Chance haben würde. Sein Hammer war viel zu langsam und er war noch nie gut mit Waffen gewesen. Seine üblichen Kämpfe trug er mit roher Kraft und den bloßen Fäusten aus – so jedoch war er hoffnungslos unterlegen. &lt;br /&gt;Ein schneller Angriff folgte. Wieder zu langsam mit dem Hammer, brandete diesmal Schmerz durch Marius linke Schulter. Einer Finte zum Opfer gefallen, hatte ihn die schlanke Klinge erwischt. Er spürte sein Blut hervorquellen. Der Angriff war so schnell, er hatte ihn nicht einmal kommen sehen. Erst als er das stechende Brennen fühlte, erkannt er seinen Fehler. &lt;br /&gt;Auch sein Gegner schien sich seiner Überlegenheit nun gewiss. „Gib auf!“, zischte dieser zu Marius hinüber. „Du bist mir nicht gewachsen.“ &lt;br /&gt;In der Zwischenzeit waren noch mehr Lichter in den Wagen angegangen und die ersten Rufe wurden laut. &lt;br /&gt;„Wenn du es nicht tust, werde ich nicht nur dich, sondern auch den kleinen Jungen töten. Langsam und schmerzhaft. – Den Jungen. Dich werde ich nur schnell aufspießen.“ &lt;br /&gt;Bei diesen Worten schienen die roten Augen noch heller zu strahlen, doch für Marius war das zuviel. Vor diesem Satz wollte er nur auf Zeit spielen, abwarten und hoffen, dass die anderen bald zu Hilfe eilten. Doch nun wollte er dieses bösartige Schwein, nur noch zur Strecke bringen. &lt;br /&gt;Von einem lauten Schrei begleitet, warf er den Hammer auf seinen überheblichen Gegner. Nicht zum Kopf, sondern direkt auf die Körpermitte. Es war ein Geistesblitz, woher auch immer, der ihn auf diese waghalsige Idee brachte. Sie bewegten sich noch immer direkt zwischen den Wagen und Marius, wie auch sein Angreifer, standen gerade sehr nahe an einer der Außenwände – zu nahe. Es fiel dem Mann im Umhang leicht dem Wurf auszuweichen, doch blieb ihm dafür nur eine Richtung, wenn er sich nicht zu Boden fallen lassen wollte. Nach rechts von der Wagenwand weg.&lt;br /&gt;Dort erwartete ihn Marius. Sofort nachdem der Hammer seine Hand verlassen hatte, sprang er genau in den erhofften Weg seines Gegners. Der Plan ging auf und die beiden so unterschiedlichen Kämpfer prallten hart zusammen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Syrill hatte in dem Augenblick aufgehört zu schreien, als er die Klinge in Marius Schulter dringen sah. Das Schwert war nicht groß, doch das Blut, das es hervorbrachte reichlich. Voller Schrecken erkannte der Junge, selbst aus seiner versteckten Position heraus, den Ernst dieses Kampfes. Noch nie in seinem Leben, hatte er einer tödlichen Konfrontation beiwohnen müssen.&lt;br /&gt;Er bemerkte die Schnelligkeit dieses Mannes und die Leichtigkeit seiner Bewegungen. &lt;br /&gt;Plötzlich schienen die Kämpfer inne zu halten. Der finstere Mann bewegte die Lippen, doch konnte Syrill nicht verstehen, was er sagte. Er sah nur wie sich Marius Gesicht plötzlich, vor Entschlossenheit versteinerte und dieser dann seinen wütenden Angriff begann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Scheinbar überrascht und durch den Aufprall der beiden Kämpfer, entglitt dem Wesen mit den roten Augen seine Waffe und es entstand ein heftiges Gerangel am Boden. &lt;br /&gt;Marius versuchte sofort seinen Gegner zu packen und damit den Kampf am Boden zu bestimmen. Wie ein Aal auf dem Land wand sich sein Widersacher, doch bildete hier nun die Rüstung und der Mantel einen Nachteil. Zu viele Möglichkeiten für Marius immer wieder an einer anderen Stelle das Wesen packen und festhalten zu können. Schließlich hatte der große, halbnackte Mann seinen Gegner in einer scheinbar ausweglosen Lage festgesetzt. &lt;br /&gt;Sie lagen beide auf der Seite und Marius hatte von hinten, seinen Arm und den Hals des Gegners  geschlungen, beide Beine über den Schenkeln des Mannes verschränkt und zog zusätzlich noch, mit seiner freien Hand einen Arm des Wesens, hinter dem Rücken nach oben. So hörte die Gegenwehr endlich auf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Du wirst niemanden töten!“, stieß Marius schwer atmend hervor. Der Kampf hatte ihn erhitzt und verausgabt. Seine Schulter brannte höllisch und sein ganzer Körper schien zu glühen. &lt;br /&gt;„Wir werden sehen.“, konnte er gepresst vernehmen. Dann hörte er eine andere Stimme neben sich.&lt;br /&gt;„Marius lass ihn los! Schnell!“ Dareck stand auf einmal neben ihm und versuchte den großen Mann zum loslassen zu bewegen, doch Marius drückte mit seinem Arm die Kehle des Mannes weiter zu. Sein Arm brannte dabei. Die Schmerzen nahmen immer mehr zu, je mehr er presste, doch es war ihm egal. Er war in einer Art Rausch. Ausgelöst durch die Worte und den Kampf. Diesen Gegner hier wollte er tot sehen. Er fragte sich, ob die Augen dann wohl aufhören würden zu glühen. &lt;br /&gt;„Marius, bitte. Er wird dich töten!“ Dareck zog und zerrte an seinem Freund.&lt;br /&gt;‚Mich töten?’ Die Worte ergaben für Marius keinen Sinn. Er war es doch, der den anderen würgte und nicht umgekehrt. &lt;br /&gt;Endlich erkannte er, dass etwas nicht stimmte. Die Hitze, die er spürte kam nicht nur durch den Kampf. Dort wo er direkt die Haut seines Gegners berührte, fühlte es sich an, als ob er ein brennendes Stück Kohle halten würde. Zuvor hatte seine Rage den Schmerz betäubt, doch jetzt konnte er seinen Griff nicht mehr halten. Marius ließ los und stieß das Wesen von sich. &lt;br /&gt;Keinen Moment zu früh, wie sich herausstellte. Neben sich sah Marius und auch alle anderen, die in der Zwischenzeit aus den Wagen gekommen waren, seinen Gegner in einer gewaltigen roten Stichflamme auflodern. Es war, als ob man Öl in ein Feuer gegossen hätte. &lt;br /&gt;Die brennende Gestalt erhob sich. Die Augen gen Himmel gerichtet, stand das Wesen einen Moment nur da. Die Flammen verzehrten die Haut, wie auch die Kleider. Doch kein Laut des Schmerzes war zu vernehmen. &lt;br /&gt;Vollkommen unerwartet, stürzte sich plötzlich das brennende Monster erneut auf Marius. Der war nur etwas zurückgerutscht und saß noch immer am Boden. Bestürzt nahm Marius die Hände vor sein Gesicht, um seine Augen vor den heißen Flammen zu schützen, als das brennende Wesen sich über ihn beugte. &lt;br /&gt;„Schau mich an!“ zischte das Monster und versuchte Marius die schützenden Hände wegzuziehen. Sengender Schmerz durchzuckte dort die Handgelenke des Mannes, wo er berührt wurde.&lt;br /&gt;Alle Anwesenden schauten entsetzt dem furchtbaren Geschehen zu. Rufe wurden laut.&lt;br /&gt;„Holt eine Decke!“ &lt;br /&gt;„Wasser!“ &lt;br /&gt;„Zieht ihn weg, schnell!“&lt;br /&gt;Die ersten, der Schausteller stürzen gerade los, da war es schon vorbei. Wie dünnes Pergament zerfiel plötzlich der Körper binnen weniger Augenblicke unter den Flammen zu Asche. Langsam rieselten sie auf Marius herab. Es sollte nichts Greifbares vom Körper des Wesens übrig bleiben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Weiter gehts am Wochenende.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-6618888021378910465?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/6618888021378910465/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/10/1-kapitel-teil-10-kampf.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/6618888021378910465'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/6618888021378910465'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/10/1-kapitel-teil-10-kampf.html' title='1. Kapitel Teil 10 - Kampf'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-61508154327531852</id><published>2011-10-07T12:50:00.000-07:00</published><updated>2011-10-08T00:07:13.860-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Panik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Augen'/><title type='text'>1. Kapitel Teil 9 - Panik</title><content type='html'>Dareck stand bei einem der Pferde und legte diesem beruhigend seine Hand auf die Flanke.&lt;br /&gt;„Psst. Ganz ruhig. Was hat euch nur so in Aufregung versetzt?“, flüsterte der Messerwerfer beruhigend dem Tier zu, als ob es ihm Antwort geben könne. Sorgsam blickte er sich immer wieder um, doch hier im Dunkel des Waldes konnte auch er so gut wie nichts erkennen. &lt;br /&gt;‚Wo ist nur Chester?’, fragte er sich besorgt. Er beschloss, einmal die eingezäunten Tiere zu umrunden und dann die übrigen Schausteller zu verständigen. Langsam schritt er um den Platz der Pferde und ließ sich dabei von dem Netz leiten, das als provisorischer Zaun diente. Er hatte seinen Weg noch nicht einmal halb vollendet, als er über eine große Wurzel schritt und dabei auf etwas zugleich Weiches wie Hartes trat. &lt;br /&gt;Sofort beugte er sich nieder und ertastete mehr, als dass er es sah, einen leblosen Körper. ‚Verdammt!’, schoss es ihm durch den Kopf, die Kleidung war von einer warmen dicken Flüssigkeit durchtränkt. Dareck hob seine Hand in das schwache Mondlicht, das nur an wenigen Stellen die dichten Wipfel durchdrang. Er konnte eindeutig die dunkle Farbe erkennen. Nun musste er Gewissheit haben. Er hoffte inständig, dass es sich vor ihm nicht um Chester handelte. Er mochte die beiden kleinwüchsigen Brüder; sie spielten oft Karten zusammen. &lt;br /&gt;Er zog an dem Körper, um ihn zu einer etwas helleren Stellen zu bewegen und bemerkte dabei schon das geringe Gewicht. Als er endlich den Schatten des großen Baumes überwunden hatte, sah er seine Befürchtung endgültig bestätigt. &lt;br /&gt;Vor ihm lag Chester, dessen Oberkörper voller Blut war. Dareck öffnete das vormals helle Hemd und konnte darunter eine tiefe Wunde in der Seite der Brust sehen, aus der noch immer Blut floss. Die Wunde schien, als wäre es nur ein einziger Stich mit einer schlanken Waffe gewesen. Dareck war verwirrt, da er keinerlei Lärm oder Alarmrufe vernommen hatte. Eine solche Verletzung tötete normalerweise nicht sofort und wurde nie zugebracht, ohne dass man vor Schmerz aufschrie. Mehr der Gewissheit wegen, denn mit Hoffnung, tastete er nun nach dem Herzschlag. Er konnte es kaum glauben, als er tatsächlich etwas spürte. &lt;br /&gt;Nun handelte er schnell. Er zog eines seiner Messer, die er immer bei sich trug und trennte den Ärmel von Chesters Hemd. Diesen stopfte er nun rücksichtslos in die Wunde. Er wusste, dass er die Blutung stoppen musste, wenn Chester noch eine Chance haben sollte. Während er dies tat, besann er hektisch seine Möglichkeiten. Hier standen die Chancen schlecht für den kleinen Mann. Er war stark versucht, einfach um Hilfe zu rufen, doch wollte er den oder die Angreifer nicht auf sich aufmerksam machen. Auch musste er an den Jungen denken, den er am Rand des Waldes zurückgelassen hatte. Innerlich seine Anweisung an Syrill verdammend, musste er nun eine Entscheidung treffen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch immer verharrte der Junge bewegungslos am Boden. Die Gestalt mit den leuchtenden Augen schien ihn nicht bemerkt zu haben, da sie sich wieder umgedreht hatte und weiter das Lager beobachtete. Keine zwanzig Schritt hinter ihr kauerte Syrill und wagte noch nicht einmal zu atmen. Seine Angst schnürte ihm die Kehle zu und er wusste nicht, was er tun sollte. Innerlich rang er mit sich selbst. Ein Teil voller Panik wollte aufspringen und einfach weglaufen, tiefer in den Wald hinein, nur weg von diesen bösartigen, leuchtenden Augen. Der vernünftige Teil – nicht minder voller Angst – riet ihm, es wieder einmal einfach auszusitzen und auf sein Glück zu vertrauen. &lt;br /&gt;Die Entscheidung wurde ihm abgenommen, als die Gestalt plötzlich auf die Lichtung trat, von Syrill fort und auf die Wagen zu. Der Junge sog tief die Luft ein, doch wagte er noch immer nicht sich aufzurichten. Mehrere Momente verstrichen, bevor ein Knacken fast direkt neben ihm, ihn erneut zusammenfahren ließ. &lt;br /&gt;Seine Panik erfuhr eine weitere Steigerung. Nun konnte er nicht mehr anders. Er verlor völlig die Kontrolle, sprang auf und rannte los. Er kam nicht weit, da jemand, kaum, dass er auf den Beinen war, seinen Arm fest packte und somit jegliche Flucht zunichte machte. Eine Hand tastete nach seinem Mund und versuchte ihn am schreien zu hindern, doch der Junge biss einfach, so fest er konnte zu. Die Panik ließ ihn nur noch reagieren. Er wusste nicht was er tat, konnte nicht wirklich denken. Er hörte nichts, sah nichts. Mit aller Kraft, die er aufbringen konnte fing Syrill an, um sich zu schlagen und zu treten. &lt;br /&gt;Plötzlich, war er frei und fand auch endlich seine Stimme wieder. Laut „Hilfe!“ und „Aufwachen!“ brüllend, rannte er einfach auf die Lichtung. Er wusste nicht, ob er verfolgt wurde, es war ihm auch egal. Er schrie einfach weiter und lief direkt auf den Wagen seiner Familie zu. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dareck fluchte. Der Junge musste ihm die Hand blutig gebissen haben. Fast ebenso erschrocken wie Syrill, war es reines Glück gewesen, dass er ihn zu fassen bekommen hatte, als der Junge neben ihm so plötzlich hochschoss. Leise hatte er auf den panischen Jungen eingeredet, doch schienen seine Worte Syrill nicht erreicht zu haben. Ein ungünstiger Tritt des Jungen traf schließlich Darecks Knie. Der Schmerz lockerte den Griff und dem Jungen gelang es, sich los zu reißen. Dareck sprang ihm hinter her. &lt;br /&gt;Auch er hatte zuvor die Gestalt am Rande des Waldes erspähen können und beobachtet wie diese auf die Lichtung trat. &lt;br /&gt;Der Versuch, den Schmerz in seinem Knie zu ignorieren war nicht sonderlich erfolgreich und Syrill war schnell. Dareck humpelte dem Jungen so zügig es ging hinterher, doch dieser lief einfach schreiend weiter. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jäh wurde Syrills Flucht unterbrochen. Er bog gerade um die Ecke eines Wagens, als er direkt in die Arme eines hämisch grinsenden Mannes rannte. Seine Rufe blieben ihm im Hals stecken, als erneut seine Stimme versagte. Augen, so rot wie glühender Stahl, schienen Syrill direkt in die Seele zu blicken. Das Gesicht, das er nun deutlich vor sich hatte, war schmal und hager. Eine Nase, die den Eindruck eines Raubvogels erweckte, ließ den Mann noch bedrohlicher erscheinen. Syrill war gebannt und wie versteinert. &lt;br /&gt;Irgendwie realisierte er, dass im Wagen neben ihm Licht anging. Irgendjemanden musste er mit seinen Schreien geweckt haben, doch war Syrill zu sehr in diesen roten Augen gefangen, um erneut auf sich aufmerksam zu machen. Fast schien es dem Jungen, als könne er etwas in diesen feurigen Pupillen erkennen. Etwas, das tobte und nicht zu bezwingen war. &lt;br /&gt;„Du warst sehr laut, Junge. Willst du etwa dein Leben heute Nacht verlieren?“, zischte der Mann leise mit einer Stimme, die unmissverständlich klar machte, dass er meinte was er sagte. Syrill schüttelte zögerlich den Kopf, den Blick noch immer nicht von diesen Augen befreien könnend. &lt;br /&gt;„Weißt du, was ich hier will? Wen ich suche?“ Wieder wollte Syrill den Kopf schütteln, doch konnte er es nicht. Fast unmerklich nickte er zur Bestätigung. &lt;br /&gt;Aus dem Wagen kamen nun zusätzlich zum Licht auch noch Geräusche, doch schien dies den finsteren Besucher nicht zu stören.&lt;br /&gt;„Was denkst du, warum ich hier bin? Vielleicht bin ich ja deinetwegen hier. Vielleicht bin ich gekommen um einen kleinen Jungen zu besuchen… und vielleicht sogar, um ihn mit mir zu nehmen.“ Bei diesen Worten verzogen sich die schmalen Lippen zu einem gemeinen Grinsen. Nicht einmal bei Xarabos hatte Syrill bisher einen solch wahrhaft bösen Ausdruck gesehen. Er spürte, wie ihm schwindlig wurde und er das Gefühl bekam, seine Umbebung würde verschwimmen. Nur das Gesicht mit den Augen blieb deutlich und scharf. &lt;br /&gt;Scheinbar um noch mehr Angst bei dem Jungen zu schüren, setzte der Mann gerade zu einer weiteren Bemerkung an, als die Tür des Wagens neben ihnen aufging und eine tiefe Stimme fragte: „Was ist denn hier los?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Wie es weitergeht erfahrt ihr am Mittwoch.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-61508154327531852?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/61508154327531852/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/10/1-kapitel-teil-9-panik.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/61508154327531852'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/61508154327531852'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/10/1-kapitel-teil-9-panik.html' title='1. Kapitel Teil 9 - Panik'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-1428468693708367851</id><published>2011-10-04T12:20:00.000-07:00</published><updated>2011-10-04T23:37:21.924-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Chester'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Syrill'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dareck'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schlaflosigkeit'/><title type='text'>1. Kapitel Teil 8 - Eine schlaflose Nacht</title><content type='html'>So saßen die Beiden nun also unter einem Baum, am Rand der Lichtung, betrachteten von dort aus das Treiben um das Feuer und wussten nicht so recht, wie sie die Geschehnisse des heutigen Tages deuten sollten. Auch Melton wusste keinen Rat auf die wenigen Gesprächsfetzen und Antworten, die sein Bruder erhalten hatte.&lt;br /&gt;Irgendwann gingen die ersten Schausteller zu Bett. Das Feuer brannte nur noch niedrig und es hatte sich ein großer, rot glühender Kreis gebildet. Die Lichtung wurde davon jetzt nur noch spärlich beleuchtet. Noch immer saßen die beiden Jungen alleine an ihrem Platz. Jeder hing seinen Gedanken nach und auch Melton gähnte bald vor Müdigkeit. Kurze Zeit später betrat auch schon ihre Mutter den Platz vor der Feuerstelle. Suchend sah sie sich um, und rief dann: „Melton, Syrill! Schlafenszeit!“&lt;br /&gt;Nachdem die zwei Brüder der Aufforderung nachgekommen waren, fragte Melton: „Wo ist denn das Kräutermütterchen nun untergebracht?“ &lt;br /&gt;Helmine berichtete ihren Kindern darauf, dass die allein stehende Köchin Milla sie erst mal für diese Nacht bei sich im Wagen schlafen lassen würde. &lt;br /&gt;Seit vor etwa einem halben Jahr im Winter, Millas Mann nach einer schweren Krankheit sein Ende gefunden hatte, hatte sie noch etwas Platz übrig. Normalerweise wurden alle Wagen bis auf das letzte bisschen Platz belegt und die Schausteller bewohnten meist zu mehreren einen der großen und teuren Wagen. Neben der Unterkunft von Milla gab es derzeit nur einen weiteren Wagen, der ganz allein bewohnt wurde. Dem exzentrischen Zauberer Xarabos war dieser Luxus vergönnt. Er genoss offenscheinlich diese Sonderstellung und hielt dies für eine Respektsbekundung, die ihm in seinen Augen auch zustand. Doch in Wahrheit wollte niemand seinen Wagen teilen, da er von den Meisten als unausstehlich empfunden wurde. Nur wenige kamen leidlich gut mit ihm aus, doch seine Zauberkunststücke waren jedes Mal ein Höhepunkt ihrer Vorstellungen. Wenn er vor den Augen des überraschten Publikums Tauben und andere kleine Tiere aus scheinbar leeren Kisten hervorzog und diese später in gleißend hellen Blitzen verschwanden, waren immer begeisterte „Oohs“ und „Aahs“ zu vernehmen. Obwohl er eigentlich Kinder hasste, glühten deren Wangen stets am Meisten.&lt;br /&gt;Es dauerte nicht mehr lange, da lagen auch Syrill und Melton unter ihren Decken im Wagen. Hastor und Helmine hatten keine Widerrede geduldet und alle Fragen auf ein anderes Mal vertröstet. Das Licht verlöschend, waren die Eltern anschließend selbst zu Bett gegangen. &lt;br /&gt;Der Raum innerhalb des Wagens wurde versucht bestens auszunutzen. So schliefen die beiden Brüder direkt Kopf an Kopf auf dem Boden des Wagens, wo jeden Abend mit Decken und einer weichen Unterlage eine Schlafstätte hergerichtet wurde. Nur die Eltern hatten eine feste Koje am Ende des Wagens. Doch auch diese wurde tagsüber anderweitig genutzt. Man konnte einfach ein Brett herunter klappen, wodurch die Koje sehr schnell und einfach zu einem Arbeitstisch umfunktioniert wurde. Hier führte Hastor seine Bücher oder schneiderte Helmine neue Kostüme für die Vorstellungen.&lt;br /&gt;In dieser Nacht lag Syrill noch sehr lange wach. Als er schon längst laute Schnarchgeräusche von seinen Eltern vernehmen konnte, wälzte er sich noch immer von einer Seite auf die andere und fand keinen Schlaf. Er versuchte seinen rastlosen Geist zu beruhigen, indem er sich immer wieder einredete, dass er ja bald alle Antworten erhalten würde, deren Fragen ihn so sehr beschäftigten, doch es nutzte nichts. &lt;br /&gt;„Melton, bist du wach?“, fragte er schließlich flüsternd seinen Bruder. Doch von diesem kamen nur tiefe, entspannte Atemseufzer. Enttäuscht drehte sich Syrill auf den Rücken und starrte die dunkle Decke an. Er wusste nicht, wie lange er jetzt schon keinen Schlaf gefunden hatte, aber schließlich entschied er sich aufzustehen. Vielleicht würde ihn die kühle Nachtluft etwas ermüden und seine Gedanken sortieren. Er verstand nicht, warum nur er so aufgekratzt war, während sein Bruder scheinbar selig schlief. &lt;br /&gt;So vorsichtig und leise, wie es der beengte Wagen zuließ, schälte er sich aus seiner Decke und krabbelte zur Wagentür. Zaghaft öffnete er den Riegel und drückte die Tür einen Spalt breit auf, so dass er sich gerade hindurch quetschen konnte. &lt;br /&gt;Auf der anderen Seite empfing ihn fahles Mondlicht und kühle Frische. Nachdem er die Tür wieder leise angelehnt hatte, atmete Syrill erst einmal tief durch. Die Luft hier im Wald und so nah an dem breiten Bach war feucht und hatte ein ganz eigenes Aroma. Er roch Moos und andere Pflanzen. Syrill war zuvor noch nie aufgefallen, was für einen Duft solch ein Wald bei Nacht verströmte. Langsam ging er ein paar Schritte in Richtung des längst erloschenen Feuers. Noch immer glühten dort einzelne Stellen vor sich hin. Er setzte sich auf ein einzelnes großes Holzscheit, das am Vorabend nicht mehr den Weg in die Flammen gefunden hatte und genoss die ruhige Atmosphäre, die die Natur um ihn herum gerade schuf. Tatsächlich konnte er hier endlich etwas abschalten. &lt;br /&gt;Syrill lauschte neugierig den unterschiedlichen Geräuschen, die der Wald für ihn bereit hielt und war erstaunt, wie lebendig auch um diese Zeit alles war, wenn man sich nur die Mühe gab und genau hinhörte. Er wusste nicht weshalb, aber auf einmal konnte er ein tiefes Gefühl der Erhabenheit spüren. Seine Finger begannen zu kribbeln und seine Nackenhaare schienen sich sogar leicht aufzustellen – so intensiv war das Empfinden. &lt;br /&gt;Ein paar Momente genoss er dieses ungewohnte Gefühl, doch dann spürte Syrill eine leichte Veränderung. Er war sich sicher, nicht mehr allein auf der Lichtung zu sein. Irritiert und auch etwas beängstigt drehte er sich um. Tatsächlich, ein paar Meter hinter ihm konnte er eine dunkle Gestalt ausmachen. &lt;br /&gt;„Dareck, bist du das?“, fragte der Junge etwas schüchtern. Erleichtert erkannte er, dass es tatsächlich der finstere Messerwerfer war, als dieser näher auf ihn zutrat.&lt;br /&gt;„Was machst du so spät hier draußen, Syl? Ein Junge in deinem Alter gehört um diese Zeit ins Bett.“, begrüßte der hagere Mann den verloren wirkenden Jungen, als er sich neben ihn, auf ein weiteres Holzscheit setzte. „Was ist los? Kannst du nicht schlafen?“&lt;br /&gt;Syrill nickte. Dann fragte er: „Und was treibt dich um diese Zeit noch hier draußen um?“&lt;br /&gt;„Na was wohl? Irgendjemand muss ja auf unsere Pferde achten. Schließlich sollen die über Nacht keine Jungen bekommen.“ &lt;br /&gt;„Was machst du dann hier? Die Pferde sind doch in der Nähe des Baches eingezäunt.“, entgegnete Syrill schnippisch.&lt;br /&gt;„Ganz einfach, ich bin noch nicht dran. Chester hat gerade noch Schicht und ich bin, wie immer schon etwas früher wach.“ &lt;br /&gt;Chester und sein Bruder Willy waren beide für die Belustigung des Publikums zuständig. Jeder maß für sich allein gerade mal drei Fuß und ihre Späße sorgten für etliche Lacher während den Vorstellungen. &lt;br /&gt;„Bin gespannt, ob ich ihn mal wieder beim Schlafen erwische? Wäre nicht das erste Mal.“ &lt;br /&gt;Die Wachschichten wurden von manchen während den Überlandreisen etwas lax gehandhabt. Besonders, wenn das bereiste Gebiet als sicher galt. Weder Räuber, noch irgendwelche gefährlichen Raubtiere trieben hier angeblich ihr Unwesen. Das umliegende Gebiet galt als befriedet und für Reisende als ungefährlich. Nur die umherziehenden Steuereintreiber und Wegzollposten waren als das größte Übel zu fürchten, so sagte man. Doch das war der Preis für sichere Straßen und gefahrloses Reisen.&lt;br /&gt;„Komm, wir schauen mal nach und machen uns einen Spaß, wenn wir ihn schnarchend finden.“ Dareck erhob sich. „Hast du schon mal einen schlafenden, abgebrochenen Riesen nach einem kurzen Flug, prustend in einem kalten Bach erwachen sehen? Das solltest du dir nicht entgehen lassen.“&lt;br /&gt;Syrill musste nun tatsächlich grinsen, bei dieser Vorstellung. &lt;br /&gt;"Also gut.", antwortete der Junge und stand ebenfalls auf. Vorsichtig folgte er Dareck in Richtung Bach, wo sich irgendwo Chester in der Nähe der Pferde befinden musste.&lt;br /&gt;Wenn die Gruppe in einem Wald nächtigte, suchten sie sich normalerweise eine geeignete Stelle in unmittelbarer Nähe der Wagen und banden dort eine Art grobes Netz um eine größere Gruppe Bäume. Die Tiere konnten sich dann dort drinnen frei bewegen und es genügte eine Wache zum Lärm schlagen, falls doch etwas Unvorhergesehenes geschehen sollte. &lt;br /&gt;Dareck bewegte sich geschickt, ohne auch nur den geringsten Laut zu verursachen und Syrill versuchte es ihm gleich zu tun. Er war froh, über das helle Mondlicht und die sternklare Nacht. Ein gewisses Gefühl der Spannung ergriff ihn und der Junge fragte sich, ob sie den kleinwüchsigen Chester wirklich schlafend antreffen würden. &lt;br /&gt;Als sie sich dem Bach so weit genähert hatten, dass sie bereits sein sanftes Rauschen hören konnten, hielt Dareck plötzlich inne. &lt;br /&gt;„Hörst du das?“ zischte er zu Syrill. &lt;br /&gt;Syrill lauschte, doch konnte er außer dem Schnauben und vereinzeltem Gewieher der Pferde nichts vernehmen. &lt;br /&gt;„Nein, was meinst du?“ Angestrengt versuchte der Junge noch etwas anderes aus dem stillen Wald zu hören. Doch Dareck stand wie versteinert mit erhobener linker Hand da, um dem Jungen Ruhe zu gebieten.&lt;br /&gt;„Du bleibst hier und bewegst dich nicht vom Fleck! Ich bin mir nicht sicher und möchte niemanden vorschnell wecken.“ Sagte es und verschwand zwischen den Bäumen. &lt;br /&gt;Syrill wollte noch nachhaken, worüber er sich nicht sicher war, doch da war der Messerwerfer schon längst im Dunkel des Waldes abgetaucht. Hier, zwischen den ersten Bäumen, wo die Sichel des Mondes ihr Licht nicht mehr so ungehindert verbreiten konnte, fühlte sich Syrill nun reichlich unwohl. &lt;br /&gt;Noch immer versuchte der Junge zu ergründen, was Dareck so bedachtsam hatte werden lassen. &lt;br /&gt;Er konnte noch immer nur die Pferde vernehmen... die um diese Zeit eigentlich nicht so unruhig sein sollten. Das war es! Auch Dareck war nur auf die Pferde aufmerksam geworden, doch schien die irgendetwas in Aufruhr versetzt zu haben. Weiterhin hatten die Pferde Syrill vom eigentlich zu stillen Wald abgelenkt. Es war zwar nicht dieselbe beunruhigende Atmosphäre wie noch zu Mittag des Tages, doch der Wald war auf einmal eindeutig zu ruhig.&lt;br /&gt;Sich an den Stamm eines Baumes pressend, als ob dieser ihm Sicherheit geben könnte, verharrte der Junge und wartete besorgt ab. Er überlegte, ob er alle Anweisungen missachten und sofort die übrige Gruppe aufwecken sollte, doch noch während er über eine Entscheidung nachdachte, sah er bereits wieder Darecks Silhouette zwischen den Bäumen an ihm vorbei huschen. Der Messerwerfer schien sich noch immer umzusehen – aber wieso bewegte er sich nun auf die Wagen zu? Hatte er etwas entdeckt? Syrill hielt den Atem an. Dareck schien genau am Rand der Lichtung zu verharren und das Lager zu beobachten. &lt;br /&gt;Auf allen Vieren robbte der Junge nun langsam und lautlos ebenfalls zum Rand des Waldes, als sich die Gestalt die dort stand, plötzlich umdrehte. &lt;br /&gt;Syrill blieb fast das Herz stehen. Er konnte ganz schwach zwei rot leuchtende Punkte, an Stelle der Augen ausmachen. Auch konnte er nun gegen das fahle Licht der Waldlichtung erkennen, dass die Gestalt einen Mantel trug, mit einer Kapuze tief im Gesicht. Alles andere lag im Schatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Den nächsten Teil findet Ihr am Samstag wieder hier.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-1428468693708367851?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/1428468693708367851/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/10/1-kapitel-teil-8-eine-schlaflose-nacht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/1428468693708367851'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/1428468693708367851'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/10/1-kapitel-teil-8-eine-schlaflose-nacht.html' title='1. Kapitel Teil 8 - Eine schlaflose Nacht'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-3178749744359918234</id><published>2011-09-30T11:21:00.000-07:00</published><updated>2011-10-01T01:15:17.383-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fragen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Xarabos'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lauschen'/><title type='text'>1. Kapitel Teil 7 - Wenige Antworten, viele Fragen</title><content type='html'>Zügig bewegten sich die zwei Brüder zwischen den Wagen hindurch. Dabei versuchten sie sich, so natürlich wie es nur ging zu verhalten. Schließlich wollten sie sich nur ungern, beim Belauschen ihrer eigenen Eltern ertappen lassen. Am Wagen angekommen, krochen sie sogleich zwischen den Rädern hindurch, unter dessen Boden. Hier kauerten sie sich erst einmal nieder und warteten ab. Als sie sich sicher waren, nicht gesehen worden zu sein, bewegten sie sich etwas freier im Schatten, den der Wagen ihnen bot. &lt;br /&gt;Beide drückten ihr Ohr, so gut es ging, an die Holzunterseite des Wagens. &lt;br /&gt;„Kannst du was verstehen?“, flüsterte Melton seinem Bruder, so leise wie möglich zu. Er selbst hörte nur schwaches Gemurmel durch das Holz hindurch. Syrill schüttelte unmerklich den Kopf, ihm erging es nicht besser. &lt;br /&gt;„Wir brauchen etwas wie einen Becher.“, schlug Melton vor. Dareck hatte ihm einmal gezeigt, wie man durch einen dünnen Metallbecher viel besser hören konnte, was hinter einer Tür oder Wand vor sich ging. &lt;br /&gt;„Woher sollen wir jetzt einen Becher nehmen? Ich hab keinen einstecken.“, zischte Syrill daraufhin bissig hinüber. &lt;br /&gt;„Bleib hier und warte. Ich bin gleich zurück.“&lt;br /&gt;„Was? Wohin willst Du denn…?“, doch Melton war schon unter dem Wagen hervor und verschwunden.&lt;br /&gt;Kopfschüttelnd blieb Syrill zurück. Manchmal hatte sein Bruder solch spontane Einfälle, denen er dann auch sofort, ohne genauer darüber nachzudenken, nachgab. &lt;br /&gt;‚Na ja, mal schauen, ob diesmal etwas Brauchbares bei raus kommt.’, dachte sich Syrill und suchte weiter den Boden, nach einer etwas hellhörigeren Stelle ab. &lt;br /&gt;Plötzlich fand er was er suchte. – Durch ein Astloch hindurch konnte er deutlich die Stimme seines Vaters vernehmen. Das Gespräch schien sehr emotional. Syrill konnte zwar nur die Stimme seines Vaters verstehen, doch diese klang hart und energisch. Nur selten hatte Syrill seinen Vater, abseits der Bühne, so reden hören.&lt;br /&gt;„…aber wieso hier?“ … „Nur Zufall? Das müsste aber ein großer Zufall sein.“ … „Nein, wir haben nichts gemerkt.“ … „Sie sind beide sehr pfiffig. Jeder auf seine Art.“ … „Und ehrlich gesagt sind wir froh, dass wir nichts feststellen konnten.“ … „Pah! Lebensgefahr trifft es besser. Wir hatten es so schon schwer genug, in den letzten Jahren.“ &lt;br /&gt;Die Stimme verriet deutlich Besorgnis und Aufregung. Syrill konnte mit den ganzen Gesprächsfetzen nur wenig anfangen. Er wünschte sich, dass endlich Melton mit seinem Becher, oder was auch immer auftauchte. Das ganze Gespräch verunsicherte ihn sehr, denn er war sich ganz sicher, dass es dabei um ihn und Mel ging. Als er endlich Geräusche hinter sich vernahm, spürte er eine große Erleichterung. &lt;br /&gt;„Das wird auch Zeit.“, raunte er, als er sich zu seinem Bruder umwand.&lt;br /&gt;Doch nicht Melton konnte er hinter sich erkennen, sondern das feiste Gesicht von Xarabos, dem Scharlatan. Dieser stand vor dem Wagen und hatte sich zum besseren Sehen herunter gebeugt.&lt;br /&gt;„Da lag ich ja doch richtig.“ Das Gesicht zeigte im schwachen Lampenschein, ein gemeines Grienen. „Was tust Du da? Mach, dass du da hervor kommst, kleine Mistkröte!“ Mit diesen Worten griff er behände nach Syrill und zog ihn an dessen Kragen rabiat aus seinem Versteck hervor. &lt;br /&gt;„Au, du tust mir weh!“, entfuhr es laut dem erschrockenen Jungen. &lt;br /&gt;„Ja, stell dich nur an. Das hilft Dir jetzt auch nicht.“, feixte der Zauberer und hielt ihn weiter fest. &lt;br /&gt;Es dauerte nur wenige Augenblicke, bis sich bereits die Tür des Wagens öffnete und Syrills Vater aus dieser hervor trat. &lt;br /&gt;„Was ist hier los?“, verlangte er zu wissen. In seiner Stimme schwang noch immer dieser ungewöhnlich harte Klang mit. Als sein Blick auf Syrill und Xarabos fiel, schien ihm bereits zu dämmern, was vorgefallen war.&lt;br /&gt;„Ich hab ihn beim Lauschen erwischt, deinen tollen Sohn. Immer nur am Spionieren die kleinen Kröten. Wenn ich du wäre, würde ich sie mal ordentlich übers Knie legen.“ &lt;br /&gt;Bei der Vorstellung dessen, konnte der dicke Zauberer erneut ein sadistisches Grinsen nicht unterdrücken.&lt;br /&gt;„Ich bin aber nicht du. Lass ihn also los, Xarabos!“ Hastor winkte dabei seinen Sohn zu sich. Die Enttäuschung, dass der Junge wohl ohne Prügel davon kommen sollte, war deutlich in Xarabos Gesicht zu lesen. Nur widerwillig lockerte sich seine Hand an Syrills Kragen, doch genug, dass der sich endlich dem Griff entwinden konnte und schnell zu seinem Vater trat. Hastor sah dabei seinen Sohn streng an. Er wartete noch, bis sich der enttäuschte Zauberer grummelnd entfernt hatte und atmete dann tief durch. &lt;br /&gt;„Wo ist dein Bruder, Syl? Du warst doch bestimmt nicht allein hier? Oder etwa doch?“&lt;br /&gt;Sein Vater schaute sich kurz um, ob er vielleicht Melton hinter irgendeinem Wagen hervorlugen sah.&lt;br /&gt;„Doch, war ich.“ log Syrill. Er wollte seinen Bruder nicht mit hineinziehen, was immer jetzt auch folgen mochte. Die Art, wie sein Vater sich im Moment verhielt, verdeutlichte ihm noch mehr, dass er bei etwas sehr Wichtigem zugehört hatte. Prüfend besah ihn sein Vater. Er schien Syrills Aussage, nicht ganz Glauben zu schenken, doch erwiderte er nichts darauf und richtete stattdessen seinen Blick wieder geradeaus. Schweigend standen Vater und Sohn vor dem Wagen, während sie die gegenüberliegende Wagenwand anstarrten. Keiner wollte anscheinend dem anderen in diesem Moment in die Augen blicken. &lt;br /&gt;Syrill überlegte, was wohl gerade in seinem Vater vorging und was die alte Frau mit ihrem Erscheinen bei seinen Eltern ausgelöst haben mochte. Er entschied sich als Erster, das Schweigen zu brechen und wandte sich um.&lt;br /&gt;„Vater, wer ist diese Olinga? Sind Mutter und du böse, dass wir sie mitgebracht haben?“ Syrills Stimme bebte bei diesen Fragen. Er wollte seine Eltern nicht enttäuschen. Natürlich verursachte er zusammen mit seinem Bruder, ständig Schwierigkeiten und auch Ärger, doch noch nie war er sich über das Ausmaß seiner Taten so unklar. Er hatte im Moment das Gefühl, einen wirklich großen Fehler begangen zu haben. &lt;br /&gt;Sein Vater bemerkte dies. Auch er drehte sich nun seinem Sohn zu und antwortete: „Nein Syrill, du und dein Bruder, ihr habt nichts Falsches getan.“ &lt;br /&gt;Seine Stimme war nun sanft und verständnisvoll. „Olinga hierher zu bringen war genau das Richtige – zumindest nachdem, was sie deiner Mutter und mir erzählt hat.“ &lt;br /&gt;„Aber wer ist sie, Vater? Woher kennt ihr sie? Irgendetwas verheimlicht ihr uns doch.“, ließ Syrill nicht locker. Die Worte seines Vaters hatten ihm die Sorge und das ungute Gefühl noch nicht nehmen können.&lt;br /&gt;„Nun Syrill, sie ist dafür verantwortlich, dass wir zwei gesunde Söhne haben. Ihr habt ihr es zu verdanken, dass ihr beide zusammen aufwachsen konntet.“&lt;br /&gt;Diese Antwort rief für Syrill mehr Fragen hervor, als dass sie welche befriedigt hätte. &lt;br /&gt;Hatte Olinga mit ihren Kräutern vielleicht ihm oder seinem Bruder einmal das Leben gerettet? Wann konnte dies geschehen sein, da er sich nicht an die Kräuterfrau erinnern konnte? Gerade wollte er eine dieser Fragen an seinen Vater richten, als er aus dem Wageninneren seine Mutter hören konnte: „Mann, was ist los? Bist du noch da?“ &lt;br /&gt;„Ich komme sofort Liebes!“, rief er mit lauter Stimme zurück. Dann leise an Syrill gerichtet: „Wir reden morgen über alles, ja? Ich muss jetzt erst mal sehen, wo wir Olinga für diese Nacht unterbringen.“&lt;br /&gt;Dann drehte er sich um und schritt langsam die Stufen zur Wagentür hinauf. Oben blieb Hastor noch einmal stehen, drehte sich erneut zu seinem Sohn und sagte: „Mach dir keine Sorgen, es ist wirklich alles in Ordnung.“ Dann erst betrat er den Wagen. &lt;br /&gt;Syrill stand fast so ratlos wie zuvor am Fuß der Wagentreppe. Tausend Gedanken wirbelten ihm durch den Kopf, die er so im Moment kaum einordnen konnte. Er musste Melton finden und ihm berichten, was er gehört und erfahren hatte. Als er sich umschaute, konnte er seinen Bruder hinter einem Wagen hervor winken sehen.&lt;br /&gt;Melton war genau rechtzeitig gekommen, um mit ansehen zu können, wie Xarabos seinen Bruder unter dem Wagen hervorzog. Daraufhin hatte er sich sogleich hinter einem der Wagen versteckt und von dort aus die ganze Szene beobachtet. Innerlich platzte Melton bereits fast vor Neugier, was sein Bruder erfahren haben mochte. Als dieser ihm jedoch alles erzählt hatte, erging es ihm nicht anders, als zuvor Syrill.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Weiter geht es am Mittwoch.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-3178749744359918234?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/3178749744359918234/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/09/1-kapitel-teil-7-wenige-antworten-viele.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/3178749744359918234'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/3178749744359918234'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/09/1-kapitel-teil-7-wenige-antworten-viele.html' title='1. Kapitel Teil 7 - Wenige Antworten, viele Fragen'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-17361376216879181</id><published>2011-09-27T11:36:00.000-07:00</published><updated>2011-09-27T23:27:00.193-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Marius'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lager'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Braten'/><title type='text'>1. Kapitel Teil 6 - Abendessen</title><content type='html'>Syrill und Melton sahen nun ebenfalls fassungslos zu der alten Frau. In plötzlichem Verstehen, hatte Syrill auf einmal wieder die alte Frau vor Augen und ihren merkwürdigen Gesichtsausdruck, als Melton im Wald von der Wandertruppe ihres Vaters erzählte und dabei auch dessen Namen nannte. &lt;br /&gt;Sie kannte ihre Eltern also – doch warum hatte sie das nicht erzählt? Auch verstand Syrill nicht, warum ihre Eltern gar so überrascht waren, als sie zusammen mit Olinga hierher kamen. Wussten sie denn nicht, dass hier in der Nähe ihre Hütte gestanden hatte? Der Tag war voller ungewöhnlicher Geschehnisse.&lt;br /&gt;Von Hastor und seiner Frau Helmine schien so langsam, die Erstarrung abzufallen und ihre Gedankenwelt sich wieder zu beruhigen. Auf beiden Gesichtern zeigte sich nun, ein erfreutes Lächeln und die übliche Selbstsicherheit kehrte zurück. &lt;br /&gt;„Olinga, was macht ihr denn hier? Auch uns freut es außerordentlich, euch wieder zu sehen. Entschuldigt unsere Überraschung, aber in dieser Gegend hätten wir am wenigsten mit euch gerechnet.“, begrüßte nun Helmine die alte Frau aufs Herzlichste. Auch Hastor trat hinzu und griff nach der hingehaltenen Hand des Mütterchens. &lt;br /&gt;„Was hat euch denn zu uns verschlagen?“, fragte Syrills und Meltons Vater neugierig. „Und wo habt ihr unsere beiden Rabauken aufgetrieben? Das ist ja vielleicht ein Zufall.“&lt;br /&gt;„Mann, wo sind Deine Manieren?“, fiel ihm da seine Frau ins Wort. „Wir haben gerade Essenszeit und natürlich seid ihr gerne eingeladen. Einer unserer Jäger hatte heute großes Glück und konnte ein Wildschwein erlegen. Danach ist noch immer genügend Zeit, uns eure Geschichte zu erzählen. Ihr bleibt doch ein wenig? Kinder, ihr geht euch erstmal fix waschen und du Melton ziehst dir etwas anderes über. Wie siehst du überhaupt wieder aus? Gerade heute war Waschtag.“ &lt;br /&gt;Kopfschüttelnd stand die beleibte Frau da, als sie ihren Kindern die üblichen Anweisungen gab, welche die Brüder schon längst kannten und auch erwarteten. Wie immer sprach sie, ohne Punkt und Komma und in einem Tonfall, der keinen Widerspruch duldete. Sie war eine resolute Frau, die ihre besten Jahre schon hinter sich hatte. Streng erzog sie ihre beiden Söhne, doch nie mit unnötiger Härte. &lt;br /&gt;Meister Hastor, wie er sich selbst in der Öffentlichkeit gerne vorstellte, war da um ein vielfaches nachgiebiger. Seinen beiden Söhnen ließ er so manche Schelmerei durchgehen und sorgte auch dafür, dass seine Frau erst gar nicht von so manchen Vorfällen erfuhr. Oft sah er sich selbst in einem seiner beiden Jungen wieder, während seiner eigenen Kindheit. Auch wenn seine Frau des Öfteren über den Unfug der beiden schalt, musste er doch immer wieder schmunzeln. &lt;br /&gt;So gingen die drei Erwachsenen also gemeinsam zum Lagerfeuer, während die beiden Jungen sich erst einmal in Richtung Bach begaben. Melton hatte sich noch schnell ein Leibchen aus ihrem Wagen geholt und nun wuschen sie sich ausgiebig, bevor sie wieder ihrer Mutter unterkommen wollten. Das Wasser war klar und angenehm kühl. &lt;br /&gt;„Was denkst du? Warum hat sie uns nicht erzählt, dass sie Vater und Mutter kennt?“, fragte Syrill seinen Bruder. &lt;br /&gt;Dieser tauchte gerade seinen ganzen Kopf unter die Wasseroberfläche, um den klebrigen Rest Saft aus seinem Haar zu waschen. Prustend kam er wieder hoch und schüttelte sich das Wasser aus den Haaren.&lt;br /&gt;„Ich weiß es nicht. Vielleicht war sie sich einfach nicht sicher, ob sie wirklich Vater und Mutter kennt.“ Erneut tauchte Melton seinen Kopf in das frische Nass. „Aber sie scheinen sich wirklich über das Treffen zu freuen.“, beendete er seinen Satz, als er wieder nach oben kam. &lt;br /&gt;„Na, ich weiß nicht. Mir kamen sie zu Beginn mehr erschrocken vor. Besonders, wie sie dabei auch uns immer wieder ansahen. Irgendwas stimmt hier nicht.“, sprach Syrill darauf seine Beobachtungen und Mutmaßungen aus. „Aber jetzt komm schon. Du bist sauber genug.“&lt;br /&gt;Schnell stapfte Melton daraufhin aus dem seichten Wasser und zog sein frisches Hemd über. &lt;br /&gt;Sofort sog es sich an seiner nassen Haut fest. Danach beeilten sie sich, noch rechtzeitig zum Essen zu kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich waren die besten Stücke schon weg, als sie ankamen, doch an den Rippen hing noch immer genug, sodass auch Melton und Syrill mehr als satt wurden. Bei den derzeitigen Sommertemperaturen hielt sich Fleisch nicht besonders lange, weshalb sich auch immer alle den Bauch voll schlugen, wenn es mal solch einen üppigen Braten gab. Niemand war besonders erpicht darauf, auch nur das geringste Bisschen den Fliegen, oder anderem Getier zu überlassen.&lt;br /&gt;Melton fragte sich, während er so an einer Wildschweinrippe herumnagte, ob diese vielleicht von dem Eber stammte, der sie heute Nachmittag auf einen Baum gejagt hatte. Bei der Vorstellung dessen, stahl sich ein Grinsen auf seine Lippen und es schmeckte ihm noch mal so gut.&lt;br /&gt;Syrill hing stattdessen mehr seinen Gedanken nach. Auch er aß, was er nur konnte, doch beobachtete er dabei seine Eltern und Olinga genauestens. Keines von den anderen Gruppenmitgliedern schien das Mütterchen zu kennen, zumindest machte niemand Anstalten, die darauf hingedeutet hätten. &lt;br /&gt;Man sprach zwar mit ihr, wie es üblich war bei Gästen, doch Vertrautheiten konnte Syrill aus den meist kurzen Gesprächen nicht herausdeuten. Erschwert wurde dies jedoch auch durch den Platz, den die beiden Brüder einnehmen mussten. Als sie endlich vom Waschen zurück gekommen waren, saßen ihre Eltern bereits so, dass sie sich nur gegenüber, auf der anderen Seite des Feuers niederlassen konnten. Umso mehr versuchte Syrill genau zu verfolgen, worüber seine Eltern mit Olinga sprachen. &lt;br /&gt;Mittlerweile war die Sonne vollständig hinter den Bäumen verschwunden und der Mond stand hell am Firmament. Es sollten nur noch wenige Nächte vergehen, bis er seine ganze Fülle erreichen würde. Die Lichtung und die Wagen waren außer von dessen silbernem Licht, noch vom Schein des Lagerfeuers und der diversen Öllampen erleuchtet, die an den Wagen hingen. Auf den Bäumen war ein gespenstisches Schattenspiel zu beobachten, als die ersten Vagabunden wieder ihre Instrumente ergriffen und ein paar der Übrigen, zur Musik um das Feuer herum tanzten.  &lt;br /&gt;„Na Jungs, wie hat euch mein Schwein geschmeckt?“ &lt;br /&gt;Marius, einer der Männer, die normalerweise bei längeren Aufenthalten in der Wildnis auf die Jagd gingen, hatte sich zwischen Syrill und Melton fallen gelassen. Er war ein großer, stämmiger und nicht gerade geistig sehr heller Mann. Er erfüllte so etliche Klischees, die immer wieder über Männer mit solch einer Statur kursierten. Bei der Gruppe war er eigentlich als „Aufbauer“ beschäftigt und sorgte zusätzlich für Ruhe, wenn es ab und an zu Ausschweifungen von betrunkenem Publikum oder zu anderen Störungen, während den Vorstellungen kam. Für diese war er nicht zu gebrauchen, weil er sich einfach keinen Text merken konnte und noch dazu des Lesens nicht mächtig war. &lt;br /&gt;Doch heute hatte er das große Glück, dass ihm ein prächtiger Wildhauer direkt vor die Armbrust gelaufen war. Mehr aus Schreck, als aus Absicht, hatte er den Abzug betätigt und damit das große Tier auch noch sofort niedergestreckt. In seiner Version jedoch, die er nun jedem kundtat – egal ob dieser es hören wollte oder nicht – hatte sich dies alles natürlich ein klein wenig anders zugetragen. &lt;br /&gt;„Es war ein zähes Biest, sag ich euch. Hab’s ein paar Mal heute vor dem Bolzen gehabt, doch hab ich immer auf den richtigen Moment gewartet. Als ich es dann endlich wissen wollte, ist es direkt auf mich zu gerannt. Doch hab ich mich nicht aus der Ruhe bringen lassen.“ &lt;br /&gt;Der große Mann hielt nun seine Hände, als wenn er eine Armbrust halten würde und kniff ein Auge dabei zu, während er von seiner angeblichen Heldentat berichtete. Doch Syrill achtete kaum auf ihn. Seine Eltern und Olinga waren gerade aufgestanden und machten sich auf, in Richtung ihres Wagens. Syrill tippte seinem Bruder an dessen Knie. Als dieser Marius ausschweifende Erzählung kurz außer Acht ließ, nickte Syrill leicht in Richtung der sich entfernenden Eltern. Melton verstand sofort, was Syrill ihm zu verstehen geben wollte. Sie warteten noch, bis die Eltern den Wagen erreicht und hineingegangen waren, als sie sich ebenfalls erhoben.&lt;br /&gt;„Erst im letzten Moment, als er mich schon fast berührte… he, wo wollt Ihr denn hin? Ich bin doch noch gar nicht fertig.“, beschwerte sich der Hüne, als er gerade bei dem Höhepunkt seiner Geschichte angelangt war. &lt;br /&gt;„Ich glaub, wir wissen, wie es ausging.“, antwortete Syrill und warf ihm dann lässig einen Knochen zu. &lt;br /&gt;„Außerdem haben wir heute genug von Wildschweinen gehabt.“, fügt Melton noch hinzu. „Wobei… da fällt mir eine Sache ein. Hatte das Schwein vielleicht zufällig einen großen roten Fleck auf dem Rücken?“ &lt;br /&gt;Doch noch bevor Marius überhaupt Zeit gehabt hätte, dem zu antworten, zog Syrill bereits seinen Bruder mit sich fort.&lt;br /&gt;Zurück blieb ein ziemlich dämlich drein blickender Mann, der so gar nicht recht erfassen konnte, was hier gerade vorgefallen war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Den nächsten Teil könnt ihr hier wieder am Samstag finden.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-17361376216879181?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/17361376216879181/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/09/1-kapitel-teil-6-abendessen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/17361376216879181'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/17361376216879181'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/09/1-kapitel-teil-6-abendessen.html' title='1. Kapitel Teil 6 - Abendessen'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-3161977390307424633</id><published>2011-09-24T02:12:00.000-07:00</published><updated>2011-09-24T02:28:46.473-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lager'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wiedersehen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dareck'/><title type='text'>1. Kapitel Teil 5 - Wiedersehen</title><content type='html'>Schon von weitem konnten sie Musik und gedämpftes Lachen hören. Viele aus der Gruppe sangen gen Abend gemeinsam ihre Lieder. Fast jeder konnte ein Instrument spielen und tat dies teilweise auch während den Vorstellungen. &lt;br /&gt;Die Brüder wussten, dass es wohl bald Abendessen geben musste, denn normalerweise wurden die Weisen erst angestimmt, wenn das gemeinsame Essen zubereitet wurde. Die Musik hatte sich zu so etwas wie einem Zeichen entwickelt. Alle, die noch im näheren Umkreis unterwegs und mit ihren täglichen zusätzlichen Aufgaben wie Holz holen beschäftigt waren, wussten so, dass es Zeit war ins Lager zurückzukehren. Syrill und Meltons Mutter, die mit ein paar der anderen Frauen für das leibliche Wohl verantwortlich war, sah es gar nicht gern, wenn die Essenszeiten – von wem auch immer – nicht eingehalten wurden. Selbst die älteren Schausteller sollten da schon eine gute Entschuldigung parat haben, wenn sie zum Essen nicht anwesend waren. Da meistens für eventuellen  Nachzügler auch kaum etwas übrig blieb, wurde das gemeinsame Speisen während ihrer Überlandfahrten auch von allen respektiert und eingehalten. Nur innerhalb von Ortschaften, wurde von dieser Regelung Abstand genommen. &lt;br /&gt;Trotz der eigentlich triftigen Gründe, die die zwei Brüder für eine Verspätung gehabt hätten, waren sie doch froh, noch rechtzeitig angekommen zu sein. Überhaupt spürten sie eine starke Erleichterung, als sie sich endlich dem Lager näherten und die vertrauten Gesänge hörten. &lt;br /&gt;Wenige Schritte später konnten sie auch endlich die bunten Wagen zwischen den Bäumen hindurch erkennen. &lt;br /&gt;Die acht geschlossenen Wagen standen noch immer, in zwei Reihen am Rand der Lichtung, um anderen Reisenden das Vorbeifahren nicht unnötig zu erschweren. Bunt bemalt und mit allerlei Zierrat behangen, sollte schon allein die Aufmachung zeigen, wer unterwegs war. So sprach sich meist auch schon vor der eigentlichen Ankunft in den nächsten Ortschaften, die bevorstehende Abwechslung unter den Einwohner herum. Nur selten kam es vor, dass sie unterwegs nicht von Reisenden überholt wurden, die die Botschaft mit ins nächste Dorf getragen hätten. &lt;br /&gt;Auf dem freien Platz vor den Wägen brannte ein recht ansehnliches Feuer, um welches herum sich die Gruppe eingefunden hatte. &lt;br /&gt;Es war ein buntes Häuflein unterschiedlichster Gestalten. Da sie Darbietungen von einstudierten Stücken mit meist komödiantischem Inhalt, bis hin zu artistischen Einzelnummern präsentierten, spiegelte sich dies auch innerhalb der Schausteller wieder. Etliche hatten ein recht exzentrisches Aussehen, das ihre Fähigkeiten und Spezialitäten unterstrich. Bei manchen geschah dies, ohne dass sie sich dessen eigentlich bewusst waren und andere wiederum – wie der Zauberer Xarabos – kultivierten ihre Erscheinung und die Wirkung, die sie auf Ihre Umwelt hatten richtiggehend. &lt;br /&gt;Die meisten befanden sich schon recht lange mit Syrill und Meltons Eltern auf Reisen und nur wenige kannten die beiden Brüder nicht schon seit deren jüngsten Sommern. Es war eine verschworene Gemeinschaft, die auch zuletzt immer dichter zusammengewachsen war. &lt;br /&gt;Als die Brüder und Olinga von der Lichtung nur noch wenige Baumreihen trennte, trat ihnen plötzlich, hinter einem der Stämme hervorkommend, eine dunkel gekleidete Gestalt in den Weg. &lt;br /&gt;„Wer spaziert denn da so spät noch im Wald herum?“&lt;br /&gt;Erschrocken zuckten die drei zusammen. Nichts hatte zuvor auf das plötzliche Auftauchen des Mannes hingedeutet. Seine Bewegungen waren elegant und fliesend. Seine Haltung ließ zugleich Anmut und Überheblichkeit erkennen. Ein paar Haare fielen ihm in die Stirn, als er die Reaktion der drei genüsslich auskostete.&lt;br /&gt;„Und wen habt ihr denn da mitgebracht?“, fragte der drahtige Mann mit hämischer Stimme.&lt;br /&gt;Melton zog tief Luft ein und presste dann zischend hervor: „Ich hasse es, wenn du das machst. Kannst Du dich nicht einmal bewegen, wie es normale Leute tun?“&lt;br /&gt;„Du meinst trampelnd und schreiend?“ &lt;br /&gt;Der Tonfall klang beiläufig, als hätten sie dieses Gespräch schon des Öfteren geführt. „Nein…, ich glaube nicht.“ &lt;br /&gt;Ein breites Grinsen stahl sich nun auf das Gesicht der dunklen Gestalt, was den Mann etwas freundlicher erscheinen ließ. &lt;br /&gt;„Jetzt sagt aber mal, wen ihr da in eurer Begleitung habt?“&lt;br /&gt;Olinga, die sich nun auch wieder von ihrem Schreck erholt hatte, antwortete daraufhin: „Nur eine alte Kräuterfrau, welche die Jungen wieder zurück zu ihrer Familie bringt. – Und es ist äußerst unziemlich über jemanden in dessen Gegenwart zu sprechen, als ob diese Person nicht anwesend wäre oder nicht des Redens mächtig sei. Eine erste Vorstellung eurerseits wäre just richtig gewesen, in solch einem Moment. Lasst Euch das gesagt sein, Jungchen. Beim nächsten Mal werde ich nicht so nachsichtig mit eurem flegelhaften Verhalten sein.“ &lt;br /&gt;Daraufhin besah sie ihn noch, mit einem strengen Blick und schritt dann einfach an ihm vorbei, weiter in Richtung Lager. &lt;br /&gt;Syrill und Melton sahen sich daraufhin teils belustigt, teils irritiert an. Eine so gehobene Ausdrucksweise waren die zwei, sonst nur von wenigen der Schausteller und dann auch nur während eines Stückes gewohnt. Bei Olinga wirkte es für die Brüder irgendwie... unpassend. &lt;br /&gt;„Tja Dareck, mach den Mund zu. Sonst nistet noch ein Vogel drin.“ Aus Syrills Stimme war deutlich heraus zu hören, wie sehr ihn der überraschte Gesichtsausdruck des Messerwerfers amüsierte. &lt;br /&gt;„Ich würde sagen, da hat sogar eine ganze Eule Platz.“, ergänzte Melton noch Syrills Äußerung. Dann liefen die beiden schnell hinter der alten Frau her.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich hatte sich schon der größte Teil der Truppe um das Feuer herum versammelt und wartete nur darauf, dass endlich das Schwein, das sich auf einem Spieß darüber drehte, angeschnitten wurde. Eine der Frauen stand daneben und begoss fleißig den Braten. Mit einem großen Messer schnitt sie dann erste Fleischstücke herunter und verteilte diese an die wartende und hungrige Mannschaft. &lt;br /&gt;Olinga sah sich gründlich um und fragte dann: „Wo sind denn eure Eltern? Ich kann sie gar nirgends sehen.“ &lt;br /&gt;„Die kommen bestimmt gleich. Sie sind wahrscheinlich noch in unserem Wagen. Vater verpasst nie ein Essen und Mutter schon gleich gar nicht. Sie muss doch sehen, ob auch keiner fehlt.“ Meltons Stimme klang leicht vorwurfsvoll, als er über die bestimmende Art seiner Mutter sprach.&lt;br /&gt;Auch Syrill war aufgefallen, dass die Eltern noch nicht zum Essen erschienen waren. Er fragte sich, was der Anlass dieser untypischen Verzögerung war und hoffte, dass es nicht mit ihrem langen Ausbleiben zu tun hatte. &lt;br /&gt;Bis jetzt hatte noch niemand richtig Notiz von den drei Neuankömmlingen genommen. &lt;br /&gt;„Kommt, wir bringen euch zu ihnen. Ich sollte mich sowieso noch kurz waschen. Wenn Mutter mich so beim Essen sieht, kann ich den morgigen Tag wieder neben dem Wagen herlaufen.“ Dabei sah Melton an sich und seiner, noch immer verschmutzten Kleidung hinunter. &lt;br /&gt;„Ihr müsst zur Strafe laufen, wenn ihr was ausgefressen habt?“, fragte daraufhin die alte Frau. &lt;br /&gt;„Von wegen.“, antwortete Syrill. „Aber wenn Mutter ihn so beim Essen sieht, dann kann er eine ganze Weile nicht mehr sitzen.“ &lt;br /&gt;Ein verstehendes Schmunzeln zeigte sich daraufhin auf Olingas Lippen und ein belustigtes Glitzern war in ihren Augen zu erkennen.&lt;br /&gt;Mit ausgestrecktem Arm auf einen der Wagen zeigend, erklärte Melton: „Der letzte Wagen da hinten – das ist der unsrige.“&lt;br /&gt;Kaum hatte Melton seinen Satz beendet, traten wie zur Bestätigung erst ein Mann und dann eine Frau aus dem Wagen. Beide waren wohl in eine hitzige Diskussion verstrickt, da sie noch immer miteinander redeten und wild herum gestikulierten, während sie den Wagen verließen. Erst nach ein paar Schritten nahmen sie die Kinder wahr. Die Blicke der Eltern trafen erst die Jungen und fanden dann das alte Mütterchen. Der Mann und die Frau blieben beide wie angewurzelt stehen und sahen sich dann fassungslos an. Hin und her wechselten die Blicke. Wie um sich noch einmal von dem Gesehenen überzeugen zu müssen, wanderten Ihre Augen dann zurück zu den Kindern und der Frau. Syrill und Melton bemerkten dieses seltsame Schauspiel. Sie konnten jedoch nicht erahnen, was hier vor sich ging. &lt;br /&gt;„Es freut mich außerordentlich, euch nach so langen Jahren wieder zu sehen.“, beendete die Kräuterfrau plötzlich das atemlose Schweigen zwischen den Erwachsenen und trat auf die überraschten Eltern zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Weiter geht es hier am Mittwoch.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-3161977390307424633?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/3161977390307424633/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/09/1-kapitel-teil-5-wiedersehen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/3161977390307424633'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/3161977390307424633'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/09/1-kapitel-teil-5-wiedersehen.html' title='1. Kapitel Teil 5 - Wiedersehen'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-5076314609459157709</id><published>2011-09-20T12:44:00.000-07:00</published><updated>2011-09-20T22:47:07.488-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Häuschen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rückweg'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Brand'/><title type='text'>1. Kapitel Teil 4 - Rückweg</title><content type='html'>Nach einem kurzen Moment der Fassungslosigkeit und des Erstarrens eilte sie los. Die Kinder vergessend, raffte Mütterchen Olinga ihre Röcke und lief so schnell, wie sie aufgrund des Alters und der kurzen Beine konnte. In Gedanken sah sie bereits ihre sämtliche Habe in Flammen stehen. Alles was sie besaß und nicht gerade bei sich trug, befand sich in dieser Hütte. &lt;br /&gt;Melton und Syrill blieben nicht lange zurück. Die beiden sahen sich nur kurz an und ohne ein Wort zu wechseln, rannten sie fast zeitgleich dem Mütterchen hinterher. Auf der Hälfte der Wegstrecke hatten sie sie bereits eingeholt und waren schlussendlich ein paar Atemzüge vor ihr da. Doch bereits auf dem letzten Stück Weges, ließ sich das Ausmaß erahnen. &lt;br /&gt;Die Hütte befand sich auf einer kleinen Lichtung und stand lichterloh in Flammen. Am Rand der Bäume waren die zwei Brüder stehen geblieben und sahen auf das Desaster. Nur aus Holz und Schindeln erbaut, hatte das Feuer offensichtlich bereits alles Brennbare der Hütte ergriffen. Die Flammen standen so hoch, dass bereits die ersten Kronen der umliegenden Bäume zu glimmen begannen. Laut und bösartig klang das Knacken und Bersten des Holzes. Immer wieder konnte man die Funken stieben sehen, wenn ein weiterer Teil der Hütte einbrach. &lt;br /&gt;Nach Luft ringend stand schließlich Olinga neben den Jungen. Fassungslos besah sie das Drama. Melton, der sich zu ihr umdrehte, konnte Tränen in ihren Augen schimmern sehen. &lt;br /&gt;Für sie brach eine Welt zusammen. Wie konnte das geschehen? Kein Feuer war von ihr angelassen, kein glimmendes Holzscheit noch im Ofen – sie war sehr gewissenhaft bei diesen Dingen, dessen war sie sich sicher. Vor ihrem geistigen Auge sah sie all ihre Habseligkeiten als Opfer der Flammen. Sie wusste, dass nichts wirklich einen großen materiellen Wert besaß, doch waren an Vieles davon Erinnerungen geknüpft. &lt;br /&gt;„Das ist schrecklich. War das… ist das wirklich eure Hütte?“ Er wusste nicht recht, was er sagen sollte. Die Antwort kannte er schließlich schon bereits. Melton sah noch immer die alte Frau an. Sie wirkte nun noch älter in ihrem Gram. &lt;br /&gt;Olinga nickte und antwortete mit zitternder Stimme: „Ja, hier verbrachte ich den letzten Teil meines Lebens.“&lt;br /&gt;Syrill, der ganz in Gedanken war, sprach auf einmal: „Warum wirken eigentlich die Flammen so grün?“ Er schien gar nicht zugehört zu haben - das Schauspiel des Feuers faszinierte ihn trotz aller Betroffenheit zu sehr. „Schaut doch, immer wieder ein Wechsel von blau zu grün!“&lt;br /&gt;Es stimmte, das bemerkten nun auch Melton und Olinga. Viele der Flammen hatten eine blaue, wie auch grüne Färbung. &lt;br /&gt;Das alte Mütterchen kannte sich in solchen Dingen aus. Sie wusste, dass sich nichts in ihrer Hütte befand, dass in solchen Farben abbrennen würde. Dies ließ für sie nur einen Schluss zu, es war tatsächlich kein Unfall gewesen. Im ersten Moment war sie erleichtert. Wäre sie selbst durch ein Versehen für das Feuer verantwortlich gewesen, hätte sie sich das nie verziehen.  &lt;br /&gt;Doch im nächsten Moment kam das Erkennen. Instinktiv wich sie etwas zurück in den schützenden Wald. Sie ließ hektisch ihren Blick über die Lichtung schweifen. Hierhin und dorthin, doch was sie suchte, war nicht zu entdecken. Es gab einen anderen Verursacher für dieses Feuer und dieser war unter Umständen noch in der Nähe.&lt;br /&gt;Doch wer konnte ihr so etwas antun wollen? Sie war als gutmütige Kräuterfrau in der Umgebung bekannt, die niemandem etwas zu Leide tat. Im Gegenteil, die Leute mochten sie und viele riefen als erstes nach ihr, wenn jemand ernstlich krank war.&lt;br /&gt;Die Geschichte der Kinder fiel ihr plötzlich wieder ein, was ihre Panik steigerte. Dieser Zufall wäre zu groß gewesen, als dass hier kein Zusammenhang bestehen könnte. Ihr Atem ging schneller. Sie wollte jetzt nur noch weg von hier. Ihre Hütte war einerlei. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Kinder kommt, wir müssen los!“ Die Eindringlichkeit in ihrer Stimme ließ beide sich zu ihr umdrehen. Noch immer schaute sie sich hektisch um, was nun auch Syrill bemerkte. &lt;br /&gt;Vorsichtig und misstrauisch fragte er: „Was ist? Was sucht ihr? Wollt ihr nicht schauen, ob noch was zu retten ist?“&lt;br /&gt;Sie sprach sehr schnell, da sie keine Zeit verlieren wollte: „Nein, das hat eh keinen Zweck. Es ist alles zerstört. Aber jemand ist hierfür verantwortlich und dem möchte ich nicht zusammen mit euch begegnen.“ &lt;br /&gt;Die Kinder begriffen. Sofort hatten sie das Bild der Gestalt aus dem Lichtkreis vor Augen. &lt;br /&gt;Gemeinsam machten sie sich auf den Weg. Nicht wie sie gekommen waren, sondern in eine etwas andere Richtung. Olinga führte die beiden Brüder, so schnell sie konnte von der Lichtung fort. Sie suchte sich einen Weg, der sie zurück in die dichteren Teile des Waldes brachte. Sie wollte einen Pfad, der ihnen etwas Deckung bot und auf dem sie, nicht bereits von weit her, zu sehen waren. &lt;br /&gt;Erst etliche Zeit später verlangsamte sie wieder ihre Schritte. Hier fühlte sie sich wieder etwas sicherer, sie erlaubte es ihnen sogar, kurz stehen zu bleiben und Atem zu schöpfen.&lt;br /&gt;Das Mütterchen kannte jeden einzelnen der umliegenden Bäume, wie auch die schmalsten Trampelpfade, die zwischen diesen hindurch führten. Tag für Tag durchstreifte sie das Gehölz auf der Suche nach ihren Kräutern, oder auch nur der inneren Ruhe wegen. Sie mochte den Wald und spürte eine innige Bindung zu allem was hier kreuchte und fleuchte. Nie hätte sie gedacht, dass hier einmal Gefahren auf sie lauern könnten.&lt;br /&gt;So standen die drei nun also verschnaufend im Wald. Den Brüdern hatte der Eilmarsch kaum etwas ausgemacht. Sie waren allerdings von der Panik des Mütterchens angesteckt worden und das Gefühl bedroht zu werden, hatte auch von ihnen Besitz ergriffen. Wohl behütet und von allen Seiten der Schaustellertruppe stets beschützt, hatten die Jungen bisher noch keine tatsächlichen Gefahren kennen gelernt. Vor einem Wildhauer davon zu laufen, war bisher das Schlimmste, was ihnen widerfahren war. Doch selbst das war mehr ein Spiel. – Nicht so in diesem Moment und es waren ihnen noch nicht einmal die Gründe bekannt. &lt;br /&gt;Doch in Syrills Gefühle mischte sich noch etwas anderes. Es war Wut. Er wollte nicht vor etwas davon laufen, ohne die Ursache dafür zu wissen. Selten konnte er einfach etwas hinnehmen, was ihm geschah und in diesem Fall noch weniger als sonst. &lt;br /&gt;„Warum steckt jemand eure Hütte in Brand?“, fragte Syrill frei heraus mit schneidender Stimme. „Ihr sagtet, es sei jemand dafür verantwortlich, also frage ich euch wer und warum?“ &lt;br /&gt;Kurz zuckte er innerlich zusammen, als ihm der Gedanke kam, dass das Mütterchen doch eine Hexe sein könnte und sich vielleicht jemand für einen bösen Fluch oder etwas Ähnliches rächen wollte. Doch im nächsten Augenblick hatte er wieder das Schauspiel des Lichtkreises vor Augen und glaubte nicht mehr so recht an eine böse Seite Olingas. Normalerweise hatte Syrills Bruder Melton ein sehr gutes Bauchgefühl was fremde Menschen anging und bisher wirkte es auf ihn nicht, als hätte Melton Vorbehalte gegenüber der alten Frau. Sie hatten gelernt auf die jeweiligen Stärken des Anderen zu achten und diesen zu vertrauen. Zu unterschiedlich waren die beiden Brüder, als dass sie sich bisher, bei einer ihrer Fähigkeiten ins Gehege gekommen wären. &lt;br /&gt;„Wenn ich das genau wüsste, wäre mir auch wohler. Da ich es aber nicht weiß, beeilen wir uns einfach, dass ihr möglichst bald wieder zu Hause seid. Eure Eltern machen sich bestimmt auch schon Sorgen. Also hopp, Kinderchen, es geht weiter!“ &lt;br /&gt;Mit diesen Worten richtete sich Olinga wieder auf und marschierte einfach los. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es dauerte noch eine ganze Weile bis die drei endlich die große Handelsstraße erreicht hatten, die durch den Wald führte. Olinga hatte sie immer wieder große Bögen schlagen lassen, um eine eventuelle Verfolgung, so schwierig wie möglich zu gestalten. In der Zwischenzeit verschwand auch die Sonne bereits hinter den ersten Baumwipfeln und eine gewisse Kühle machte sich breit. &lt;br /&gt;Olinga wählte einen Weg parallel und etwas abseits zur breiten Straße, der sie früher oder später zum Lager der Schaustellertruppe führen sollte. Syrill und Melton hatten berichtet, dass die Gruppe bei einer recht großen Lichtung rasten würde, auf der sich zwei Straßen vor einer kleinen Brücke trafen. Die Brücke führe über einen etwas breiteren Bach und die Truppe würde heute dort ihren Waschtag abhalten. Vor den nächsten Auftritten sollten die Kostüme sauber sein. Nur deswegen hatten Syrill und Melton überhaupt die Möglichkeit bekommen, im Wald ihr kleines Jagdabenteuer zu bestehen. Olinga wusste gleich von welcher Lichtung die Kinder sprachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Der nächste Teil kommt am Samstag.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-5076314609459157709?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/5076314609459157709/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/09/1-kapitel-teil-4-ruckweg.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/5076314609459157709'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/5076314609459157709'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/09/1-kapitel-teil-4-ruckweg.html' title='1. Kapitel Teil 4 - Rückweg'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-3788705679798223700</id><published>2011-09-17T07:10:00.000-07:00</published><updated>2011-09-17T07:26:24.047-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Feuer'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Olinga'/><title type='text'>1. Kapitel Teil 3 - Olinga</title><content type='html'>Vor ihnen stand eine alte Frau in schäbigen Gewändern. Sie war nicht sonderlich groß und hatte einen unübersehbaren Buckel. Ihr graues Haar hing ihr in zotteligen Strähnen ins Gesicht, aus dem eine große spitze Nase hervorstach. Ihr kleiner Mund war zu einem belustigten Grinsen verzogen und ihre klaren, blauen Augen wirkten überraschender Weise recht freundlich.&lt;br /&gt;„Was ist los Kinderchen, hat es euch die Sprache verschlagen? Oder habt Ihr vor Schreck eure Zungen verschluckt?“ Sie kicherte wieder heiser in sich hinein. „Nun schaut mich nicht an wie eine Kuh, wenn’s donnert. Nicht alle buckligen Mütterchen, essen gern so kleine appetitliche Happen, wie ihr es seid. Was sucht Ihr also hier, so allein im Wald?“&lt;br /&gt;„Äh, da war ein Mann.“, platzte es aus Melton. „Da vorne zwischen den Bäumen.“&lt;br /&gt;„Ein Mann, so, so. Und dem seid ihr nachgegangen?“&lt;br /&gt;„Nein, wir sind doch vor dem Keiler geflohen.“ Melton war irritiert. Hatte sie den Mann denn nicht gesehen? &lt;br /&gt;Syrill stieß seinen Bruder in die Seite. Ihm war die Alte nicht geheuer und er war sich nicht sicher, ob sie dieser Person, die nicht minder ungewöhnlich wirkte, als die restlichen Ereignisse des Tages, sofort vertrauen sollten. &lt;br /&gt;Daher ergriff er nun das Wort: „Auf jeden Fall, sind wir eigentlich gerade auf dem Weg zu unseren Eltern. Wenn wir uns nun also wieder auf den Weg machen dürften, wären wir Euch sehr verbunden.“&lt;br /&gt;„Wo sollen die denn sein? Ich kenne alle umliegenden Höfe, mit ihren Bewohnern. So viele sind das nicht, als dass zwei Jungen Mütterchen Olinga entgangen wären.“&lt;br /&gt;„Kein Hof, die lagern in der Nähe auf einer Lichtung. Wir gehören zu einer fahrenden Schaustellertruppe. Und unsere Eltern leiten die sogar. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Meister Hastors fahrendes Theater&lt;/span&gt;.“ &lt;br /&gt;Der Stolz in Meltons Stimme war nicht zu überhören. In Gedanken ganz bei den schillernden Kostümen und dem beliebten Programm, entging ihm völlig, wie sich Mütterchen Olingas Stirn, nachdenklich in Falten legte. Nur Syrill entging dies nicht. &lt;br /&gt;Sie schien einen Moment zu überlegen, doch dann meinte sie: „Da ich nicht glaube, dass ihr den Weg zu Euren Eltern ohne Schwierigkeiten allein findet, wird es wohl das Beste sein, wenn ich Euch selbst dorthin bringe. Vorher werden wir aber noch bei meiner Hütte vorbeischauen, das ist nicht weit und dort könnt ihr euch auch waschen… Was ist das eigentlich, was Du da in den Haaren und deinem Gesicht hast?“ &lt;br /&gt;Mit diesen Worten griff die Alte nach Meltons Haar, das noch immer von dem roten Saft verklebt war. Erschrocken zuckte er kurz zurück, blieb dann aber tapfer stehen. Sie fuhr ihm mit ihren knöchernen Fingern und den langen, gelben Nägeln durch die Strähnen und roch dann ausgiebig daran. &lt;br /&gt;„Ist das Rotwurzbeere?“ &lt;br /&gt;Syrill nickte, er hatte die prallen Beeren selbst gesammelt. &lt;br /&gt;Kopfschüttelnd, aber kichernd drehte sich das Mütterchen mit dem Buckel um und ging ein paar Schritte davon. Als sie merkte, dass die zwei Jungen noch immer stehen blieben und keine Anstalten machten ihr zu folgen, wandte sie sich erneut zu ihnen.&lt;br /&gt;„Was ist? Auf geht’s, ich möchte eigentlich nicht auf den Abend warten. Wenn wir nicht länger trödeln, seid ihr in kürzester Zeit wieder bei euren Eltern.“ &lt;br /&gt;Zögerlich setzten sich Syrill und Melton in Bewegung. Sie waren noch immer unsicher mit der Alten, doch ihre Art schien keinen Widerspruch zu dulden. Geduldig wartete sie, bis die beiden Brüder zu ihr aufgeschlossen hatten und führte sie dann neben sich durch den Wald. &lt;br /&gt;Syrill sah sich immer wieder um, doch konnte er keinerlei Orientierungspunkte ausmachen. Jeder Baum schien dem vorherigen zu gleichen und jede kleine Schneise der zuvor. Er fragte sich, wie es dem Mütterchen gelang, sich hier zu Recht zu finden. &lt;br /&gt;Während er so vor sich hin überlegte, fiel ihm plötzlich auf, dass die unheimliche Stille verschwunden war. Er konnte Vögel zwitschern hören und auch die Wipfel der Bäume bewegten sich wieder im Wind. Angestrengt versuchte er sich zu erinnern, wann dies geschehen war, doch es war ihm nichts im Gedächtnis geblieben, woran er einen Zeitpunkt hätte festmachen können. Er fragte sich, ob vielleicht Melton etwas bemerkt hatte und gerade wollte er seinen Bruder darauf ansprechen, als ihm die Alte zuvor kam. &lt;br /&gt;„Oh, die Vögel singen wieder. Das ist schön. Hört ihr sie? Ich frage mich, was sie zum Verstummen brachte?“ Sie schien mehr mit sich selbst zu sprechen und keine wirkliche Antwort zu erwarten. Umso erstaunter war sie, als sie doch eine bekam. &lt;br /&gt;„Das lag bestimmt an dem Mann, der aus dem Lichtkreis kam.“ Melton ging neben ihr und sagte das ganz beiläufig – so, als ob es überhaupt keine andere Erklärung dafür geben könne.&lt;br /&gt;Irritiert blieb das alte Mütterchen stehen. „Was meinst du mit Lichtkreis und heraus kommen?“ &lt;br /&gt;Nun auch inne haltend, drehte sich Melton zu ihr um.&lt;br /&gt;„Na vorhin, ich sagte doch, dass da ein Mann war. Syrill meinte zwar es wäre eine Frau gewesen, aber das glaube ich nicht.“ &lt;br /&gt;Syrill, der sich neben seinen Bruder stellte, beobachtete die Alte genau. Sie schien nun doch an der Geschichte der Beiden Interesse gefunden zu haben. Sehr sogar. &lt;br /&gt;„Ja, ja, ich erinnere mich, dass du von einem Mann gesprochen hast, aber einen Lichtkreis hast du nicht erwähnt.“ &lt;br /&gt;„Na, da war vorhin so ein Blitzen zwischen den Bäumen. So was haben wir noch nie gesehen, nicht wahr Syl? Es sah aus, wie wenn man ein Feuerwerk abbrennt, aber es bewegte sich nicht, sondern war ganz starr an einer Stelle. Doch dann wurde es auf einmal größer und schließlich kam ein Mann daraus hervor. Er war zwar nicht richtig zu erkennen, wegen dem Mantel und so, aber ich bin mir ganz sicher, dass es ein Mann war.“ &lt;br /&gt;Melton hatte sich richtig in Erregung geredet. Seine Wangen glühten bei der Erinnerung an das zuvor Erlebte. Die dabei erlebte Unsicherheit und Angst waren selbst nach der kurzen Zeit wie weggewischt und es blieb nur noch der Gedanke, an ein aufregendes Abenteuer in ihm zurück. &lt;br /&gt;Nicht so bei Syrill. Er erlebte nicht oft ein Gefühl der Beklemmung und sah sich normalerweise stets Herr der Lage. Umso tiefer saßen daher bei ihm das Geschehene und die dabei empfundenen unguten Gefühle. Er konnte nichts Faszinierendes mehr an dem gesehenen Lichtkreis empfinden, sondern es blieben nur noch das Unbehagen und die laut schrillenden Alarmglocken zurück. – Und das, was er in den Augen der Alten sah, vertiefte das Gefühl mit seiner Vorsicht Recht zu haben.&lt;br /&gt;Nachdenklich stand das Mütterchen da, in ihren Gedanken schien es sich zu überschlagen. &lt;br /&gt;„Was ist dann geschehen? Habt ihr die Augen gesehen?“ Olingas Stimme war zu einem heiseren Flüstern geworden, als verspüre sie Scheu vor der möglichen Antwort. &lt;br /&gt;„Er ging weg und schien es dabei sehr eilig zu haben. Und wie gesagt lag sein Gesicht im Schatten der Kapuze. Wie hätten wir da denn Augen sehen sollen, wenn wir doch nicht mal erkannten, ob es ein Mann oder eine Frau war?“ Melton schüttelte den Kopf über diese für ihn eindeutig absurde Frage. &lt;br /&gt;„Wohin, nehm’ ich an, könnt ihr mir auch nicht sagen? Nein, lasst gut sein, ich weiß, wir sind im Wald und jede Richtung muss für Euch hier gleich sein. Wir sollten uns wohl etwas sputen, auf unserem Weg.“&lt;br /&gt;‚Auf welchem Weg?’, fragte sich Syrill, doch folgte er diesmal ohne Umschweife, als sie zügigen Schrittes vorauseilte. Der Wald wirkte kurze Zeit später wieder etwas freundlicher, was mit daran lag, dass hier die Stämme nicht so nah beieinander standen und durch die sonst dichten Baumkronen mehr Licht drang. Ebenso gab es hier weniger Büsche oder andere natürliche Hindernisse, die ihren Weg zuvor noch erschwert hatten. Doch trotz alledem vermittelte der Wald noch immer ein Gefühl der Macht und Erhabenheit. Diesem Bereich hier schien eine gewisse eigentümliche Energie inne zu wohnen. Ja, Syrill hatte sogar fast den Eindruck, ein richtiges Kribbeln in seinem Nacken zu verspüren. &lt;br /&gt;Melton wiederum schien davon nichts zu bemerken. Er verspürte eher eine leichte Beschwingtheit, die er sich selbst nicht richtig erklären konnte. Vielleicht lag dies daran, dass sein Bruder einmal nicht im Vordergrund stand, sondern sich bei Meltons Erzählung zurück gehalten hatte und so das alte Mütterchen alle Antworten von ihm erhielt. In der Zwischenzeit mochte er sie sogar fast schon ein wenig. Ihre Augen strahlten eine gewisse Mischung von Weisheit und Wissen aus, das spürte er. Auch eine Vertrautheit hatte er in ihnen entdeckt, die ihm die vorherige Scheu nahm, selbst wenn sie auf den ersten Blick, wie eine typische Hexe aus den Lagerfeuergeschichten wirkte. – Und er hatte vielen von diesen Geschichten gelauscht. &lt;br /&gt;Wie alle so in ihre Gedanken vertieft waren, entging ihnen völlig ein leichtes Flackern zwischen den Bäumen. Es war noch ein gutes Stück entfernt, doch schien es direkt auf ihrem Weg zu liegen. Wenige Schritte später hatte Syrill es entdeckt: „Was ist das da vorn? Sieht aus wie ein Feuer.“ &lt;br /&gt;Syrill zeigte mit ausgestrecktem Arm direkt auf das Flackern. Seinem Blick nun folgend, konnten auch Melton und Olinga die Flammen erkennen. &lt;br /&gt;Entsetzt stammelte das Mütterchen: „Das… das ist meine Hütte. Meine Häuschen brennt!“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Der nächste Teil folgt wie üblich am Mittwoch.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-3788705679798223700?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/3788705679798223700/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/09/1-kapitel-teil-3-olinga.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/3788705679798223700'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/3788705679798223700'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/09/1-kapitel-teil-3-olinga.html' title='1. Kapitel Teil 3 - Olinga'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-2878923506555957888</id><published>2011-09-13T11:32:00.000-07:00</published><updated>2011-09-13T23:27:41.553-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hexe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Magie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lichtkreis'/><title type='text'>1. Kapitel Teil 2 - Magie</title><content type='html'>Zügig machten sich die zwei auf den Weg. Das Lager der Wandertruppe, der sie und ihre Eltern angehörten, lag nicht sonderlich weit entfernt auf einer Lichtung innerhalb des Waldes. Sie hatten extra darauf geachtet, sich während ihrem Spiel nicht allzu weit von dort zu entfernen, doch jetzt kam ihnen der Weg viel zu lang und unbekannt vor.&lt;br /&gt;„Bist du sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen?“, fragte Melton seinen Bruder. Der Wald wurde immer dichter und unheimlicher und die merkwürdige Stille lag wie ein Mantel über allem. &lt;br /&gt;Zögerlich antwortete Syrill, seine Schritte verlangsamend: „Wenn ich ehrlich bin… nicht so recht.“ &lt;br /&gt;Er blieb stehen und schaute sich erneut um, konnte jedoch noch immer nichts Bekanntes entdecken. &lt;br /&gt;„Verdammt!“, entfuhr es ihm. „Ich hatte mir doch extra den Weg eingeprägt, aber hier wirkt alles so gleich.“ &lt;br /&gt;„Ich kann die Sonne auch überhaupt nicht sehen. Was meinst du, wie spät haben wir es?“ erwiderte Melton verunsichert, während er nach oben schaute und versuchte, mit seinen Blicken das dichte Blätterdach zu durchdringen. &lt;br /&gt;Syrill wusste darauf keine Antwort. Mit zuckenden Schultern sagte er: „Ich denke, es wird das Beste sein, wenn wir wieder umkehren. Dahin zurück, wo wir uns vor dem Keiler auf die Bäume verzogen haben. Vielleicht finden wir von dort den Rückweg wieder.“&lt;br /&gt;So kehrten die beiden um. Doch waren sie keine drei Schritt gegangen, als Syrill Melton plötzlich an der Schulter packte und nach links zeigte.&lt;br /&gt;„Was ist denn das?“ &lt;br /&gt;Zwischen ein paar Bäumen - nicht allzu weit entfernt - war ein merkwürdiges Flackern zu sehen. Ein Punkt mitten in der Luft, von dem kleine Blitze ausgingen und der sich zügig vergrößerte. Der Punkt wurde zum Kreis und sah bald aus wie ein Band aus rotgelbem Licht. Ein leises Knistern kam von dort und war alles, was in dem noch immer stillen Wald zu vernehmen war. Gebannt und fasziniert standen die beiden Jungen da. &lt;br /&gt;Leise flüsterte Melton: „Hast du so was schon mal gesehen?“ &lt;br /&gt;Syrill schüttelte nur stumm den Kopf. Das Schauspiel, das sich ihnen bot, war schön und beunruhigend zugleich. Je größer der Lichtkreis wurde, um so lauter schrillten in Syrill Alarmglocken, seinen Bruder zu schnappen und schnellstens von hier zu verschwinden. Doch wie die Maus, vor der hoch aufgerichteten Schlange, konnte er den Blick nicht abwenden. Der Durchmesser des Lichtbogens maß nun schon den Schritt eines ausgewachsenen Mannes. Erst als Melton an Syrills Ärmel zupfte, löste sich die Starre.&lt;br /&gt;„Mel, lass uns abhauen!“, murmelte Syrill zu seinem Bruder.&lt;br /&gt;Der Ring war noch immer am größer werden, als die beiden Jungen sich umdrehen und davon rennen wollten. Im letzten Moment hielt Syrill inne und zog seinen Bruder in Deckung hinter ein Gebüsch. „Warte! Schau!“ &lt;br /&gt;Das Band hatte nun einen gleichmäßigen Durchmesser und schien sich nicht weiter zu vergrößern. Vom Mittelpunkt her liefen gleichmäßig Wellen auf den äußeren Rand zu, um sich dort in schwachen Blitzen zu zerstreuen. Doch was Syrill inne halten ließ, war etwas anderes. &lt;br /&gt;Aus der Mitte des Kreises schob sich erst eine Hand, gefolgt von einem Arm in dunkler Kleidung. Auch ein Bein trat plötzlich aus dem Kreis, wie hinter einem Vorhang hervor, um den restlichen Körper nachfolgen zu lassen. Die Gestalt maß etwa sechs Fuß und war in einen dunklen Mantel gekleidet. Die Kapuze des Mantels war tief ins Gesicht gezogen, sodass nicht zu erkennen war, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelte. Die schmale Figur hätte durchaus zu beiderlei Geschlecht gehören können. &lt;br /&gt;Gespannt kauerten die beiden Jungen hinter einem Busch und harrten der Dinge, die sich da abspielten. Vor ihren Augen begann der Lichtkreis, hinter der Gestalt plötzlich wieder zu flimmern und innerhalb weniger Lidschläge zog er sich auf einen kleinen leuchtenden Punkt zusammen, der abrupt in einem schwachen Blitz verschwand. Alles was übrig blieb, war nur die Gestalt.&lt;br /&gt;Ohne lange abzuwarten und scheinbar mit einem konkreten Ziel vor Augen, drehte diese sich um und schritt schnellen Fußes, zwischen den Bäumen hindurch, Syrill und Melton immer weiter hinter sich lassend. &lt;br /&gt;Mehrere Momente hielten die Jungen noch unsicher inne. Erst dann löste sich die Anspannung.&lt;br /&gt;„Was war das?“, fragte Melton noch immer flüsternd seinen Bruder. Die Ereignisse an diesem Tag überforderten ihn so langsam. Doch auch Syrill erging es nicht anders. &lt;br /&gt;„Das muss ein Zauberer oder eine Hexe gewesen sein. Aber nicht so ein Scharlatan wie unserer. Mit allen Tricks und Kunststücken kommt er nicht an das hier ran. Das muss wahre Magie gewesen sein.“ &lt;br /&gt;Xarabos, oder &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Xarabos der Große&lt;/span&gt;, wie er sich selbst nannte, war ebenfalls Schausteller in ihrer Gruppe. Er war ein kleiner, dicker und sehr launischer Mann, der sich stets für etwas Besseres hielt. Immer wieder berief er sich auf seine großen magischen Fähigkeiten, doch die Jungen wussten es besser. Schon vor Jahren waren sie an einem Sommertag, in seinen Wagen eingedrungen und hatten sämtliche seiner Kunststücke erkundet. Nachdem er sich wieder einmal den Wanst voll geschlagen hatte, nutzten sie hierzu sein obligatorisches Mittagsschläfchen unter einem schattigen Baum. Nicht eine doppelte Klappe oder ein noch so dünner Faden waren ihnen entgangen. Aber das hier war etwas völlig anderes, dessen waren sich die zwei sicher.&lt;br /&gt;„Wir machen uns jetzt besser auf den Weg.“, entschied schließlich Syrill. &lt;br /&gt;„Meinst du nicht, wir sollten uns erst noch die Stelle dort anschauen, wo gerade der Hexer erschienen ist?“&lt;br /&gt;„Ich weiß nicht.“, entgegnete Syrill unentschlossen. „Und wieso glaubst du eigentlich, dass es ein Mann gewesen ist? Vielleicht war es auch eine Hexe.“&lt;br /&gt;„Ach was, der war doch viel zu groß für eine Hexe. Hexen sind klein und bucklig.“&lt;br /&gt;„Ach, sind sie das?“ Eine kichernde, heisere Stimme ließ die zwei erschrocken herumfahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Der nächste Teil folgt wieder am Samstag.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-2878923506555957888?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/2878923506555957888/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/09/1-kapitel-teil-2-magie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/2878923506555957888'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/2878923506555957888'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/09/1-kapitel-teil-2-magie.html' title='1. Kapitel Teil 2 - Magie'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-4053721714271173425</id><published>2011-09-09T12:21:00.000-07:00</published><updated>2011-09-13T11:51:06.599-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Jagd'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wildhauer'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stille'/><title type='text'>1. Kapitel Teil 1 - Die Jagd</title><content type='html'>Die Jagd dauerte nun schon eine ganze Weile. Immer wieder war ihm sein Ziel mit knapper Not entkommen. Geschickter als erhofft, das musste er sich eingestehen. – Nun ja, jeder machte mal einen Fehler, doch dieser ließ sich noch immer korrigieren. &lt;br /&gt;Leise schlich er durch das Unterholz, stets bedacht, seine unmittelbare Anwesenheit durch keinen knackenden Ast oder ähnliches zu verraten. Es hatte in diesem Sommer nun schon länger nicht mehr geregnet und das Holz war trocken. Er wusste, dass er irgendwo auf ihn wartete – lauerte. &lt;br /&gt;Vorsichtig schaute er sich um und versuchte immer wieder konzentriert zu lauschen, doch außer den üblichen Waldgeräuschen war nichts zu vernehmen. &lt;br /&gt;Es konnte doch nicht ständig so weitergehen, dachte er bei sich. Dieses Mal wollte er ihn haben. Er sollte büßen für all die Schmach, die er ihm immer wieder bei ihren Jagden angetan hatte. &lt;br /&gt;Da! Ein leises Knacken ganz in seiner Nähe. Schnell richtete er seinen Blick nach rechts und erspähte eine leichte Bewegung in einem Busch direkt neben einer gewaltigen Eiche. &lt;br /&gt;Zügig bewegte er sich darauf zu, den Kopf geduckt, um sich nicht zu verraten. Mit einem, für seine schmächtige Figur, gewaltigen Satz, sprang er um den Busch herum. Ohne richtig zu zielen warf er eine seiner faustgroßen Objekte in die ungefähre Richtung seines Gegners – und traf ein Schwein. &lt;br /&gt;Erstarrt stand der Junge da. Er sah, wie die große Beere am Rücken des mächtigen Wildhauers zerplatzte und sich roter klebriger Saft über das Fell ergoss. &lt;br /&gt;'Mist!', war alles, was ihm in den Sinn schoss. Dann drehte er sich um und nahm seine Beine in die Hand. &lt;br /&gt;Er hatte mit dem verdutzten Gesicht seines Bruders gerechnet und nicht mit solch einem gewaltigen, schwarzen Keiler. – Das war nicht gut, gar nicht gut. &lt;br /&gt;Er rannte was das Zeug hielt und scherte sich nicht darum, wie ihm immer wieder Sträucher und Äste ins Gesicht und gegen seinen Körper schlugen. Hinter sich konnte er das wütende Schnauben und Stampfen des Hauers hören. &lt;br /&gt;Wieder entfuhr im ein „Mist!“ während er sich krampfhaft nach einer Rettung umsah. Wo waren all die tief hängenden Äste, wenn man sie brauchte? &lt;br /&gt;Den heißen Atem des Ungetüms, schon fast auf seinen nackten Beinen spürend, wählte er den nächstbesten Baum. Er sprang mit all seiner Kraft einem dicken Ast entgegen, als ihm eine pralle, rote Beere direkt ins Gesicht klatschte. &lt;br /&gt;Vor Schreck hätte er beinahe wieder los gelassen, doch geistesgegenwärtig hielt er sich fest und zog sich höher. Blind von dem Saft, der ihm die Augen verklebte und mehr schlecht als Recht seine Position unter Kontrolle habend, klammerte er sich an den Ast. &lt;br /&gt;Am Boden, keine fünf Bäume entfernt, stand der eigentlich Gesuchte und war, beim Anblick des Wildhauers, nicht minder überrascht. Sofort kletterte auch er einen Baum hinauf, um sich dort in Sicherheit zu bringen. Behände und leicht gelang es ihm, sich von einem Ast zum nächsten zu hangeln. Endlich erreichte er eine Position, von der aus er seinen Bruder gut im Blick hatte. &lt;br /&gt;„Mel, alles in Ordnung mit dir? Ich denke, du schuldest mir wieder einen Abwasch.“ &lt;br /&gt;Melton, wie der Junge eigentlich richtig hieß, hatte sich endlich die Farbe aus den Augen gerieben, sodass er zumindest ansatzweise wieder etwas erkennen konnte. &lt;br /&gt;„Was anderes fällt dir nicht ein, hä?“ Vorsichtig setzte sich Melton auf dem Ast auf. Es war ein erbärmlicher Anblick, den der erst zwölf Sommer zählende Junge bot. Sein normalerweise hellbraunes Haar hing ihm in roten Strähnen ins Gesicht und die große pralle Beere hatte fast seinen gesamten Oberkörper eingefärbt. Unsicher hielt er sich auf dem Baum, unter dem sich noch immer der Keiler befand.&lt;br /&gt;„Und jetzt Blödmann, was tun wir jetzt? Hast du noch andere Ideen, als nur auf mich zu schmeißen?“, rief Melton verärgert hinüber. &lt;br /&gt;Sein Bruder Syrill musste lachen. „Wenn ich mir deinen neuen Spielgefährten so anschaue, dann war es mit deinen Ideen auch nicht viel weiter her.“ &lt;br /&gt;Die rote Farbe auf dem Eber war noch immer deutlich zu erkennen. &lt;br /&gt;Stets gut gelaunt, war Syrill der größere der Beiden. Wo sein Bruder Melton meistens ruhig und etwas in sich gekehrt war, kompensierte Syrill dies völlig. Die meisten Spiele mit denen sich die zwei immer wieder in Schwierigkeiten brachten, waren auf seinem Mist gewachsen. Jedoch verdankten sie es in der Regel auch ihm, dass sie sich bisher, aus jedem Schlamassel wieder herausbugsieren konnten. Sei es mit Worten oder weiteren Taten.&lt;br /&gt;„Ich glaube, dass wir es dieses Mal aussitzen müssen. Irgendwann wird es deinem Freund schon zu langweilig und deinen Gestank von da oben wird er ja auch nicht ewig ertragen können.“ &lt;br /&gt;Melton ging auf diese Beleidigung gar nicht mehr ein. Er hatte sich in der Zwischenzeit auf seinen Ast gestellt und ein Stück Holz von etwas weiter oben abgebrochen. Dieses Stück warf er nun in ein Gebüsch hinter dem Eber. Er hoffte das Tier damit etwas ablenken und weglocken zu können, doch es drehte sich noch nicht einmal um. &lt;br /&gt;So saßen die zwei also, jeder auf seinem Baum und warteten, dass der Eber endlich das Weite suchte. Syrill beobachtete das Schwein genau. Ständig schnüffelte es um den Baum herum, auf dem sich sein Bruder Melton aufhielt. Sich schon auf eine längere Sitzung einstellend, sah er wie das Tier auf einmal inne hielt. Als läge plötzlich noch eine andere Witterung in der Luft, die es erst einzuordnen galt, stand das große Tier ruhig da. Doch dann drehte es sich um und sprang davon. Verdutzt schauten die Jungen dem Keiler nach, wie der durch das Unterholz brach und Momente später, nur noch in der Ferne immer leiser zu hören war. &lt;br /&gt;„Was war das?“, rief Syrill zu seinem Bruder hinüber. „Hast du mal wieder einen fahren lassen?“ &lt;br /&gt;„Ja, ja. Das mit dem Gestank hatten wir heute schon, Syl.“, gab Melton schnippisch zurück und kletterte langsam und vorsichtig seinen Baum hinab. Syrill tat es ihm gleich, sprang jedoch mehr von einem Ast zum nächsten und gelangte so sicher und geschickt, noch vor seinem Bruder zu Boden. &lt;br /&gt;Neugierig schaute sich Syrill um. Was hatte den Eber nur veranlasst so schnell das Weite zu suchen? Sorgfältig ließ er seinen Blick, über das umliegende Gelände schweifen. Irgendetwas schien ihm tatsächlich anders als zuvor. Nur was? &lt;br /&gt;Melton stand nun neben ihm: „Syrill, horch mal!“ &lt;br /&gt;„Was ist?“, fragte er beiläufig.&lt;br /&gt;„Nein, du sollst horchen!“&lt;br /&gt;Syrill lauschte und plötzlich wusste er, was nicht stimmte. – Der Wald. Es fehlten jegliche Geräusche. Kein Vogelgezwitscher war zu hören, kein Knacken von Ästen, nicht einmal das Rauschen der Blätter im Wind. Alles schien beunruhigt den Atem angehalten zu haben und wie erstarrt. Die einzigen Laute kamen von den beiden Jungen selbst. &lt;br /&gt;„Vielleicht sollten wir zurück zum Lager?“, fragte Melton unsicher. „Das macht mir alles keinen guten Eindruck hier.“ &lt;br /&gt;„Ja, du hast Recht. Wir sollten los.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Weiter geht es wieder am Mittwoch.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-4053721714271173425?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/4053721714271173425/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/09/kapitel-1-teil-1-die-jagd.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/4053721714271173425'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/4053721714271173425'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/09/kapitel-1-teil-1-die-jagd.html' title='1. Kapitel Teil 1 - Die Jagd'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-4455360862249001652</id><published>2011-09-06T11:34:00.000-07:00</published><updated>2011-09-13T13:00:01.494-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schwärze'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Erlösung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tod'/><title type='text'>Prolog Teil 5 - Erlösung</title><content type='html'>Der Junge schlief inzwischen wieder in seinem Schoß, gewärmt von dem niedrigen Feuer, vor dem sie nun saßen. Ringsherum hatte der Hauptmann Zweige zum Trocknen ausgelegt; er hoffte, dass sie dies durch die Nacht bringen würde. Endlich wieder Kraft schöpfend, war er eigentlich dankbar für die Zwangspause, die sie einlegen mussten, auch wenn er wusste, dass ihr Überleben von einer baldigen Unterkunft und vor allem Nahrung abhing. In Gedanken wog er immer wieder ihr weiteres Vorgehen ab. Sämtliche seiner Möglichkeiten zog er in Betracht, doch verwarf er sie alle wieder und egal wohin ihn seine Gedanken trugen, er fand keine Lösung. &lt;br /&gt;Starke Müdigkeit erschwerte ihm zusätzlich das Nachdenken. Immer wieder ertappte er sich dabei, wie seine Gedanken Sprünge machten und schon fast in Träume überglitten. Die Lider waren ihm schwer und sein Kopf sackte immer wieder zur Brust. Wach zu bleiben schien unmöglich und Schlaf doch so verlockend…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Rote Augen durchbohrten ihn. Sie schienen seine Seele zu ergründen und seine Gedanken zu verfolgen. Er stand nur da, unfähig sich zu bewegen. Um ihn herum war alles schwarz und er konnte nur die zwei roten Augen in einiger Entfernung ausmachen. Der zugehörige Körper lag in völliger Finsternis. Sie schienen näher zu kommen und sich dann doch wieder zu entfernen. Oder bewegte er sich etwa? Wie gefesselt hielt er den Blick auf die zwei glühenden Punkte gerichtet. Doch plötzlich waren sie verschwunden. Zwischen zwei Lidschlägen einfach weg. Jeglichem Anhaltspunkt entrissen, nahm die Beklemmung, die dieser Ort ausstrahlte noch mehr zu. &lt;br /&gt;Er wollte sich umdrehen, seine Umgebung erkunden, doch es war ihm nicht möglich. Beklemmung steigerte sich in Furcht. Wo war er? Wie war er hierher gekommen? Er konzentrierte sich auf seine anderen Sinne, versuchte ein Geräusch zu vernehmen oder einen Duft zu erhaschen. Doch es gelang ihm nicht. Wo waren die Bäume, das Feuer und der Junge? &lt;br /&gt;Plötzlich fühlte er sich wieder beobachtet. Wie Dolche, die in seinen Rücken fuhren. Er wollte rufen, etwas sagen, Stärke demonstrieren. Doch wieder misslangen sämtliche seiner Versuche. Unwillkürlich schrak er innerlich zusammen. Keine Armeslänge vor ihm, trat eine Gestalt in sein Blickfeld. Das Gesicht war ihm bekannt. Schmale Gesichtszüge, die hart und unnachgiebig wirkten. Eine dünne Nase, die lang und habichtsgleich hervorstach. Die Lippen umspielte ein boshaftes und überlegenes Lächeln. Doch wie bereits zuvor, waren das Fremdartigste die rot glühenden Augen. In Form und Aussehen Katzenaugen ähnlich, hätte dies bereits Abscheu genug bei ihm bewirkt, doch glühten sie, wie aus einer inneren Kraft heraus. Genug sogar, ihm die restlichen Gesichtszüge zu offenbaren. Wieder hatte die fremde Gestalt wohl einen Mantel über, dessen Kapuze ihr tief ins Gesicht gezogen war. Der restliche Körper lag verborgen im Dunkel.&lt;br /&gt;Er war irritiert, hatte er nicht genau dieses Wesen von seiner Klinge durchbohrt und anschließend zu Asche verbrennen sehen? Doch die Haut schien unversehrt. Kein Zeichen von Feuer oder anderer Hitzeeinwirkung. Sein Gegenüber schien diese Gedanken zu erraten. Das anmaßende Grinsen wurde breiter und wirkte nun noch herablassender. &lt;br /&gt;„Ihr seht richtig. Erneut stehe ich vor euch. Ihr habt doch nicht ernsthaft geglaubt, euch meiner mit eurem kläglichen Angriff für alle Zeiten entledigt zu haben?“ &lt;br /&gt;Die Gestalt brach in schallendes Gelächter aus. Die Gefühle des Hauptmanns begannen sich erneut zu wandeln. Alle Furcht fiel von ihm ab, seine Beklemmung verflog. Er wollte nur noch seine Klinge aus der Scheide reißen und sie erneut, tief in der Brust dieses Dämons versenken. &lt;br /&gt;Ein Schrei des Jubels hätte ihm entfahren können, als er spürte, wie es ihm gelang, seine Fingerspitzen leicht zu krümmen. Endlos langsam schien sich seine Hand der Starre zu entziehen. &lt;br /&gt;„Eure Willenskraft ist bemerkenswert. Wonach dürstet euch? Etwa hiernach?“ &lt;br /&gt;Das Monster hielt des Hauptmanns Klinge vor sein Gesicht, während dessen Finger ins Leere tasteten. Mehr war ihm noch immer nicht vergönnt. &lt;br /&gt;„Mir deucht, wir haben noch eine kleine Rechnung offen. Zuletzt hieltet ihr diesen Stahl in Händen und meine Brust war euch entblößt. Mir scheinen unsere Rollen dieses Mal vertauscht.“ &lt;br /&gt;Just in dem Moment, da er die Starre ganz überwand und sein Körper ihm wieder zu gehorchen schien, spürte er einen sengenden Schmerz in seiner Brust. Er hatte schon des Öfteren Stahl gekostet und kannte daher, dessen kalt brennenden Kuss. Er blickte an sich hinunter und sah schwach, im roten Licht der Augen, die Klinge bis zum Heft in seiner Brust. Sie musste ganz leicht eingedrungen sein, da er keinen nennenswerten Druck verspürt hatte. Sein Atem ging nur noch rasselnd und Blutgeschmack machte sich in seinem Mund breit. Er wusste, dass wie bei Elor seine Lunge getroffen war. Rasend schnell verließen ihn seine Kräfte. Sich nicht mehr länger auf den Beinen halten könnend, sank er auf seine Knie. Sein Gegenüber hatte das Schwert losgelassen und betrachtete ihn scheinbar mit allergrößtem Interesse. Noch immer spiegelte sich ein boshaftes Lächeln in dessen Gesicht. &lt;br /&gt;„Ich denke, wir werden bei euch kein solch Feuerwerk zu sehen bekommen, wie es mir zu eigen ist.“&lt;br /&gt;Das Monster und alles andere begann vor seinen Augen zu verschwimmen. Der Hauptmann spürte, wie er ganz zu Boden sank und sich in warmen Schwällen Blut unter ihm verteilte. Der Boden war weich - als läge er auf Moos und gedämpftes Kinderplärren drang an sein Ohr… &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als die Schwärze verging, konnte er ein kleines Bündel neben sich liegen sehen. Eine Blutlache berührte fast die Decke des kleinen, weinenden Jungen. Unfähig sich zu bewegen, realisierte der Hauptmann, dass das Blut von ihm selbst zu kommen schien. Mit jedem schwerfälligen Atemzug, füllte sich sein Mund erneut mit Blut, das ihm aus seinem Mundwinkel rann. Der Schmerz in seiner Brust war kaum zu ertragen. Um letzten Atem ringend, glaubte er, zwei glühende Punkte zwischen den Bäumen ausmachen zu können. Sich seines Versagens bewusst, galten seine letzten Gedanken dem Jungen und dessen Mutter. Seine blutverschmierten Lippen formten ein stilles: „Es tut mir leid.“ &lt;br /&gt;Dann umfing den Hauptmann, zum letzten Mal in seinem Leben, erlösende Dunkelheit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die letzte Glut der Feuerstelle verströmte ihre Wärme, während die ersten Sonnenstrahlen einen klaren, blauen Himmel erhellten. Hoher Schnee bedeckte noch immer die Wipfel der Bäume ringsumher und unruhiges Pferdescharren war etwas abseits zu vernehmen. Das Kinderweinen neben dem leblosen Körper des braven Hauptmanns ließ langsam nach und verstummte schließlich ganz, während ein wunderschöner Wintermorgen anbrach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Hier endet der Prolog. Am Samstag findet ihr den ersten Teil des 1. Kapitels. Lernt dort auch die weiteren Hauptfiguren meiner Geschichte kennen.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-4455360862249001652?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/4455360862249001652/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/09/prolog-teil-5-erlosung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/4455360862249001652'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/4455360862249001652'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/09/prolog-teil-5-erlosung.html' title='Prolog Teil 5 - Erlösung'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-6815706497914528842</id><published>2011-09-02T12:26:00.000-07:00</published><updated>2011-09-02T23:08:36.558-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wald'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glühstein'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kälte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Feuer'/><title type='text'>Prolog Teil 4 - Wildnis</title><content type='html'>Kurze Zeit später befand sich der Hauptmann im Sattel eines Pferdes. Das Schneetreiben hatte zugenommen, sodass niemand im bloßen Vorbeigehen, das Bündel in seinem Arm bemerkt hätte. Noch immer schlummerte das Neugeborene an seiner Brust und die Straßen begannen sich nun zu füllen. Die ersten Händler und Bauern waren auf den Straßen, wahrscheinlich auf dem Weg zum Markt. Nur wenige waren wie er, in Richtung zu einem der vier Stadttore unterwegs. Stets den Blick umherschweifend, konnte er nichts beunruhigendes feststellen. Er war sich schon fast sicher, dass der Plan des alten Mannes aufgehen könnte, als er plötzlich ein rotes Blitzen hinter einer dunkelgrauen Kapuze sah.&lt;br /&gt;Er hielt den Atem an. Während er sich näherte, kostete es ihn Überwindung, nicht auf das Bündel zu sehen, ob das Kind denn noch immer schliefe. Doch die Gestalt am Straßenrand wandte sich ab und ließ ihn scheinbar unbemerkt vorbei reiten. &lt;br /&gt;Sie waren nur noch wenige Schritte vom Stadttor entfernt, doch als er gerade tief durchatmen wollte, begann das Kind sich zu regen. Angst stieg in ihm auf. Es war doch seit ihrer Flucht alles so glatt gelaufen. &lt;br /&gt;‚Zu glatt!’, dachte er sich. Wie konnte er auch etwas anderes annehmen? Gedanklich sah er schon den Jungen, zu einem Schrei Luft holen, als er dem Pferd die Sporen gab. Keinen Moment zu früh, wie sich herausstellte. &lt;br /&gt;Fast zeitgleich, wie der Kleine zu schreien begann, traten zwei weitere Gestalten in grauen Mänteln vor dem Tor auf die Straße. Sie mussten sich in einer Seitengasse aufgehalten haben. Ob Zufall oder nicht war einerlei. Einen nieder getrampelt, den anderen hinter sich lassend, galoppierte der Hauptmann, mit dem Kind auf dem Arm, hinaus in die Wildnis und den, in weiter Ferne befindlichen, schneebedeckten Wäldern entgegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zeit verging. Er wusste nicht, wie lange er die Stadt schon hinter sich gelassen hatte. Der Himmel und die Sonne waren noch immer von Wolken bedeckt, sodass sich die Tageszeit nicht einmal erahnen ließ. Das Kind war bereits längst wieder zur Ruhe gekommen und das Schneetreiben hatte glücklicherweise etwas nachgelassen. &lt;br /&gt;Nichtsdestotrotz schlich sich die Kälte durch seine Kleidung und unter die Haut. Nicht gerüstet für einen Aufenthalt in der Wildnis, war er doch davon ausgegangen, die Stadt nicht verlassen zu müssen. Er fürchtete das Schlimmste für den Kleinen und sich, wenn er nicht bald eine wärmere Bleibe fände. &lt;br /&gt;Nur wusste er sehr wohl, dass es in dieser Richtung vor zwei Tagesreisen nichts Geeignetes zu erreichen gab. &lt;br /&gt;Wieder hoffte er, trotz der frisch entstandenen Schneedecke, nicht allzu sehr vom eigentlichen Weg abgekommen zu sein. Doch der Schnee lag so hoch, dass die Wegsteine nur noch zu erahnen waren. Er wollte diesen Wald, so schnell es ging durchqueren. Ohne die Handelsstraße, war dieses Unterfangen jedoch, in ihrer Situation nicht zu empfehlen. Immer wieder vergewisserte er sich über den Zustand des Jungen. Trotz dass er das Neugeborene zusätzlich, in das untere Ende seines groben Mantels eingeschlagen hatte, waren dessen Lippen bereits bläulich verfärbt. Er war sich sicher, dass es ihm mit seinen eigenen nicht anders erging. Auch seine Finger waren bereits steif und schmerzten, doch er ritt weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Wald lag nun ausgestreckt vor ihnen. Doch weder eine Schneise, noch irgendwelche Spuren waren zu entdecken. Auch schien das Tageslicht bereits nachzulassen. Hunger und Erschöpfung machten sich nicht erst seit eben in seinem Körper breit und das Kind hatte sich bereits mehrmals – wohl vor Hunger – in den Schlaf geschrien. &lt;br /&gt;Der Hauptmann lenkte das Pferd durch den, nun kniehohen Schnee am Waldrand entlang und seine Hoffnung schwand. Er wusste, dass es nur eine richtige Straße durch diesen dichten Wald gab und durch das Schneetreiben waren sie zu sehr von deren Richtung abgeraten. &lt;br /&gt;Rechts oder links? Die Chancen standen gleich. – Er entschied sich für links. Als nach geraumer Zeit noch immer keine Schneise erreicht war, begann er an seiner Entscheidung zu zweifeln. Doch umzukehren wäre wahrscheinlich ebenso fatal gewesen. Er ritt weiter. Als das Licht immer mehr abnahm und neuer Schneefall das Vorankommen noch mehr erschwerte, entschied er sich, Unterschlupf im Wald zu suchen. Unter allen Umständen musste er es vermeiden, beim Lagern in der Nacht vom Schnee eingeschlossen zu werden&lt;br /&gt;Er wählte eine Stelle, die ein Eindringen mitsamt Pferd nicht unnötig erschwerte. Hier standen die Bäume etwas lichter und auch verschneite Büsche waren nicht ganz so häufig. Unter den hohen Zweigen der gewaltigen Bäume war der Boden hier sogar etwas freier. &lt;br /&gt;Nachdem er sich vorsichtig herabgleiten gelassen hatte, führte er sein Tier am Zügel zu Fuß weiter. Seine Glieder schmerzten ihn und er hatte den Eindruck, jeden seiner Knochen einzeln zu spüren. Die Beine waren ihm vom langen Reiten in der Kälte steif und taub, sodass er zu Anfang strauchelte, als er wieder auf festem Boden stand. &lt;br /&gt;Sie erreichten nicht weit eine mächtige Tanne, an deren Stamm der Boden so gut wie ganz vom Schnee verschont geblieben war. Hier legte er das Kind nieder. Nachdem er das Pferd ein wenig abseits angebunden hatte, begann er im letzten Tageslicht vereinzelte, trocken erscheinende Zweige und Äste zu sammeln und von den Bäumen zu schlagen. &lt;br /&gt;Schließlich brach er mit Hilfe seines Dolchs ein Stück des Glühsteins, den er stets in einem Anhänger um den Hals trug, ab. Das abgeplatzte Stück würde sich schon bald erhitzen und so heiß werden, dass er hiermit zumindest ein paar Zweige zum Brennen bringen würde. Der Rest würde sich zeigen. Schnell legte er den Splitter auf das Holz und verschloss sorgfältig die kleine Dose. Er hatte bis heute nicht verstanden, warum sich der große Stein, im Inneren des Anhängers nicht auch zu erwärmen begann. Sei's drum. &lt;br /&gt;Da kräuselte sich auch schon erster, leichter Rauch empor. Der kleine Steinsplitter begann rot zu glimmen und spritzte kleine Funken von sich. Plötzlich züngelte eine kleine Flamme auf und das Holz begann bald in der Hitze zu zischen und zu knacken. &lt;br /&gt;Kurze Zeit später hatte er ein kleines Wunder geschaffen. In Gedanken gratulierte er sich immer wieder zur Anschaffung dieses - ein kleines Vermögen kostenden - Luxusgegenstandes. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Der letzte Teil des Prologs folgt am Mittwoch.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-6815706497914528842?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/6815706497914528842/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/09/prolog-teil-4-wildnis.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/6815706497914528842'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/6815706497914528842'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/09/prolog-teil-4-wildnis.html' title='Prolog Teil 4 - Wildnis'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-7046012247239460402</id><published>2011-08-30T13:29:00.000-07:00</published><updated>2011-09-13T13:03:18.184-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Flucht'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kind'/><title type='text'>Prolog Teil 3 - Eine Wendung</title><content type='html'>Er erreichte sein Ziel, ohne weitere Zwischenfälle. Nachdem er sich erneut umgesehen hatte, stieg er durch das Fenster in das Gebäude. Alles war, wie er es verlassen hatte, bis auf das schwach zu vernehmende Plärren eines Kindes. &lt;br /&gt;Schnellen Schrittes trat er zur Tür, die als einzige einen schwachen Lichtschimmer unter sich zeigte. Er wartete einen Moment, bis das Weinen nachließ und trat dann schnell ein. An der Szene hatte sich nicht viel verändert, die Luft war stickig und etwas wärmer als auf dem Flur. Das Feuer war noch immer nicht geschürt und auf der Lagerstatt lag die junge Frau. Doch sah sie erleichtert und glücklich aus. Die Beine noch für die Nachgeburt geöffnet, schien die Niederkunft gerade vorbei. An Ihre Brust gepresst hielt sie, in eine Decke geschlagen, ein kleines Bündel, welches sofort wieder zu schreien begann. &lt;br /&gt;„Herr?“, zog er die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf sich, die alle die Mutter mit dem Neugeborenen umringten. &lt;br /&gt;„Hauptmann, ihr seid zurück. Welche Kunde bringt ihr uns?“ &lt;br /&gt;Er trat zu der Gruppe und berichtete. „Mein Herr, die Lage ist erschreckend. Einer meiner Männer wurde vor meinen Augen, lasst mich sagen hingerichtet!“ &lt;br /&gt;Er beschrieb was geschehen war und berichtete von der Gestalt, mit der er die Klinge gekreuzt hatte. &lt;br /&gt;„Zu Asche sagt ihr? Mir deucht, unsere Gegner sind gefährlicher als ich annahm.“ &lt;br /&gt;„Kennt ihr diese Wesen? Wie soll unser weiteres Vorgehen aussehen? Ihr wisst, mein Schwert und mein Leben gehören euch, mein Fürst.“&lt;br /&gt;„Das weiß ich, Hauptmann und mein Dank hierfür ist der eure. Aber nein, ich weiß nicht um was für Wesen es sich hier handelt. Wir sollten es auch vermeiden dies heute noch herauszufinden. Unser aller Sorge sollte nur dem Kind gelten. Wir können noch nicht sagen, ob wir die Prophezeiung abwenden konnten. Die Nacht war genau am Übergang zum Tag. Vielleicht hatten wir Glück. Vielleicht…“&lt;br /&gt;Die Gedanken des alten Mannes schienen wieder abzuschweifen. Schnell entgegnete der Hauptmann: „Sire, unser Vorgehen? Soll ich euch aus der Stadt bringen? Was ist mit eurer Tochter und dem Kind?“&lt;br /&gt;Gerade wollte der Ältere zu einer Erwiderung ansetzen, als er jäh von einem schmerzerfüllten Schrei seiner Tochter unterbrochen wurde. Erschrocken wandte er sich um. &lt;br /&gt;Die junge Frau bäumte sich heftig, wie erneut von einer Wehe geschüttelt auf. Das Neugeborene wollte ihr schon aus den Armen gleiten, als die Amme es der gequälten Mutter kurzerhand abnahm. &lt;br /&gt;Der Hauptmann, wie auch sein Gegenüber traten näher an das Lager. „Was hat Sie? Ich dachte das Schlimmste wäre überstanden?“&lt;br /&gt;„Haltet das!“, erwiderte die ältere Frau in den einfachen Gewändern und drückte das Kind dem Hauptmann in die Arme. Sofort kniete sie sich nieder und betastete den Bauch der jungen Mutter. Mit milder Stimme sagte sie: „Es tut mir leid, mein Kind. Die Strapazen scheinen für euch noch nicht zu Ende. Ihr dürft heute noch ein Leben schenken.“ &lt;br /&gt;Wie zur Bestätigung ergriff erneut eine heftige Wehe die junge Frau. &lt;br /&gt;Versteinert standen die Männer da. Eine Wendung, die so keiner von ihnen erwartet hatte. Der ältere Mann fasste sich als Erster wieder. „Hauptmann, wisst Ihr was das heißt? Dies könnte die Lösung für all unsere Probleme sein.“ &lt;br /&gt;Ratlos stand dieser nur da und blickte auf das kleine Kind in seinen Armen und dann wieder auf seinen Fürst, dem er so viel Respekt entgegenbrachte. ‚Wie sollte noch ein Kind die Lösung sein?’&lt;br /&gt;„Hauptmann, versteht doch! Die Sonne ist längst erschienen. Die Nacht ist vorbei. Das zweite Kind kann unmöglich die Prophezeiung erfüllen. Wenn sie uns nur mit diesem Kind ergreifen, sollen sie doch mit allen Spürern und magischen Scharlatanen ihre Untersuchungen durchführen. Dieses Kind wird niemals in Gefahr sein. Sofern sie von dem Kleinen, welches ihr gerade in den Armen haltet, nichts erfahren, wird uns allen niemals etwas geschehen.“&lt;br /&gt;Verstehen kam in den Schleier von Ereignissen, die sich in den Gedanken des Hauptmanns gerade wirr umkreisten. &lt;br /&gt;„Bringt das Kind fort von hier, wo es niemand mit unserem Haus in Verbindung bringen kann! Wohin überlasse ich ganz euch. Meiner Tochter einziger Wunsch war, dass dem Kindchen nichts zustoßen solle. Wie könnten wir dies besser garantieren? Macht euch also auf. Wir werden hier ausharren, bis sie uns finden. Macht euch keine Sorgen.“&lt;br /&gt;Von diesem Plan noch ganz und gar nicht überzeugt, wollte der Hauptmann gerade etwas erwidern, als ein berstender Laut aus einem anderen Teil des Gebäudes zu vernehmen war. &lt;br /&gt;„Die Eingangstür. Sie sind hier. Geht! Schnell!“&lt;br /&gt;Der Hauptmann zögerte nun keinen Augenblick mehr. Ohne ein weiteres Wort oder Blick zu einem der Anwesenden, verließ er schnellstens das Zimmer. Eilig folgte er dem Flur, das Neugeborene eng an sich gepresst. Hinter einer verrammelten Tür, die in den Raum des Hauseingangs führte, vernahm er Geräusche, die ihn noch schneller agieren ließen. Wie durch ein Wunder, blieb das Kleine an seiner Brust still und ruhig. Kein noch so leiser Laut drang über dessen Lippen. Aus dem Fenster am Ende des Flures hechtend, duckte er sich sofort in die Schatten. Das erneute Bersten einer Tür informierte ihn, wie knapp die Situation gewesen war. &lt;br /&gt;Er eilte ohne weiteres Zaudern davon. Sich bewusst, dass das Kleine jederzeit seine ungewöhnliche Ruhe verlieren und jeden im Umkreis von dreihundert Fuß über ihre Anwesenheit informieren könnte, ließ er jegliche Vorsicht fallen und begann schließlich zu laufen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne zu wissen, was er nun eigentlich mit dem Kind anstellen sollte, wollte der Hauptmann nur noch die Stadt verlassen. Durch die Seitenstraßen hetzend, kam er der Stadtmauer immer näher. Beruhigend sprach er immer wieder auf das Kleine ein. &lt;br /&gt;Ganze Truppen hatte er schon geführt, doch noch nie die Verantwortung für solch ein einzelnes junges Leben getragen. Selbst hatte er keine Kinder und war auch als Einzelkind aufgewachsen. So fehlte ihm jegliche Erfahrung und Sicherheit im Umgang mit dieser Situation. Trotz alledem, war ihm das unglaubliche Glück bewusst, dass das Kind nun scheinbar ausgerechnet an seiner Brust eingeschlafen war. &lt;br /&gt;Das Armenviertel längst verlassen und im Hinterhof eines ihm bekannten Gasthauses, hielt er zum ersten Mal seit ihrer überstürzten Flucht inne. Während er seine Lage überdachte, fiel ihm auf, dass er weder den Namen, noch das Geschlecht des Kindes kannte. Er war wie selbstverständlich die ganze Zeit davon ausgegangen, dass es sich um einen Jungen handelte. – Warum, wusste er nicht. &lt;br /&gt;Nachdem er die grobe Decke etwas zurück geschlagen hatte zeigte sich, dass ihn sein Gefühl nicht getrogen hatte. Vorsichtig zog er die Decke wieder zurecht. Eingehend betrachtete er das unschuldige Gesicht des neugeborenen Jungen. Für Kinder hatte er sich noch nie interessiert, sie waren ihm stets ein Gräuel. Dieses hier machte da keine Ausnahme. Er konnte die ganze Weiberwelt nicht verstehen, die kaum dass sie ein Kindlein in Tüchern sahen, stets in Verzückung gerieten. &lt;br /&gt;‚Was tue ich hier nur?’ Er war ratlos. Noch nie hatte er sich so deplatziert und überfordert gefühlt. Wieder ging sein Blick zu dem Kleinen, als ob er hier die Antwort fände. - Er fand sie nicht.&lt;br /&gt;Eine Schneeflocke schwebte hernieder und schmolz auf der Nasenspitze des Kindes. Den Kopf gen Himmel sah der Hauptmann, dass sich die Wolkendecke immer mehr geschlossen hatte. Vereinzelte, dicke Schneeflocken fielen nun vom Himmel und kündeten von mehr.&lt;br /&gt;Er kam zu einem Entschluss. Mit etwas Glück war im Stall das Reittier des einen oder anderen Gastes zu finden. Er wickelte seinen Mantel noch enger um sich und das Kind. Die Schneeflocken fielen jetzt dichter und sollten nicht den Schlaf des Jungen stören. Noch immer war er sich der Gefahr, in der sie sich befanden bewusst. &lt;br /&gt;Die schmale Eingangstür innerhalb des großen Stalltors war verschlossen. Ein gutes Zeichen, dass die Unterkunft nicht leer, sondern hier ein Pferd zu finden sein könnte. Er rüttelte leise an den großen Flügeltüren. Sie waren von innen mit einem Balken gesichert. Er zog sein Schwert. Während er mit seiner Schulter gegen eine der Türen drückte, stocherte er mit der Klinge in dem schmalen Schlitz, der sich bildete. Jetzt hing es nur davon ab, dass einer der Stallburschen nachlässig gewesen war und den Metallhaken mit dem normalerweise der Holzbalken gegen solch ein Manöver gesichert wurde, nicht umgelegt hatte. &lt;br /&gt;Sein Herz machte einen Sprung als er spürte, wie sich der Balken bewegte. Es gelang ihm diesen ganz aus der Halterung zu heben und schließlich fiel er, mit einem dumpfen Schlag zu Boden. Ein Schnauben hinter dem Tor bestätigte seine weitere Hoffnung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Der nächste Teil folgt am Samstag.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-7046012247239460402?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/7046012247239460402/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/08/prolog-teil-3-eine-wendung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/7046012247239460402'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/7046012247239460402'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/08/prolog-teil-3-eine-wendung.html' title='Prolog Teil 3 - Eine Wendung'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-2851606508799252976</id><published>2011-08-27T12:04:00.000-07:00</published><updated>2011-09-13T13:04:38.889-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Posten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Augen'/><title type='text'>Prolog Teil 2 - Der Posten</title><content type='html'>Auf den Stufen im Inneren des Gebäudes stand eine Laterne bereit, die der Hauptmann zuvor selbst zurückgelassen hatte. Er drehte den Docht etwas weiter heraus und folgte, im Schein der Lampe den Treppen, die ihn nach oben führten, bis er schließlich das Dach erreichte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Bedacht wählte er seine Schritte, um nicht durch das baufällige Konstrukt zu stürzen, was die Balken unter ihm mit leisem Ächzen quittierten. &lt;br /&gt;Zusätzlich behindert von Schnee und Eis, kam er nur zögerlich voran bis er schließlich auf die andere Seite der Dachschräge gelangte.&lt;br /&gt;Überrascht hielt er inne. – Hier sollte eigentlich einer seiner Posten die Stellung halten. &lt;br /&gt;Geschickt waren sie so verteilt, dass sie sämtliche umliegenden Straßenzüge überblicken konnten. Doch statt einen seiner Männer zu finden, gähnte nur ein großes Loch in dem morschen Gebälk. Er ahnte Schlimmes für seinen Mann.&lt;br /&gt;So schnell er konnte, bewegte er sich zurück zur Dachluke und schlich dann unsicher, durch den ihm unbekannten Teil des Gebäudes. Irgendwo im unteren Stock musste das Zimmer sein, wo der Sturz sein Ende gefunden hatte. Er wusste, dass die Zeit für seinen Herrn drängte, doch das Verantwortungsgefühl für seine Männer nötigte den Hauptmann zu diesem Vorgehen. Er war nicht umsonst so geachtet bei seinen Untergebenen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich fand er eine Tür, die sich nur schwer bewegen ließ. Irgendetwas auf der anderen Seite blockierte sie. Mit aller Kraft stemmte er sich gegen das Holz, doch erst nach etlichen Versuchen hatte er einen Spalt, groß genug geschaffen, sich hindurch zu zwängen. &lt;br /&gt;Auf der anderen Seite empfing ihn Chaos. Zerstörtes Mobiliar mischte sich mit Schnee, Eis und Teilen der eingestürzten Decke. Durch das Loch über ihm, konnte er den bewölkten Himmel sehen, der schwach von der aufgehenden Sonne erhellt wurde. &lt;br /&gt;Dann bewegte er sich weiter in den Raum hinein und ein leises Stöhnen ließ ihn aufhorchen. So schnell es der zerstörte Raum erlaubte, bewegte er sich auf die Stelle zu, aus der der Laut zu kommen schien. &lt;br /&gt;Unter schweren Holzbalken eingeklemmt und von Schutt bedeckt, fand er schließlich seinen fehlenden Posten. Schlimm zugerichtet, aus etlichen Wunden blutend, lag er vor ihm. &lt;br /&gt;Auf einem intakten Regal stellte der Hauptmann kurzerhand seine Lampe ab und kniete sich dann zu dem Verletzten. Der junge Mann war ihm bestens bekannt. Die meisten seiner Männer hatte der Hauptmann selbst ausgebildet; und dies war einer von ihnen. &lt;br /&gt;“Nicht bewegen, Elor! Ich versuche dich zu befreien.” &lt;br /&gt;Ein weiteres Stöhnen war alles, was er zur Antwort erhielt. Während er die ersten Teile beiseite wuchtete, redete er weiter auf Elor ein. Er konnte ihn nicht einfach so liegen lassen, nicht ohne zumindest versucht zu haben, ihn zu befreien.&lt;br /&gt;“Wie bei allen Teufeln hast du das nur gemacht? Ihr wisst doch alle, wie baufällig die Dächer in diesem Drecksviertel sind.” &lt;br /&gt;Das zersplitterte Gebälk riss ihm die Hände auf, während er Stück um Stück beiseite zerrte. So schnell er konnte, arbeitete er sich voran, immer wieder vom schmerzerfüllten Stöhnen seines verletzten Postens begleitet. Er hörte mehr, als dass er sah, wie der Atem Elors schneller und unregelmäßiger ging. &lt;br /&gt;„Jetzt halt mir bloß durch! Wir haben es gleich geschafft.” &lt;br /&gt;Ein plötzliches Geräusch ließ ihn herumfahren. Einen weiteren Einsturz befürchtend, drückte er sich instinktiv zurück an eine der Wände. – Doch es war kein Einsturz, der das Knacken verursacht hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihm gegenüber in einer dunklen Ecke, konnte er zwei rot leuchtende Punkte ausmachen. Langsam schälte sich die zugehörige Gestalt aus den Schatten. Scheinbar hatte sie sich bereits die ganze Zeit in dem Raum aufgehalten. In einem dunklen Umhang, mit der Kapuze tief im Gesicht, sodass nur ein schmales, rot leuchtendes Augenpaar zu erkennen war, bewegte sich die Gestalt grazil über das Balkenwirrwarr auf den Hauptmann zu. &lt;br /&gt;Mit einer Stimme, die vor Hohn troff, sprach diese: „Mit Verlaub, ich denke nicht, dass ihr es schafft.” &lt;br /&gt;Plötzlich sah der Hauptmann Stahl aufblitzen und riss zur Antwort selbst seine Klinge hervor. &lt;br /&gt;„Was soll das? Ich ermahne euch, haltet ein! Dieser Mann ist dem Tode nahe.” &lt;br /&gt;Von einem kehligen Auflachen begleitet, bekam er zur Antwort: „Und wer denkt ihr, könnte dafür verantwortlich sein?” &lt;br /&gt;Der jähe Angriff der Gestalt war mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Reine Reaktion bewahrte den erfahrenen Hauptmann vor einer schlimmen Verwundung.&lt;br /&gt;Sein Gegner war schnell. Stahl traf Stahl. Selbst einen Schlag ausführend, der eher dazu gedacht war, sich mehr Platz zu verschaffen, konnte er sein Gegenüber nun besser ausmachen. &lt;br /&gt;Die Gestalt maß gut sechseinhalb Fuß und schien recht schlank. Bewaffnet mit einem schmalen, kurzen Schwert war sein Gegner in diesem engen Areal im Vorteil. Unter dem dunklen Umhang konnte er eine ebenfalls dunkle Lederrüstung ausmachen.&lt;br /&gt;Sich gegenseitig abschätzend, bewegten sich die beiden Kontrahenten um den Schutt herum. &lt;br /&gt;Der Hauptmann sprang vor. Doch mit einer eleganten Drehung parierte sein Gegner, um sofort selbst nach dem Hauptmann zu schlagen. Dieser duckte sich rettend unter einen der Balken, den die kurze Klinge stattdessen traf. &lt;br /&gt;Schnell nutzte der Hauptmann die Situation und trat gegen einen wackligen Holzschrank. Wie beabsichtigt fiel dieser genau seinem Gegner entgegen. Sofort sprang er selbst auf den nun liegenden Schrank und hieb von dort auf sein Gegenüber hinab. &lt;br /&gt;Tatsächlich gelang dem Hauptmann damit die erste Wunde. Wenige fingerbreit drang sein Schwert in die linke Schulter, worauf er sofort nachsetzte. Mehrere schnelle Schläge ließ er niederprasseln, als plötzlich ein erneutes Stöhnen von Elor zu vernehmen war. &lt;br /&gt;Auch sein Gegner schien dies gehört zu haben. Die Chance auf einen eigenen möglichen Treffer opfernd, wirbelte dieser herum und hechtete förmlich zu dem, am Boden liegenden Verwundeten. &lt;br /&gt;Bedrohlich hielt die Gestalt ihre Klinge auf den Hals des jungen Mannes gerichtet und erhob erneut die heisere Stimme. „Ich rate euch, das Schwert niederzulegen, solltet ihr weiterhin so um das Wohlergehen dieses jungen Mannes besorgt sein.” &lt;br /&gt;Verzweifelt erwiderte der Hauptmann, mehr um um Zeit zu ringen: „Was sollte euch dann davon abhalten, erst ihm und anschließend mir die Klinge in den Hals zu bohren?” &lt;br /&gt;„Nun, da habt ihr wohl recht.” &lt;br /&gt;Und mit einer kurzen, raschen Bewegung drang das schlanke Schwert, von einem gurgelnden Geräusch begleitet, in Elors Lunge. Mit weit aufgerissenen Augen und vergebens schluckend, verließ schnell und qualvoll den jungen Mann das Leben.&lt;br /&gt;Ein lang gezogenes, „Nein!” war alles was der Hauptmann noch erwidern konnte. Den besudelten Stahl herausgerissen, stand die Gestalt mit den rot glimmenden Augen nun herausfordernd vor dem erregten Mann. &lt;br /&gt;„Warum habt ihr das getan?” Die Stimme des Hauptmanns bebte, er hätte nicht gedacht, dass diese Nacht solch einen Verlauf nehmen könnte. &lt;br /&gt;„Nun, ihr wisst sehr wohl warum. Wenn euch nicht das gleiche Schicksal ereilen soll, dann sagt mir, wo sich eure Schützlinge verstecken!”&lt;br /&gt;Doch mit Zorn in den Augen, führte der Hauptmann statt einer Antwort, einen wütenden Angriff aus. Ohne auch nur dem Versuch einer Parade zu begegnen, drang sein Schwert tief in die Brust seines Gegenübers. &lt;br /&gt;Die Gestalt im Umhang stand nur da, das eigene Schwert noch immer fest in der Hand. Ihre Augen leuchteten immer heller, so dass fast schon der ganze Raum in Rot erstrahlte, als plötzlich das Wesen in Flammen aufging. &lt;br /&gt;Während der Hauptmann zurückwich, hörte er noch ein zischendes „Ich hätte euch für klüger gehalten.”&lt;br /&gt;Vor seinen Augen platzte die Haut seines Gegners auf und offenbarte das bloße Fleisch. Die roten Augen, die seinen Blick gebannt hielten, zerflossen wie heißes Wachs. Ohne einen Laut des Schmerzes zerfiel der brennende Körper in Windeseile zu Asche und verteilte sich im Raum. Nur die beiden Schwerter blieben zurück und fielen dumpf zu Boden. &lt;br /&gt;Stumm und sprachlos stand der Hauptmann da. Solch ein Wesen war ihm nie zuvor begegnet – und er hatte schon viel erlebt. Auch mit so genannter Magie hatte er es schon zu tun, aber das...? Besonders die Augen, die bis zum Schluss seinen Blick gefesselt hielten, hatten sich deutlich in seine Erinnerung gebrannt. Er schüttelte die Gedanken ab.&lt;br /&gt;Ohne Hoffnung kniete er sich erneut zu Elor. Wie erwartet war dessen Leiden vorbei. Nachdem er dem jungen Mann die Augen geschlossen und ein stummes Gebet gesprochen hatte, richtete er sich müde auf. Es blieb keine Zeit mehr, einen der anderen Posten aufzusuchen.&lt;br /&gt;Schnell trieb es ihn zurück auf die Straße. Mit größter Vorsicht und Sorgfalt folgte er dem Weg zurück zur Geburtsstätte. Er wusste, dass er sich auf keinen Fall verfolgen lassen durfte. Nur wenige Querstraßen von seinem Ziel entfernt, beschlich ihn ein ungutes Gefühl, was ihn dort erwarten könnte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-2851606508799252976?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/2851606508799252976/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/08/prolog-teil-2-der-posten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/2851606508799252976'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/2851606508799252976'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/08/prolog-teil-2-der-posten.html' title='Prolog Teil 2 - Der Posten'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-9054776316328314963</id><published>2011-08-23T01:24:00.000-07:00</published><updated>2011-09-13T13:05:53.005-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geburt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Beginn'/><title type='text'>Prolog Teil 1 - Geburt</title><content type='html'>Prolog&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sonne würde bald aufgehen und noch schien die große Stadt wie erstarrt. Außer den mageren Ratten in den dunklen Ecken, waren die zahllosen Gassen und Straßen gänzlich leer.&lt;br /&gt;Seit Tagen hatte der Winter das Land fest in seinem eisigen Griff und die Wolken am Himmel verhießen erneuten Schnee.&lt;br /&gt;Ein Gebäude, im Armenviertel gelegen, fügte sich nahtlos in die Reihe der anderen Behausungen ein. Nicht ganz so baufällig und etwas größer, als die restlichen Baracken in dieser Gegend, unterschied es sich jedoch im Wesentlichen durch seine Besucher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ihr müsst es noch hinauszögern! Die Nacht ist noch nicht vorüber. Gebt ihr mehr Kräuter.” Die Stimme des alten Mannes zitterte bei diesen Worten.&lt;br /&gt;„Ich weiß Herr, wir tun alles was in unserer Macht steht. Doch das Kind wird schon zu lange zurückgehalten. Es drängt geradezu in die Welt.“&lt;br /&gt;Erneut von Zittern begleitet: „Das ist mir einerlei. Nicht in dieser Nacht.“ Dann leiser: „Nicht in dieser.“&lt;br /&gt;„Zu spät Herr, es kommt. Seht.“&lt;br /&gt;Der Raum war nur von wenigen Kerzen erhellt, die ein schwaches Licht verbreiteten. Trotzdem war der Schrecken des älteren Mannes in seinen Augen klar zu erkennen. „Vergebens, dann war alles vergebens.” &lt;br /&gt;Von Gram übermannt, taumelte der grauhaarige Mann ein paar Schritte zurück, bis er an die Zimmerwand stieß. Verzweifelt ließ er sich daran niedersinken und starrte in die letzte Glut der Holzscheite. Die Feuerstelle neben ihm gab nur noch mäßig Wärme ab, die Flammen waren schon längst verloschen. &lt;br /&gt;Die alte Amme, die zwischen den Beinen ihres Schützlings kniete, wandte sich ihr wieder zu und begann Anweisungen zu geben. &lt;br /&gt;Auf einem Lager aus Decken lag schweißüberströmt eine junge Frau. Ihr langes Haar klebte ihr strähnig im Gesicht. Die Anstrengungen der Nacht waren ihr deutlich anzusehen und schienen in diesem Moment ihren Höhepunkt zu finden. Ein lautes Stöhnen drang über ihre Lippen. &lt;br /&gt;Eine zweite Amme, die neben der jungen Frau saß, hielt deren Hand und versuchte ihr damit Kraft zu geben. Mit der anderen Hand strich sie immer wieder der werdenden Mutter die Haare aus der Stirn. &lt;br /&gt;“Ihr dürft es nicht mehr zurückhalten Herrin! Der Kopf ist schon da. Ihr müsst mit der nächsten Wehe pressen. Hört Ihr? Pressen!” &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich wurde die einzige Tür des kleinen Raumes aufgestoßen und ein Bewaffneter kam schnellen Schrittes herein. Kalte Luft mit sich herein tragend, trat er zügig vor den noch immer am Boden verharrenden Mann. &lt;br /&gt;„Mein Herr, ich erhielt soeben Kunde, dass die Stadt durchkämmt wird. Man sucht nach ihr.” &lt;br /&gt;Den Blick noch immer auf die Glut gerichtet, drangen die Worte nur langsam zu dem alten Mann vor. Seine Gedanken kreisten noch immer, um die nicht mehr aufzuhaltenden Ereignisse. &lt;br /&gt;„Was sagtet ihr, Hauptmann?” Er richtete sich schwerfällig auf und schien, den Neuankömmling erst jetzt richtig wahrzunehmen. &lt;br /&gt;„Die Straßen werden durchkämmt. Man wird auch hier bald sein. Meine Posten melden mir, dass die Zeit drängt.” Schnell und eindringlich sprach der Hauptmann, während er die Lage erläuterte. „Kreuz und quer bewegen sich die Gruppen unabhängig voneinander durch die Gassen. Die Gewandung ist nicht bekannt und sie scheinen auf den ersten Blick kein bestimmtes Ziel zu verfolgen – ja, fast nicht aufzufallen. Doch ihr Weg führt eindeutig zu euch.”&lt;br /&gt;„Dann tut wie besprochen. Kommt danach so schnell als möglich wieder zurück. Unser Vorhaben nimmt eine neue Wendung.” &lt;br /&gt;Der Hauptmann drehte bei diesen Worten, zum ersten Mal seit seinem Eintreffen, den Kopf zum Lager der jungen Frau und erkannte erst jetzt, dass die Geburt in den letzten Zügen lag. &lt;br /&gt;„Ay, mein Herr.” &lt;br /&gt;Zügig eilte er zur Tür, als er plötzlich zurück gerufen wurde. Er wandte sich erneut zur Feuerstelle. &lt;br /&gt;„Hauptmann, habt Dank für das was ihr hier tut.” &lt;br /&gt;Dieser nickte nur kurz, drehte sich um und verließ den Raum. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Hauptmann beeilte sich, aus dem stickigen Flur zu gelangen. Er benutzte denselben Weg, den er auch gekommen war – nicht zur Vorderseite, sondern über ein Fenster in eine Seitengasse hinaus. &lt;br /&gt;Noch lag sein Weg dunkel vor ihm, doch am Himmel konnte er bereits das erste Dämmerlicht des Morgens erkennen, das sich seinen Weg durch die dichten Wolken bahnte. Er konnte nicht anders, als innerlich verbittert aufzulachen. Wie knapp war ihre Hoffnung doch gescheitert, der Nacht zu entgehen. &lt;br /&gt;Schnell eilte er weiter und trotz des leichten Kettenhemds und der schweren Stiefel, die er trug, waren seine Schritte im Schnee sicher und leise. &lt;br /&gt;Der kalte Wind, der ihm ins Gesicht blies, trieb ihm Tränen in die Augen. Er zog seinen dunkelgrauen Winterumhang enger um sich, doch die beißende Kälte blieb. &lt;br /&gt;So setzte er seinen Weg fort, bis er an eine Kreuzung gelangte. Vor ihm lag offen und übersichtlich eine etwas breitere Straße. Erst die Gasse auf der anderen Seite bot wieder Schutz vor unerwünschten Blicken. &lt;br /&gt;Schon wollte er losgehen, als ihn eine kurze Bewegung innerhalb seines geplanten Weges inne halten ließ. &lt;br /&gt;Eine Ratte rannte aus der gegenüberliegenden Gasse direkt auf die kreuzende Straße, als wäre sie von etwas aufgescheucht worden. Der erfahrene Kämpe presste sich enger an die raue Hauswand und wartete.&lt;br /&gt;Er starrte angestrengt über die Straße, um etwas ausmachen zu können. Die Breite der Straße war gerade so bemessen, dass zwei Wagen ungehindert aneinander vorbei konnten. Tiefe Rillen in dem steingepflasterten Boden zeigten an den wenigen schneefreien Stellen, dass es sich hierbei um eine tags viel befahrene Strecke handelte. Es war eine der wenigen Verbindungsstraßen, die dieses fast gänzlich abgeschottete Viertel mit den anderen Bezirken verband. Etliche Augenblicke wartete er ab und zwang sich zur Geduld. Immer wieder bildete sein Atem leichte Nebelwölkchen in der kalten Nachtluft. Er war sich schon sicher, dass der Weg frei und ungefährlich sein könnte, als er zwei schmale rot leuchtende Punkte in der Gasse gegenüber wahrnahm.&lt;br /&gt;Innerlich fluchte er, zog sich dann jedoch, so vorsichtig es ihm möglich war, in seine Gasse zurück. Er wusste nicht, was ihn auf der anderen Seite erwartete, doch er wollte es in diesem Moment auch nicht herausfinden. Die Not des Moments zwang ihn zu einem anderen Vorgehen. Einem Umweg folgend kam er endlich, ohne weitere Zwischenfälle, an sein Ziel – ein Kellerfenster in einem kleinen, verdreckten Hinterhof.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-9054776316328314963?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/9054776316328314963/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/08/1-teil.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/9054776316328314963'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/9054776316328314963'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/08/1-teil.html' title='Prolog Teil 1 - Geburt'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5535945865994777261.post-6767185457158073744</id><published>2011-08-23T00:48:00.001-07:00</published><updated>2011-08-27T12:46:39.026-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vorwort'/><title type='text'>Alles hat einen Anfang...</title><content type='html'>so auch meine Geschichte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Begonnen habe ich diese, soweit ich mich erinnere, bereits im Jahre 2005. Der Stil war damals noch sehr ungeschliffen und ich habe über die Jahre hinweg, immer wieder meinen Text überarbeitet. Ich kann natürlich nicht sagen, dass die Geschichte oder mein Stil nun bereits so sind, wie sie bleiben werden, doch habe ich ein recht gutes Gefühl dabei. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem bin ich natürlich für Feedback dankbar und freue mich darauf, meine Geschichte von einem etwas größeren Publikum lesen zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Rahmen dieses Blogs, möchte ich euch nun in regelmäßigem Rythmus zwei mal pro Woche meine Geschichte Stück für Stück präsentieren. Derzeit umfasst sie knapp 60 DIN A 4 Seiten im Word Format. Das Veröffentlichen soll mir auch helfen, einen gewissen Druck aufzubauen um etwas Geschwindigkeit in die Schreiberei zu bringen, denn ich empfinde 60 Seiten in 6 Jahren als nicht gerade wünschenswert. Ich werde also parallel zum Veröffentlichen weiter schreiben und versuchen pro Woche ein gutes Stück voran zu kommen, um euch hier immer wieder neuen Stoff anbieten zu können. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun aber Vorhang auf für die Morgendämmerung.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5535945865994777261-6767185457158073744?l=morgendaemmerung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/feeds/6767185457158073744/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/08/alles-hat-einen-anfang.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/6767185457158073744'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5535945865994777261/posts/default/6767185457158073744'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://morgendaemmerung.blogspot.com/2011/08/alles-hat-einen-anfang.html' title='Alles hat einen Anfang...'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15623110752421871726</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/-59KWLVsQBWk/Tq2c3hdBPwI/AAAAAAAAAPM/oNPy_xKyCDo/s220/248532_143750402372289_100002119902132_266345_6321205_n.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
